Politik

Liveticker zu Anschlägen in Brüssel: Das geschah am 22. März

(Foto: REUTERS)

+++ 23:59 Eiffelturm erstrahlt in belgischen Nationalfarben +++
Aus Solidarität mit den Opfern der Brüsseler Terroranschläge ist der Eiffelturm in den belgischen Nationalfarben angeleuchtet worden. Das Pariser Wahrzeichen erstrahlt vor dem Nachthimmel ebenso in einem rot-gelb-schwarzen Farbenmeer wie zeitgleich das Brandenburger Tor in Berlin. Vor dem Rathaus in der französischen Hauptstadt gedenken Pariser schweigend der Opfer. Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat zu der Versammlung aufgerufen, das Hôtel de Ville ist ebenfalls in den Nationalfarben Belgiens geschmückt worden. Vor der belgischen Botschaft legen Menschen in Gedenken an die vielen Toten und Verletzten in Brüssel Blumen ab.

+++ 23:38 Flughafen von Denver aus Sicherheitsgründen teilweise geräumt +++
Der Flughafen von Denver ist teilweise evakuiert worden. Ein Teil des Hauptterminals sei aus Sicherheitsgründen geräumt worden, teilt der Flughafen der Stadt im US-Bundesstaat Colorado via Twitter mit. Der Flugverkehr sei zwar nicht unterbrochen worden, die Passagiere müssten aber mit Verspätungen rechnen. In dem betroffenen Terminalbereich befinden sich den Angaben zufolge Ticket- und Abfertigungsschalter von Fluglinien wie American Airlines, Aero Mexico, Air Canada, Lufthansa und British Airways. Nach den Bombenanschlägen in Brüssel sind auch an Flughäfen in den USA die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden.

+++ 23:14 DFB-Länderspiel gegen England findet statt +++
Das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen England kann nach Einschätzung von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere am Samstag in Berlin wohl wie geplant ausgetragen werden. Es lägen keine Hinweise auf eine Sicherheitsgefährdung vor, sagt er dem "RTL Nachtjournal". Nach den Anschlägen von Paris sei anders entschieden worden. "Aber es gibt jetzt keine Hinweise darauf, dass das Spiel nicht stattfinden könnte."

+++ 22:55 Obama sagt Europäern Unterstützung zu +++
US-Präsident Barack Obama sichert den Europäern Unterstützung zu. "Wir werden alles tun, was notwendig ist, um unseren Freund und Verbündeten Belgien dabei zu unterstützen, diejenigen vor Gericht zu bringen, die dafür verantwortlich sind", sagt er bei seinem Besuch auf Kuba.

(Foto: picture alliance / dpa)

+++ 22:38 Hunderte Brüsseler gedenken der Toten +++
Mehrere hundert Menschen gedenken in Brüssel der Toten und Verletzten der Terroranschläge. In der Innenstadt vor der Börse legen sie Blumen nieder, stellen Teelichter zu einem Kerzenmeer zusammen und halten sich in den Armen. Auf Plakaten ist - auf französisch - zu lesen: "Vereint gegen den Hass" und "22/3/2016, keine Sterne funkeln mehr über dem Himmel von Brüssel".

+++ 22:10 Attentäter versteckten Bomben in Koffern +++
Die Attentäter am Brüsseler Flughafen Zaventem haben die Bomben nach Behördenangaben in ihren Koffern in die Abflughalle gebracht. "Sie kamen per Taxi mit ihren Koffern, darin waren die Bomben versteckt", sagt der Bürgermeister der Gemeinde Zaventem, Francis Vermeiren. Sie hätten die Taschen dann auf Gepäckwagen gelegt und seien in das Flughafengebäude gegangen. "Die ersten beiden Bomben explodierten", sagt Vermeiren. Der dritte Täter habe seinen Sprengsatz nicht zur Detonation gebracht. "Er muss in Panik geraten sein", fügte der Bürgermeister hinzu. Die Bombe wurde später von Sprengstoffexperten kontrolliert gezündet. Am Tatort habe er kriegsähnliche Szenen beobachtet, berichtet Vermeiren. "Es war grausam anzusehen."

+++ 22:02 Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung +++
Die belgische Polizei bittet nach den tödlichen Brüsseler Anschlägen um Hinweise aus der Bevölkerung. "Amateurbilder (...), auf denen die Urheber sichtbar sind, und die helfen könnten, die Ermittlungen voranzubringen", sollten an die E-Mail-Adresse avisderecherche@police.belgium.eu geschickt werden, teilt die Polizei unter anderem auf Facebook mit. Die Beamten bitten aber darum, die Adresse nicht mit unnützen Informationen zu überlasten.

Wer Informationen zu einem zuvor zur Fahndung ausgeschriebenen Mann hat, kann die Adresse ebenfalls nutzen oder unter +32 800 30 300 anrufen.

