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Aufnahme ins Grundgesetz geplant: CDU will Nationalhymne veredeln

Die deutsche Nationalhymne stammt aus der Feder von Hoffmann von Fallersleben. Im Grundgesetz stand das Deutschlandlied bisher nicht - wenn es nach der CDU geht, soll sich das nun ändern.

Die CDU hat sich auf ihrem Parteitag in Karlsruhe dafür ausgesprochen, die Nationalhymne ins Grundgesetz aufzunehmen. Die Delegierten stimmten für einen entsprechenden Antrag der Jungen Union.

Dem Beschluss zufolge soll Artikel 22 des Grundgesetz um folgenden Passus ergänzt werden: "Die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland ist die dritte Strophe des Liedes der Deutschen mit dem Text von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und der Melodie von Joseph Haydn."

Junge-Union-Chef Paul Ziemiak sagte n-tv.de dazu: "Das ist etwas Symbolisches. Die Hauptstadt der Bundesrepublik ist bereits im Grundgesetz geregelt, die Nationalfahne – warum nicht auch die Hymne? Sie drückt aus, wofür wir und das Grundgesetz stehen. Der Dreiklang aus Einigkeit und Recht und Freiheit ist wichtig und es steht uns gut zu Gesicht, darauf noch einmal hinzuweisen. Auch wenn wir uns ein Fußballspiel der Nationalmannschaft anschauen, singen wir die Hymne als Ausdruck unserer Verbundenheit zu unseren Werten und unserer Verfassung."

Einst hatten Bundespräsident Theodor Heuss und Kanzler Konrad Adenauer gestritten, ob die dritte Strophe des Liedes der Deutschen mit dem Text von August Heinrich Hoffmann Nationalhymne sein soll. Adenauer war dafür, Heuss dagegen, weil die Nazis vor allem die erste Strophe missbraucht hatten ("Deutschland, Deutschland, über alles, über alles in der Welt..."). Bekanntlich wurde die dritte Strophe zur Hymne erklärt, ins Grundgesetz kam sie aber nie.

Quelle: n-tv.de

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