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In den Straßen von Caracas.
In den Straßen von Caracas.(Foto: REUTERS)

"Komplikationen" nach Krebsoperation: Chávez offenbar sehr krank

Ist Hugo Chávez dem Tode nahe oder sind solche Informationen aus Caracas "psychologische Kriegsführung"? Das zumindest wirft die Regierung in Venezuela ausländischen Medien bei der Berichterstattung über den Gesundheitszustand des Präsidenten vor. Fest steht: Chávez ist krank und von der Bildfläche verschwunden.

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Der Zustand des an Krebs erkrankten venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez verschlechtert sich offenbar weiter. Chávez leide an Atemnot infolge einer schweren Lungenentzündung, die er sich nach seiner vierten Krebs-Operation zugezogen habe, teilte Venezuelas Informationsminister Ernesto Villegas in Caracas mit. Die neuesten Komplikationen bedürften "strengster medizinischer Behandlung", hieß es in der Erklärung. Weitere Details wurden nicht bekannt.

Gerüchten zufolge ist der 58-jährige Staatschef dem Tode nahe. Seit über drei Wochen hat sich Chávez, der in einem Krankenhaus in der kubanischen Hauptstadt Havanna behandelt wird, nicht mehr öffentlich blicken und auch nichts von sich hören lassen.

Villegas warnte die Bevölkerung, die Opposition betreibe  einen "psychologischen Gerüchte-Krieg" um den Gesundheitszustand des Präsidenten. Die Regierung bekräftige ihr Vertrauen in das kubanische Ärzteteam, das Chávez in Havanna betreut.

Villegas: Alles nur Gerüchte.
Villegas: Alles nur Gerüchte.(Foto: REUTERS)

Villegas warf ausländischen Medien "psychologische Kriegsführung" vor, um die Errungenschaften von Chávez' sozialistischer Revolution zu untergraben. Die Regierung müsse die Bevölkerung davor warnen, dass der internationale "Medienkomplex" eine Kampagne angezettelt habe, der letztlich zum Ziel habe, "die bolivarische Republik Venezuela zu destabilisieren". Chavéz hatte sich in seinen politischen Reformen häufig auf den südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfer Simón Bolívar bezogen.

Amtseid ist ungewiss

Derzeit ist unklar, ob Chávez, der im Oktober wiedergewählt wurde, wie von der Verfassung vorgesehen am 10. Januar den Amtseid ablegen kann. Chávez liegt seit drei Wochen wegen einer erneut akuten Krebserkrankung in einem Krankenhaus in Kuba. Die Regierung hatte am Dienstag von einem "komplexen postoperativen Zustand" des Präsidenten gesprochen. Manchmal gebe es leichte Besserungen seines Gesundheitszustands, dann wieder "stagnierende Situationen", sagte Chávez' Stellvertreter und designierter Nachfolger Nicolás Maduro.

Maduro hielt sich in den vergangenen Tagen in Kuba auf, um sich ein Bild von Chávez' Gesundheitszustand zu machen. Zu Gerüchten über einen heraufziehenden Machtkampf zwischen ihm und Parlamentspräsident Diosdado Cabello sagte Maduro, sie seien "einiger als je zuvor". Die Opposition werde "2000 Jahre" darauf warten müssen, dass die Erben Chávez sich zerstritten, fügte Cabello hinzu.

Opposition verlangt Aufklärung

Die Opposition hatte in den vergangenen Tagen von der Regierung Klarheit über Chavez' Gesundheitszustand gefordert. "Es ist unerlässlich, dass die Regierung die Wahrheit sagt", erklärte etwa der Generalsekretär des oppositionellen Bündnisses Tisch der Demokratischen Einheit (MUD), Ramón Guillermo Aveledo.

Der Linksnationalist Chávez steht seit 1999 an der Spitze des ölreichen südamerikanischen Landes, im Oktober wurde er für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Am 11. Dezember wurde Chávez zum vierten Mal in Kuba wegen seiner Krebserkrankung operiert.

Quelle: n-tv.de

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