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Erfolg macht einsam: AfD-Chefin Frauke Petry darf sich über gute Umfragewerte freuen, aber an Koalitionswilligen mangelt es.
Erfolg macht einsam: AfD-Chefin Frauke Petry darf sich über gute Umfragewerte freuen, aber an Koalitionswilligen mangelt es.(Foto: dpa)

Trotz glänzender Umfragewerte: CDU schließt AfD-Bündnis klar aus

Drei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegen SPD und AfD laut einer aktuellen Umfrage nahezu gleichauf. Doch die Chancen der Rechtspopulisten, tatsächlich mitzuregieren, gehen laut Ministerpräsident Reiner Haseloff gegen Null.

Drei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der christdemokratische Ministerpräsident Reiner Haseloff für Stabilität geworben und ein theoretisch mögliches Bündnis mit der Alternative für Deutschland (AfD) ausgeschlossen. Die CDU sei die Partei der Mitte, der Anker in der Gesellschaft. "Lasst diese Entwicklung, die wir genommen haben, nicht abreißen", sagte Haseloff bei einem CDU-Programmparteitag in Staßfurt.

Reiner Haseloff will nicht mit der AfD koalieren.
Reiner Haseloff will nicht mit der AfD koalieren.(Foto: picture alliance / dpa)

In Sachsen-Anhalt wird am 13. März ein neuer Landtag gewählt. Haseloff steht seit 2011 an der Spitze einer CDU/SPD-Koalition. "Die Menschen empfinden keine Wechselstimmung", sagte Haseloff am Rande des Parteitages vor Journalisten. Einem Bündnis mit der AfD erteilte er eine klare Absage. Die CDU dürfe rechts von ihr keinen Platz lassen für Rattenfänger, sagte Haseloff in seiner Rede.

AfD legt im Osten deutlich zu

Nach einer Umfrage des INSA-Instituts für die "Bild"-Zeitung kommen die Rechtspopulisten in Sachsen-Anhalt aktuell auf 13,5 Prozent - und liegt damit fast gleichauf mit der SPD, die um sechs Prozent auf 15,5 Prozent abstürzte. Die Linke kann in der Umfrage mit 23 Prozent ihr Ergebnis knapp halten, die Grünen rutschen leicht auf 6,0 Prozent ab.

Die nicht im Landtag vertretene FDP hat mit 3,0 Prozent kaum Chancen auf einen Sprung ins Parlament. Rein rechnerisch wäre damit sowohl die Fortsetzung der schwarz-roten Koalition möglich als auch eine Koalition von CDU und AfD; Rot-Rot-Grün hätte keine Mehrheit.

Auch in anderen Bundesländern hatte die AfD zuletzt deutlich zugelegt - und liegt in Sachsen und Thüringen bereits gleichauf mit der SPD. Eine Erhebung von Infratest Dimap hatte im September ergeben, dass beide Parteien in Sachsen 13 Prozent erhalten würden, wenn am Sonntag Wahl wäre. Auch in Thüringen liegen SPD (15,5) und AfD (12) eng beieinander. Das ermittelte das Insa-Institut im Oktober.

Quelle: n-tv.de

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