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Dienstag, 29. August 2017

Sanktionen wirkungslos: China sieht im Fall Nordkorea "Wendepunkt"

Nach dem neuerlichen Raketentest Nordkoreas kommen aus Peking recht hilflose Töne. Die bisherige Politik habe anscheinend keine Wirkung, heißt es. Große Sorge herrscht auch in Moskau.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben nach Einschätzung der Volksrepublik China einen "Wendepunkt" erreicht. Eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking forderte nach dem nordkoreanischen Raketenstart Zurückhaltung und ermahnte alle Parteien, "nichts zu unternehmen, wodurch die Spannungen in der Region weiter verschärft" würden. Peking rufe nach wie vor zu Friedensgesprächen auf. "Druck und Sanktionen" gegen Pjöngjang könnten den Konflikt "nicht grundlegend lösen".

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Nachbar Russland zeigte sich derweil "extrem besorgt". Die Lage habe die "Tendenz zur Eskalation", sagte der Vize-Außenminister Sergej Riabkow laut der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti. "Wir sind extrem besorgt über die allgemeine Entwicklung", sagte er.

Drohungen aus den USA

Riabkow machte auch die jüngsten umfangreichen Militärübungen Südkoreas und der USA auf der koreanischen Halbinsel für die Entwicklung verantwortlich. Die Manöver hätten "eine Rolle dabei gespielt, Pjöngjang zu einem neuen Abschuss" einer Rakete zu veranlassen.

Auch Peking kritisierte die Militärmanöver. Durch den anhaltenden militärischen Druck sei ein Teufelskreis entstanden, der durchbrochen werden müsse.

Nordkorea hatte am Dienstag eine Rakete getestet, die Japan überflog und östlich der Insel Hokkaido in den Pazifik stürzte. Der japanische Regierungschef Shinzo Abe sprach von einer "beispiellosen und ernsthaften" Bedrohung.

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Quelle: n-tv.de

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