+++ 21:44 Strobl fordert europäisches Anti-Terrorzentrum +++
CDU-Bundesvize Thomas Strobl hat nach den Terroranschlägen von Brüssel ein funktionsfähiges europäisches Anti-Terrorzentrum gefordert. Darüber werde bereits seit Jahren verhandelt, aber derzeit gelinge nicht einmal der europaweite Datenaustausch in ausreichendem Maße, sagte Strobl. "Das ist angesichts der Terrorlage, die wir in Europa haben, so nicht mehr länger hinnehmbar. Wir brauchen auf die terroristische Herausforderung auch eine europäische Antwort."

+++ 21:30 Schweigeminute am Mittwochnachmittag +++
Die Brüsseler Regionalregierung ruft die Bevölkerung zu einer Schweigeminute am Mittwochmittag auf. Das teilte Ministerpräsident Rudi Vervoort mit, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete.

+++ 21:18 Belgische Ministerin: 31 Tote und 250 Verletzte +++
Die belgische Gesundheitsministerin, Maggie de Block, hat dem belgischen Fernsehsender VTM gesagt, aktuell belaufe sich die Zahl der Todesopfer auf 31, die Zahl der Verletzten auf 250. Demnach wurden 11 Menschen am Brüsseler Flughafen getötet, 20 in der U-Bahn-Station Maelbeek.

+++ 21:04 Polizei nimmt drei Verdächtige in Bayern fest +++
Die Polizei hat auf der Autobahn München-Salzburg drei Kosovaren festgenommen, die Verbindungen zu einem Terrornetzwerk haben könnten. Ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts bestätigte entsprechende Informationen des ARD-Magazins "Report München" und des BR-Hörfunks. Demnach kamen die Verdächtigen aus Brüssel und waren mit einem in Belgien zugelassenen Wagen unterwegs. Hinweise auf einen Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Brüssel gebe es bisher nicht, betonte der Sprecher. Ermittelt werde aber wegen "Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat". Der Festnahme war laut Bayerischem Rundfunk ein Tipp vorausgegangen, den ein Unbekannter am Montagabend der bayerischen Polizei auf einem Kontaktformular im Internetauftritt gegeben hatte. Dabei war von einem geplanten Terrorangriff die Rede; es wurden die Personalien von zwei Kosovo-Albanern genannt, die mit einem silberfarbenen Mercedes unterwegs seien.

Auch Flüchtlinge im griechischen Idomeni bekundeten nach den Anschlägen ihre Anteilnahme.
Auch Flüchtlinge im griechischen Idomeni bekundeten nach den Anschlägen ihre Anteilnahme.(Foto: dpa)

+++ 20:58 De Maizière: "Müssen Informationen austauschen" +++
Bundesinnenminister Thomas de Maizère hat als Konsequenz der Anschläge in Brüssel gefordert, dass die europäischen Gehemdienste besser austauschen. "Das Wichtigste zur Vorbeugung sind Informationen. Wir müssen die Informationen austauschen, die da sind", sagte der CDU-Politiker im ZDF. Es existierten in Europa immer noch "getrennte Datentöpfe der Ausländerbehörden, der Visa-Behörden, der Polizeibehörden, der Nachrichtendienste". Diese müssten besser verknüpft werden. "Es kann nicht sein, dass Datensilos Vorbeugung verhindern", so de Maizère.

+++ 20:05 Abdeslam sollte an Brüsseler Anschlägen teilnehmen +++
Der am vergangenen Freitag im Brüsseler Stadtteil verhaftete, mutmaßliche Terrorist, Saleh Abdeslam, hätte ursprünglich an den Anschlägen in Brüssel teilnehmen sollen. Das berichtet das Nachrichtenportal "Politico" unter Berufung auf vertrauliche Polizeiquellen. Demnach wurden bei seiner Verhaftung Sprengsätze gefunden, die bei den heutigen Anschlag zum Einsatz hätten kommen sollen.

+++ 19:57 Belgische Trikolore erstrahlt auf Brandenburger Tor +++
Das Brandenburger Tor in Berlin leuchtet zur Stunde in den Farben der belgischen Trikolore - schwarz-gelb-rot. Davor haben sich Menschen versammelt, um den Opfern der Anschläge zu gedenken.

(Foto: AP)

+++ 19:32 König Philippe: Anschläge sind "feige und widerlich" +++
Der belgische König Philippe hat die blutigen Anschläge in Brüssel als "feige und widerlich" verurteilt. In einer kurzen Ansprache an die Nation rief er dazu auf, auf die terroristische Bedrohung "mit Entschlossenheit, Ruhe und Würde" zu antworten. "Behalten wir Vertrauen in uns selbst", sagte der Monarch. "Dieses Vertrauen ist unsere Kraft." In Belgien ist es ausgesprochen selten, dass sich der König nach aktuellen Ereignissen direkt an die Bevölkerung wendet.

+++ 19:12 IS-Flagge und Nagelbombe bei Hausdurchsuchung gefunden +++
Bei Hausdurchsuchungen in Brüssel haben Fahnder eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), einen Sprengsatz und chemische Substanzen gefunden. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit.

+++ 19:02 De Mistura: Frieden in Syrien ist dringend nötig +++
Die Terroranschläge in Brüssel zeigen nach Ansicht des UN-Sondergesandten Staffan de Mistura, wie dringend eine Beendigung des Krieges in Syrien ist. Er verwies darauf, dass sich die Terrororganisation Islamischer Staat (IS), die Teile Syriens unter Kontrolle hat, zu den Bluttaten in Brüssel bekannt hat. Eine politische Lösung müsse gefunden werden, damit in Syrien endlich alle Kräfte auf den Kampf gegen die IS-Terroristen konzentriert werden könnten und damit "gegen die eigentliche Gefahr für jeden - in Europa, in der Welt, in Syrien".

+++ 19:02 Behörden sehen bislang keine formale Verbindung zu Paris-Anschlägen +++
Die Ermittler sehen bislang keine eindeutige Verbindung zwischen den Terroranschlägen in Brüssel und denen am 13. November in Paris. "Für den Augenblick ist es nicht möglich, eine formale Verbindung zu den Anschlägen von Paris herzustellen", sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw bei einer Pressekonferenz. Auch die Bekennernachricht der Terrormiliz Islamischer Staat habe noch nicht eindeutig verifiziert werden können.

+++ 18:44 Zwei Verdächtige an deutsch-belgischer Grenze festgenommen +++
Belgische Behörden haben zwei Verdächtige tschetschenischer Staatsbürgerschaft an der deutsch-belgischen Grenze festgenommen. Sie würden zur Stunde verhört. Ob ein Zusammenhang mit den Attentaten in Brüssel besteht, könne noch nicht bestätigt werden. Das teilte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw bei einer Pressekonferenz mit.

Derzeit würden im ganzen Land Wohnungen auf der Suche nach verdächtigen durchsucht.

+++ 18:38 IS: Haben "Kreuzfahrerstaat Belgien" angegriffen +++
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich in einer Interneterklärung detaillierter zu den Anschlägen von Brüssel bekannt. In der Stellungnahme heißt es, mehrere "Soldaten des Kalifats" hätten mit Sprengstoffgürteln und Sprengkörpern den "Kreuzfahrerstaat Belgien" angegriffen. Dieser höre nicht auf, den Islam zu bekämpfen. Zugleich drohte der IS: "Wir versprechen den Kreuzfahrerstaaten, die sich gegen den Islamischen Staat verbündet haben, schwarze Tage, als Antwort auf ihre Aggression (...)".

+++ 18:24 Polizei fahndet nach drittem Attentäter +++
Nachdem am Flughafen Brüssel zwei Leichen und ein unbenutzter Sprengstoffgürtel gefunden wurden, stellt sich die Frage nach dem dritten, auch auf dem Foto der Verdächtigen abgelichteten mutmaßlichen Attentäter. Der belgische Innenminister warnte bereits vor einem flüchtigen Attentäter, die Polizei durchsucht derzeit Wohnungen in Brüssel und fahndet nach dem dritten Attentäter.

Die belgische Polizei hat nun auf Twitter ein Fahndungsfoto eines Terrorverdächtigen veröffentlicht. Das Bild zeigt einen Mann in weißer Jacke mit einem Flughafengepäckwagen und einer schwarzen Tasche.

Zeugen können sich unter der Nummer +32 800 30 300 oder unter der E-Mail-Adresse avisderecherche@police.belgium.eu melden. Hinweisgebern werde Vertraulichkeit zugesichert.

+++ 18:11 Polizei durchsucht Haus im Stadtteil Schaarbeek +++
Die belgische Polizei durchsucht derzeit ein Haus im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek. Wie das Nachrichtenportal HLN.be berichtet, suchen die beamten nach Verdächtigen im Umfeld der Anschläge am Morgen. Augenzeugen berichteten von einem massiven Polizeiaufgebot.

 

+++ 18:01 Ärzte finden Schrauben in Körpern der Opfer +++
Bei den Bombenanschlägen in Brüssel zündeten die Attentäter Nagelbomben. In den Krankenhäusern in Brüssel finden behandelnde Ärzte die Schrapnelle in den Körpern der Opfer.

Diese Aufnahme stammt von einem Patienten des Militärkrankenhauses Neder-over-Heembeek und zeigt die Brust eines Patienten, in der eine große Schraube steckt.

(Foto: picture alliance / dpa)

+++ 17:55 Brüsseler Hotels lassen Betroffene gratis übernachten +++
Brüsseler Hotels lassen Betroffene der Anschläge kostenlos übernachten. Das Angebot gelte auch für Angehörige, erklärte der Hotelverband der belgischen Hauptstadt, Brussels Hotels Association (BHA) laut Nachrichtenagentur Belga. Unter +32 2 648 50 02 können Interessierte sich nach freien Zimmern erkundigen.

+++ 17:43 Merkel sichert Belgien breite Unterstützung zu +++
Kanzlerin Angela Merkel hat der belgischen Regierung eine breite Unterstützung zugesagt. Sie habe am Nachmittag mit dem belgischen Premierminister Charles Michel gesprochen und ihm die "volle Solidarität Deutschlands und der Deutschen versichert", erklärte die CDU-Vorsitzende. "Wir werden in jeder Weise mit seiner Regierung und mit den belgischen Sicherheitskräften zusammenarbeiten, um die Schuldigen für die heutigen Verbrechen zu finden, festzusetzen und zu bestrafen", sagte Merkel.

+++ 17:29 Maaßen: Müssen uns auf Szenario wie in Brüssel einstellen +++
Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen sieht im Terror von Brüssel ein Muster für mögliche Attacken auch in Deutschland. "Die brutalen Anschläge in Brüssel belegen, wie ernst die terroristische Bedrohung in Europa derzeit ist", sagte Maaßen. Die Terroristen hätten koordiniert an mehreren Orten zugeschlagen. "Sie verfolgen das Ziel, die Knotenpunkte der westlichen Demokratien zu treffen und Angst und Schrecken zu verbreiten", mahnte er. "Auf dieses Szenario müssen wir uns als Sicherheitsbehörden auch in Deutschland einstellen."

+++ 17:18 Dritte Bombe am Flughafen konnte zerstört werden +++
Eine dritte Bombe am Flughafen konnte von Sicherheitskräften zerstört werden, bevor sie detonierte. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Aussagen des Provinzgouverneurs.

+++ 17:15 Flughafen bleibt geschlossen +++
Der Flughafen Zaventem bleibt nach Angaben des Betreibers auch am Mittwoch geschlossen. Die Aufräum- und Bergungsarbeiten am Flughafen haben begonnen.

+++ 17:03 Zeitung: Täter benutzten selben Sprengstoff wie in Paris +++
Die belgische Tageszeitung "De Standaard" berichtet unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass die Attentäter in Brüssel vermutlich denselben Sprengstoff verwendet haben, wie die Attentäter in Paris am 13. November vergangenen Jahres. Dabei handelt sich um TATP, einem vergleichsweise einfach herzustellenden Gemisch aus Schwefelsäure, Aceton und Wasserstoffperoxid.

+++ 16:50 Video zeigt Erschütterung der Explosion +++
Ein Video, das von dem belgischen Fernsehsender VRT verbreitet wird, soll die Erschütterung der Explosion im Flughafen Zaventem zeigen. Es stammt offenbar von einer Überwachungskamera in einer Apotheke des Flughafens.

+++ 16:43 Krisenzentrum rechnet mit rund 230 Verletzten +++
Bei den Anschlägen in Brüssel sind nach offiziellen Schätzungen etwa 230 Menschen verletzt worden - mehr als bisher bekannt. Das nationale Krisenzentrum veröffentlichte die Zahlen. Etwa 100 Menschen wurden demnach am Flughafen Zaventem verletzt, weitere 130 bei der Explosion in der Metrostation Maelbeek. Am Flughafen seien etwa zehn Menschen ums Leben gekommen, an der Metrostation ungefähr zwanzig. Die genaue Zahl der Opfer stehe aber noch nicht fest.

+++ 16:36 Foto zeigt mögliche Attentäter +++
Der Sender VRT und das Nachrichtenportal HLN.be haben ein Foto von drei Männern veröffentlicht, die den Anschlag auf dem Brüsseler Flughafen Zaventem mit mindestens 14 Toten verübt haben sollen. Der Sender teilte auf seiner Internetseite mit, die Polizei habe dies bestätigt.

+++ 16:24 IS bekennt sich zu Anschlägen +++
Die radikalislamische Miliz Islamischer Staat (IS) hat sich nach Angaben einer ihre nahestehenden Nachrichtenagentur zu den Anschlägen in Brüssel bekannt.

Die Agentur AMAQ erklärte:

"Kämpfer des Islamischen Staates haben am Dienstag eine Reihe von Anschlägen mit Bombengürteln und Sprengvorrichtungen verübt, die auf den Flughafen und eine zentrale Metro-Station der belgischen Hauptstadt Brüssel zielten."

+++ 16:18 Polizei schließt Durchsuchung des Flughafens ab +++
Die Gefahr am Flughafen Brüssel ist offenbar vorüber. Die Nachrichtenagentur Belga berichtet, die Polizei habe die Suche nach Waffen und Verdächtigen hier eingestellt.

+++ 16:04 Zentralrat der Muslime: Attentäter "wird der Zorn Gottes treffen" +++
Der Zentralrat der Muslime verurteilt die Attentate scharf: "Wie bereits bei den Terrorattentaten in Istanbul und Ankara wollen die Verbrecher und Massenmörder Angst und Schrecken verbreiten und die Gesellschaft spalten", sagt der Vorsitzende, Aiman Mazyek. Allen Terroristen, "egal welcher Couleur", müsse entgegnet werden: "Euch wird der Zorn Gottes und der gesamten Menschheit treffen. Diese Schandtaten werden niemals Erfolg haben."

+++ 15:58 Belgien verhängt dreitägige Staatstrauer +++
Belgiens Regierung verhängt Staatstrauer nach den Anschlägen von Brüssel. Sie soll drei Tage währen.

+++ 15:40 De Maizière ordnet Trauerbeflaggung an +++
Das Innenministerium ordnet für morgen für alle Bundesbehörden Trauerbeflaggung an. "Dies geschieht als Zeichen der Anteilnahme und Solidarität mit dem belgischen Volk nach der grausamen Anschlagsserie in Brüssel am heutigen Tag", heißt es in einer Mitteilung.

+++ 15:34 Krisenzentrum: "Haltet das Internet frei" +++
Das Krisenzentrum der belgischen Regierung ruft die menschen in dem Land dazu auf, vorläufig auf Musik- und Videostreaming zu verzichten. "Haltet das Internet frei für Kommunikation", twitterte die Behörde.

+++ 15:21 Bayern schließt Brüsseler Vertretung +++
Die Vertretung des Freistaats Bayern in Brüssel bleibt nach den Terroranschlägen bis nach Ostern geschlossen. Dann müsse geschaut werden, wie es nach dem langen Wochenende weitergehe, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei. Die Vertretung des Freistaates bei der Europäischen Union liegt in unmittelbarer Nähe zum EU-Parlament.

+++ 15:07 Bahnhöfe sollen wieder öffnen +++
Einem Bericht der Zeitung "La Libre" zufolge sollen die Bahnhöfe Brüssels um 16 Uhr wieder geöffnet werden. Es geht dabei explizit nicht um die Metro-Stationen. An den Bahnhöfen werde es eine erheblich erhöhte Präsenz des Militärs geben.

+++ 15:03 Mogherini kommen die Tränen +++

(Foto: imago/Xinhua)


Sichtlich bewegt gibt die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bei einem Besuch im jordanischen Amman ein Statement zu den Attentaten ab. Dabei kamen der Italienerin die Tränen. Sie sagte, es sei ein "sehr trauriger Tag für Europa". "Europa und seine Hauptstadt erleiden heute den gleichen Schmerz, den diese Region erlebt hat und jeden Tag erlebt." Es sei klar, dass die Wurzeln für diesen Schmerz die gleichen seien. "Wir sind vereint, nicht nur in unseren Opfern, sondern auch darin, auf diese Tat zu reagieren und gemeinsam Radikalisierung und Gewalt zu verhindern."

Video

+++ 14:54 Bericht: Terroristen zündeten offenbar Nagelbombe +++
Der Sender VRT berichtet, dass die Terroristen am Flughafen Zaventem offenbar eine Nagelbombe gezündet haben. Unter Berufung auf einen Vertreter der Universitätsklinik in Leuven hieß es, in den Körpern der Opfer seien Nägel gefunden worden.

+++ 14:48 Wilders: "Schuld am Blutvergießen ist der Islam" +++
Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders äußert sich schockiert über die Anschläge in Brüssel. Er mutmaßt, dass Amsterdam das nächste Ziel islamistischer Terroristen sein könne. "Es ist Zeit zu handeln", sagt Wilders. Er fordert, die nationalen Grenzen zu schließen und alle Dschihadisten zu verhaften, "denen wir törichterweise erlaubt haben, aus Syrien zurückzukehren". Und weiter: "Schuld an dem Blutvergießen ist der Islam. Wir müssen den Westen entislamisieren", fordert er.

(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

+++ 14:32 Auch Belgiens zweites AKW wird teilevakuiert +++
Der Betreiber Electrabel teilt mit, dass neben dem Atomkraftwerk Tihange auch der zweite belgische Standort Doel evakuiert werde. Mit dieser Maßnahme würden Sicherheitsanordnungen der Behörden umgesetzt. Dem Sprecher zufolge muss das nicht unbedingt notwendige Personal die Anlagen verlassen.

Video

+++ 14:23 Papst betet für Opfer +++
Papst Franziskus drückt den Opfern sein tiefes Mitgefühl aus. Er bete für sie und für die Verletzten und vertraue diejenigen, die ihr Leben verloren hätten, der Barmherzigkeit Gottes an. Franziskus verurteilt "die blinde Gewalt, die so viel Leid hervorruft". Er bitte Gott um das Geschenk des Friedens, so das katholische Kirchenoberhaupt.

+++ 14:17 Sender: Ermittler finden Kalaschnikow neben totem Attentäter +++
Die belgische Polizei findet nach einem Bericht des Senders VRT am Ort des Anschlages am Brüsseler Flughafen ein russisches Kalaschnikow-Sturmgewehr. Die Waffe habe neben dem toten Attentäter gelegen.

+++ 14:14 Bericht: Polizei findet Sprengstoffgürtel am Flughafen +++
Die Polizei findet am Brüsseler Flughafen einen Sprengstoffgürtel, der nicht gezündet wurde. Das meldet der flämische Privatsender VTM.

+++ 14:08 Belgisches AKW Tihange wird evakuiert +++
Das belgische Atomkraftwerk Tihange wird laut Agentur Belga nach den Anschlägen in Brüssel evakuiert. Die Anlage befindet sich 70 Kilometer von Aachen entfernt. Belga beruft sich auf den lokalen Polizeichef.

+++ 14:04 Armee warnt vor lautem Knall am Flughafen +++
Die belgische Armee bereitet die Menschen am Flughafen von Brüssel darauf vor, dass es zu einem lauten Knall kommen könnte. Sprengstoffexperten wollen ein verdächtiges Päckchen entschärfen.

+++ 14:01 NRW-Innenminister: Islamistenszene in Belgien droht zu "entgleiten" +++
Der Innenminister Nordrhein-Westfalens zeigt sich von den Attentaten in Brüssel erschrocken. Er sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger": "Erschreckend ist, dass die belgischen Behörden von den Vorbereitungen offenbar nichts mitbekommen haben." Es sei zu befürchten, dass die Islamistenszene in Belgien "entgleitet".

+++ 13:55 Belgischer Sender: Zahl der Toten steigt auf 34 +++
Einem Medienbericht zufolge ist die Zahl der Toten bei den Anschlägen von Brüssel weit höher als bislang angegeben. Nach Informationen des belgischen TV-Senders VRT kamen 34 Menschen ums Leben. Davon seien 14 Menschen bei dem Anschlag am Brüsseler Flughafen Zaventem umgekommen und 20 in der U-Bahn.

+++ 13:52 Minister: Womöglich noch potenzielle Attentäter unterwegs +++
Die belgische Regierung warnt vor einer womöglich noch immer existierenden Gefahr durch Attentäter in Brüssel. "Wir fürchten, dass Personen noch auf freiem Fuß sind", sagt Außenminister Didier Reynders dem Fernsehsender RTBF.

+++ 13:47 Krisenstab bietet Nummer für Menschen aus dem Ausland an +++
Wer Informationen über den Verbleib von Angehörigen in Brüssel bekommen möchte und aus dem Ausland anruft, soll eine andere Nummer wählen als Belgier. Das nationale Krisenministerium bittet, diese Nummer zu nutzen: +32 781 51 771

+++ 13:43 Anteilnahme in Frankreich ist groß +++
In Frankreich, dessen Hauptstadt Paris erst vor wenigen Monaten Ziel des Terrors war, verfolgen die Menschen mit besonders viel Mitgefühl die Nachrichten um die Attentate in Belgien:

 

+++ 13:34 Al-Ashar-Universität: "Gehässige Verbrechen" +++

Die islamische Al-Ashar-Universität in Kairo gilt als die höchste sunnitische Instanz. Die Institution verurteilte die Anschläge scharf: Diese "gehässigen Verbrechen" verletzten die "toleranten Lehren des Islams". Und weiter: "Wenn die internationale Gemeinschaft dieser Epidemie nicht vereint entgegentritt, werden die Korrupten niemals aufhören, ihre abscheulichen Verbrechen gegen Unschuldige zu verüben."

Großimam Ahmad Mohammad al-Tayyeb von der Al-Ashar-Universität hat übrigens neulich Deutschland besucht. Hier unser Text dazu.

+++ 13:29 Audi sagt Schicht in Brüssel ab +++
Der Autohersteller Audi sagt die Nachmittagsschicht in seinem Brüsseler Werk ab, die Bänder stehen still. Die rund 1100 Mitarbeiter seien aufgefordert, zu Hause zu bleiben, sagt eine Unternehmenssprecherin. Die Regierung hatte die Industriebetriebe in der Region zu einem solchen Schritt aufgerufen.

+++ 13:25 Trump: "Würde Grenzen zumachen" +++
Der republikanische Präsidentschaftsanwärter Donald Trump gibt Fox News ein Interview. Er gibt US-Präsident Barack Obama Ratschläge: "Ich würde unsere Grenzen zumachen", sagte er als Antwort auf die Frage, was er an Obamas Stelle machen würde. Zuvor hatte er getwittert:

+++ 13:16 Polizei durchsucht Häuser in der Region Brüssel +++
Im Großraum Brüssel finden derzeit mehrere Hausdurchsuchungen statt. Das berichtet der Sender RTBF.

+++ 13:11 Von Storch: "Hat alles nix mit nix zu tun" +++
Auch AfD-Europaabgeordnete Abgeordnete Beatrix von Storch befand sich im EU-Viertel Brüssels, als sich die Anschläge ereigneten. Bei Facebook äußert sie ihre ganz eigene Sicht der Dinge: "Viele Grüße aus Brüssel. Wir haben soeben das Parlament verlassen. Hubschrauber kreisen. Militär rückt an. Sirenen überall. Offenbar viele Tote am Flughafen und am Zentralbahnhof. Hat aber alles nix mit nix zu tun."

 

+++ 13:00 "Ich habe fünf Tote rausgetragen" +++
Augenzeugen berichten nach den Anschlägen in Brüssel von schrecklichen Szenen: Die Beine einiger Opfer seien bei den Explosionen auf dem Flughafen Brüssel förmlich zerschmettert worden. "Ich habe geholfen, fünf Tote rauszutragen", sagte der Flughafenmitarbeiter Alphonse Youla. "Ihre Beine waren kaputt, als wenn eine Bombe in einem Gepäckstück explodiert ist", sagte der 40-Jährige zu Reportern. Seine Hände waren blutverschmiert, "von den Leuten, die ich rausgetragen habe". Er habe vor der ersten Explosion einen Mann etwas auf Arabisch rufen hören. "Dann brach die Platten-Decke des Flughafens ein."

+++ 12:55 Bericht: Waffen am Flughafen gefunden +++
Im Brüsseler Flughafen sind laut Nachrichtenagentur Belga Waffen gefunden worden. Belga verwies auf eine gute informierte Quelle, eine offizielle Bestätigung gebe es aber nicht. Der Sender RTBF berichtete, in der Abflughalle sei eine Kalaschnikow gefunden worden.

+++ 12:45 De Maiziere: Festnahmen haben Islamisten angestachelt +++
Bundesinnenminister Thomas De Maiziere räumte ein, dass die Festnahme des mutmaßlichen Drahtziehers der Pariser Anschläge am Freitag die Islamisten in Belgien angestachelt habe. Davor dürfe man aber nicht zurückweichen, sagte der CDU-Politiker. "Diese Anschläge galten auch unserer Freiheit, unserer Bewegungsfreiheit."

+++ 12:35 Fotos bei Twitter zeigen angebliche Festnahmen +++
Bei Twitter werden Fotos geteilt, die angeblich Festnahmen nach den Anschlägen von Brüssel zeigen sollen. Die Polizeiaktion soll in der Nähe des Nordbahnhofs stattgefunden haben. Es ist bisher aber nicht klar, ob die Bilder authentisch sind und ob sie in Verbindung mit den Anschlägen stehen. Hier die Fotos:

 

+++ 12:25 Zahl der Toten erhöht sich auf mindestens 26 +++
Die Lage ist noch unübersichtlich. Die belgische Regierung will sich nicht festlegen, wie viele Menschen bei den Anschlägen insgesamt starben. Rechnet man die Meldungen offizieller Stellen zusammen, dann kommt man - Stand: jetzt - jedoch auf mindestens 26. Laut der Brüsseler Verkehrsbetriebe starben in der Metrostation Maelbeek 15 Menschen. Laut Gesundheitsministerin Maggie De Block verloren zudem elf Menschen am Flughafen ihr Leben.

+++ 12:22 Rotes Kreuz ruft zum Blutspenden auf +++
In Brüssel fehlen nach den Anschlägen offenbar Blutkonserven. Das Rote Kreuz rief dazu auf, Blut zu spenden. Gesucht würde vor allen Dingen nach den Blutgruppen A und Null mit dem Rhesusfaktor Negativ, hieß es. Spender sollten sich in der Region Wallonie melden, keinesfalls in Brüssel selbst.

+++ 12:19 Eiffelturm erstrahlt in Schwarz-Gelb-Rot +++
Der Pariser Eiffelturm erstrahlt in Gedenken an die Opfer der Anschläge von Brüssel in den belgischen Nationalfarben Schwarz, Gelb und Rot. Sie wolle den Opfern, deren Angehörigen und dem ganzen belgischen Volk die vollständige Solidarität der Pariser versichern, teilt Bürgermeisterin Anne Hidalgo mit. "Europa ist heute in seinem Herzen zum Ziel genommen worden."

+++ 12:16 Taxis in Brüssel fahren gratis +++
Die Taxis in Brüssel verkehren kostenlos. Der belgische Taxiverband Febet ruft seine Mitglieder über Twitter dazu auf, Menschen aus den betroffenen Gebieten zu fahren. Alle Metro-Stationen sind aus Sicherheitsgründen geschlossen.

+++ 12:12 De Maizière: Wir sind sensibilisiert +++
Innenminister Thomas de Maizière äußert sich zu den Anschlägen und den Implikationen für die Lage in Deutschland. Demnach seien die Sicherheitskräfte hierzulande sensibilisiert. Polizisten an neuralgischen Punkten würden robuste Ausrüstung tragen. Er habe keine Informationen über deutsche Todesopfer. Dies könne aber nur eine Zwischenbewertung sein. "Dieser Terroranschlag galt auch der EU", sagt er.

