Freitag, 27. Juni 2008
München ist nicht Rostock: CSU will reiche Erben schonen
Ein neuer Sonderwunsch der CSU bedroht nach Informationen der "Financial Times Deutschland" die Reform der Erbschaftsteuer. Die Partei fordere in der zuständigen Arbeitsgruppe der großen Koalition regional unterschiedlich hohe Freibeträge für Erben. Ein Einfamilienhaus in München oder Düsseldorf sei mehr wert als ein vergleichbares Haus in Magdeburg oder Rostock, habe eine Sprecherin von Erwin Huber, dem CSU-Chef und bayerischen Finanzminister, das Vorhaben begründet.
Damit der Erbe in München trotzdem weitgehend von der Steuer verschont bleibt, soll er nach dem Willen der CSU einen höheren Freibetrag erhalten als der Erbe in Rostock.
Die SPD reagierte mit schroffer Ablehnung. "Damit sollen Millionäre am Starnberger See geschont werden", sagte Fraktionsvize Joachim Poß der Zeitung. "Das ist für die SPD nicht verhandelbar."
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