Politik
Clinton wird nach Ansicht ihrer Ärzte wieder voll genesen.
Clinton wird nach Ansicht ihrer Ärzte wieder voll genesen.(Foto: AP)

Blutgerinnsel im Kopf entdeckt: Clinton wird wieder gesund

Die Ärzte sind sich sicher, dass US-Außenministerin Clinton wieder vollständig genesen wird. Sie stellen bei ihr ein Blutgerinnsel im Kopf fest, das mit Blutverdünnern behandelt wird. Wann Clinton wieder aus der Klinik entlassen wird, ist aber unklar.

Bei US-Außenministerin Hillary Clinton ist ein Blutgerinnsel im Kopf entdeckt worden. Eine Untersuchung habe gezeigt, dass sich in einer Vene zwischen Schädel und Gehirn hinter dem rechten Ohr ein Blutpfropf gebildet habe, teilten die Ärzte mit. Dieser werde mit Blutverdünnungsmitteln behandelt. Er habe jedoch nicht zu einem Schlaganfall oder einer Schädigung des Gehirns geführt. Sie seien daher zuversichtlich, dass die 65-Jährige sich vollständig erholen werde.

Clinton war am Sonntag in New York ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ihr Mitarbeiter Philippe Reines hatte nur mitgeteilt, sie habe infolge eines Unfalls vor einigen Wochen ein Blutgerinnsel. Angaben zum Ort der Thrombose machte er jedoch nicht. Die Ministerin, die Anfang des Jahres ihr Amt aufgeben will, war Mitte Dezember infolge einer Magenvirus-Erkrankung in Ohnmacht gefallen und hatte dabei eine Gehirnerschütterung erlitten.

Wann Clinton aus dem Krankenhaus entlassen werden kann, sagten die Ärzte nicht. Zuletzt hatte Clinton wegen des Unfalls von zu Hause aus gearbeitet. Sie wurde seit dem 7. Dezember nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Eine Auslandsreise sowie eine Befragung im Kongress musste sie absagen. Clinton sei guter Laune und in ständigem Kontakt mit Ärzten, Familie und Mitarbeitern, hieß es nun.

Mögliche Kandidatin für 2016

Die Chefdiplomatin war während ihrer vierjährigen Amtszeit unermüdlich gereist und hatte rund 400 Tage im Flugzeug verbracht. Vor einigen Monaten kündigte die Ehefrau des früheren demokratischen Präsidenten Bill Clinton an, sich von ihrem Amt zurückzuziehen. Als ihren Nachfolger nominierte Präsident Barack Obama den Senator John Kerry. Er muss noch vom Kongress bestätigt werden. Bis dahin wollte Clinton nach eigener Aussage weiterarbeiten.

Die demokratische Politikerin wird als mögliche Kandidatin für die nächste Präsidentschaftswahl 2016 gehandelt. Sie selbst hat solche Ambitionen wiederholt dementiert. Nach einer neuen Umfrage von CNN/ORC International poll würden 85 Prozent der Demokraten eine Kandidatur der Frau von Ex-Präsident Bill Clinton unterstützen.

Die Politikerin litt schon einmal unter einer Thrombose. Bereits 1998 sei ein Blutgerinnsel bei ihr festgestellt worden, sagte sie 2007 in einem Interview der "New York Daily News". Das sei ihr bis dato schlimmster Schreck in Sachen Gesundheit gewesen. Schließlich sei sie auf Anraten eines Arztes ins Krankenhaus gegangen. Dort habe man dann das Gerinnsel entdeckt. "Ich hatte Glück. Wir konnten es vollständig auflösen, und es gab keine weiteren Konsequenzen."

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen