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Politik

Sonntag, 27. Juli 2008

"Deutsche werden frieren müssen": DGB erwartet eiskalten Winter

Dem DGB zufolge werden im kommenden Winter viele Menschen in Deutschland frieren müssen, weil sie die Heizkosten nicht mehr bezahlen können. "Es droht der erste Winter seit langem zu werden, in dem Zehntausende Deutsche frieren müssen", sagte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer der "Bild am Sonntag". Aufgrund der drastisch gestiegenen Energiepreise könnten viele Mieter, Wohnungs- und Hauseigentümer ihre Kosten für Heizöl, Gas oder Kohle nicht mehr bezahlen. Deshalb müsse die Große Koalition schnell handeln.

"Frieren ist genauso schlimm wie hungern", sagte der DGB-Chef. "Das kann keine Regierung hinnehmen." Deshalb müsse es eine Gesamtstrategie für die Einführung von Sozialtarifen bis zum Winter geben. "Sinnvoll wären vernünftig gestaltete Sozialtarife für den häuslichen Bedarf an Heizung und Strom, die gleichzeitig Anreiz zum Sparen gegen." So könnten die Versorger verpflichtet werden, eine festgelegte Menge an Strom und Gas zu einem niedrigeren Preis an jeden Haushalt abzugeben. Finanziert werden solle dies aus den rasant gestiegenen Gewinnen der Energiekonzerne.

Ruf nach Sozialtarifen

Schon Anfang Juni hatte Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärt, der rasante Ölpreis-Anstieg müsse für Geringverdiener durch Sozialtarife abgefedert werden. In anderen europäischen Staaten gebe es bereits niedrige oder kostenfreie Tarife für ärmere Haushalte bis zu einem bestimmten Energieverbrauch.

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