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Vorsorge für die tollen Tage: Das Sicherheitskonzept für Karneval steht

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz stellen die Stadt Köln und die Polizei das Sicherheitskonzept für Karneval vor: Das Maßnahmenbündel reicht von Betretungsverboten über Videoüberwachung bis hin zu Gefangenensammelstellen.

Videoüberwachung, mehr Polizei auf den Straßen und Stadtverbote für potenzielle Straftäter: Mit einem ganzen Maßnahmenbündel wollen die Stadt Köln und die Polizei für Sicherheit an den Karnevalstagen sorgen. "Wir werden mit Konsequenz gegen alle vorgehen, die über die Stränge schlagen", sagte Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies. Dies gelte für alkoholisierte, aggressive Menschen ebenso wie für Diebe und Sexualstraftäter.

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Die parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte auf der gemeinsamen Pressekonferenz in Köln, die sexuellen Übergriffe an Silvester hätten eine große Verunsicherung und eine intensive Debatte um die Sicherheit auf den Straßen und Plätzen ausgelöst. Sie vertraue darauf, dass die Polizei an Karneval ihre Aufgaben erfüllen werde. In der Silvesternacht hatte die Polizei nicht verhindern können, dass Gruppen von Männern massenweise Übergriffe auf Frauen und Raubdelikte begingen.

Zugleich betonte Reker, dass es keine Abstriche bei den Feiern an den tollen Tagen geben werde. "Wir werden in Köln den traditionsreichen, weltbekannten Karneval feiern, so wie wir es immer getan haben." Der Straßenkarneval in den Narrenhochburgen am Rhein beginnt am Donnerstag mit der traditionellen Weiberfastnacht. Zu den Umzügen am Rosenmontag werden in der Stadt bis zu eine Million Menschen erwartet. Zur Sicherheitslage sagte Mathies, es gebe weiterhin eine "abstrakt hohe Gefährdungslage" im extremistisch-terroristischen Bereich. Akute Hinweise auf mögliche Anschläge lägen aber nicht vor.

Betretungsverbote für Straftäter, Taschendiebe und Rocker

Nach der Silvester-Gewalt in Köln und angesichts der bundesweit angespannten Sicherheitslage hatten die Behörden schon zuvor verschärfte Sicherheitsvorkehrungen für den Karneval angekündigt. Dazu gehörten neben einer verstärkten Videoüberwachung auch Gefährderansprachen sowie Betretungsverbote etwa für bereits auffällige Straftäter, aber auch nordafrikanische Taschendiebe und Rocker, sagte Mathies.

Wer zu diesen Gruppen gehört, darf entweder die Karnevalsveranstaltungen nicht besuchen oder ihnen wurde mitgeteilt, dass die Polizei sie als potenzielle Gefährder im Auge habe. Für die sexuellen Übergriffe und Raubdelikte an Silvester im Bereich des Kölner Hauptbahnhofs werden überwiegend Zuwanderer aus Nordafrika verantwortlich gemacht.

Die Stadtverwaltung und die Polizei stockt zudem ihr Personal an den tollen Tagen deutlich auf. An Weiberfastnacht werden Mathies zufolge deutlich mehr als 2000 Polizisten und damit doppelt so viel wie im Vorjahr im Einsatz sein. Zudem würden Gefangenensammelstellen für 400 Menschen eingerichtet.

"Die Polizei wird frühzeitig und sehr konsequent einschreiten", kündigte der Polizeipräsident an. Mathies rief erneut kostümierte Karnevalisten auf, aus Gründen der Sicherheit auf täuschend echt aussehende Waffenattrappen zu verzichten. Sowohl Mathies als auch Reker betonten zugleich, dass es eine hundertprozentige Sicherheit nicht geben könne.

Quelle: n-tv.de

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