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Politik
Castro spricht über den Nahen und Mittleren Osten.

Castro spricht über den Nahen und Mittleren Osten.
(Foto: dpa)

Freitag, 03. September 2010

Warnung vor Atomkrieg: Castro unter freiem Himmel

Der frühere kubanische Staatschef Fidel Castro gesundet zusehends - und zeigt das demonstrativ seinem Volk und der Welt. Er tritt bei einer Großkundgebung unter freiem Himmel auf. Tausenden Studenten der Universität der Hauptstadt Havanna hören dem 84-Jährigen zu.

Zum ersten Mal seit seiner Erkrankung vor vier Jahren ist der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro wieder bei einer Massenveranstaltung aufgetreten. Vor mehreren zehntausend Studenten, die sich vor der Universität von Havanna versammelt hatten, verteidigte er das Atomprogramm des Iran und warnte erneut vor einem Atomkrieg im Nahen und Mittleren Osten. Er sprach sich zudem für eine gerechtere Verteilung der Ressourcen in der Welt aus.

Tausende junge Leute hören ihrem Staatschef zu. Und feiern ihn.

Tausende junge Leute hören ihrem Staatschef zu. Und feiern ihn.
(Foto: AP)

Castro sagte, niemand könne dem Iran das Recht absprechen, die Kernenergie zu nutzen. Niemand habe Beweise, dass Teheran dabei sei, eine Atombombe zu bauen. "Für die USA und Israel ist ein Forschungszentrum ein Grund, den Iran anzugreifen", fuhr er fort.

Wie in früheren Zeiten trug Castro einen olivgrünen Kampfanzug und eine Militärmütze. Die Menge feierte den früheren Präsidenten nach der Rede mit stürmischem Beifall. 2008 hatte er sein Amt aus Gesundheitsgründen an seinen Bruder Raúl Castro übergeben.

Seitdem war er nicht mehr in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten. Erst im Juli dieses Jahres meldete er sich zurück und ist seitdem mehrmals öffentlich aufgetreten. Castro, der Kuba 47 Jahre regiert hatte, ist immer noch der Generalsekretär der alleinregierenden kommunistischen Partei Kubas.

dpa

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