+++ 12:06 Gauck kondoliert König Philippe +++
Nun meldet sich auch Deutschlands Staatsoberhaupt, Bundespräsident Joachim Gauck, zu Wort: Er verurteilt die Anschläge als "schreckliches Verbrechen". "Deutschland steht angesichts dieser terroristischen Gewaltakte an der Seite Belgiens. Gemeinsam werden wir unsere europäischen Werte, Freiheit und Demokratie, verteidigen", betont Gauck in einem Kondolenzschreiben an König Philippe. "Wir sind von den Ereignissen schockiert, teilen die Trauer des belgischen Volkes und fühlen den Schmerz der Familien und Freunde der Opfer nach", erklärt Gauck.

Video

+++ 12:00 Augenzeugenberichte +++

Video

+++ 11:57 Belgien aktiviert Militär im Inneren +++
Noch eine Information von der Pressekonferenz von Premier Michel und dem Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw nach einer Krisensitzung. Michel sagte, das belgische Militär werde zur Verstärkung der Sicherheitsvorkehrungen eingesetzt.

+++ 11:55 Ermittler: Anschlag an Flughafen wohl Selbstmordattentat +++
Die Ermittler teilen mit, dass es sich bei dem Anschlag am Flughafen vermutlich um die Tat eines Selbstmordattentäters gehandelt habe.

+++ 11:52 Staatsanwalt: "Zu früh, um Zahl der Toten zu nennen" +++
Die belgische Staatsanwaltschaft will sich nicht festlegen, wie Menschen bei den Anschlägen von Brüssel gestorben sind. Es sei noch zu früh, um dies zu sagen, sagte ein Vertreter laut Reuters.

+++ 11:48 Michel: Belgien von "zwei feigen Anschlägen" getroffen +++
Die Informationslage sortiert sich nun so langsam: Regierungschef Michel teilte mit, Belgien sei von "zwei feigen Anschlägen" getroffen worden. Berichte über Explosionen an weiteren Metrostationen bestätigen sich damit offenbar nicht. Laut Michel habe es "viele Tote und viele Verletzte" gegeben.

+++ 11:45 n-tv: Explosion an Rue de la Loi war kontrollierte Sprengung +++
Wie n-tv erfahren hat, soll es sich bei der zweiten Explosion nahe der Rue de la Loi um eine kontrollierte Sprengung gehandelt haben. Demnach ist denkbar, dass es sich lediglich um eine Sicherheitsmaßnahme gehandelt hat. Es könnte aber auch die Beseitigung der Überreste eines gescheiterten weiteren Anschlagsversuchs gewesen sein.

Video

+++ 11:43 Belgien sichert Atomkraftwerke +++
Belgien sorgt sich auch um die Sicherheit der Atomkraftwerke des Landes. Wie die Agentur Belga berichtet, hat die Regierung die Sicherheitsvorkehrungen verstärken lassen.

+++ 11:38 Frankreich erhöht Polizeipräsenz +++
Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve gibt nach einem Krisentreffen im Élysée-Palast bekannt, dass das Land, das erst vor wenigen Monaten Ziel von Terroranschlägen geworden war, die Polizeipräsenz erhöhen werde. So sollen ab sofort 1600 Beamte zusätzlich auf Patrouille geschickt werden.

+++ 11:32 Bericht: Weitere Explosion in Brüssel +++
In der belgischen Hauptstadt Brüssel kommt es nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga zu einer weiteren Explosion. Sie ereignet sich nahe der Rue de la Loi - das ist in der Nähe der U-Bahnstation Maelbeek, in der es bereits eine Explosion mit mindestens zehn Toten gegeben hat.

+++ 11:30 Merkel: "Widerwärtige Anschläge" +++
Kanzlerin Angela Merkel reagiert über Regierungssprecher Steffen Seibert auf die Anschläge:

+++ 11:28 Facebook aktiviert Markierungsfunktion +++
Facebook bietet eine Funktion an, mit der Nutzer markieren können, ob sie nach der Attacke in Brüssel in Sicherheit sind. Den Service erreichen angemeldete Nutzer hier.

+++ 11:22 Lage an Metrostation ist noch chaotisch +++
Rund um die Metrostation Maelbeek herrscht noch immer Ausnahmezustand. Die Explosion ereignete sich um neun Uhr. Auch jetzt rasen noch Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn durch die Straßen. Die Station ist mittlerweile weiträumig abgesperrt. Über der Umgebung der Metrostation kreiste ein Hubschrauber. In schweren Limousinen mit Blaulicht eilten maskierte Sicherheitskräfte zu dem U-Bahnhof unter der normalerweise viel befahrenen Rue de la Loi. Die Straße war komplett für den Autoverkehr gesperrt.

Video

+++ 11:16 Auch alle übrigen Bahnhöfe in Brüssel sind zu +++
Nach den Terroranschlägen sind in Brüssel auf Anweisung der Polizei hin sämtliche Bahnhöfe geschlossen worden. Die Bahngesellschaft SNCB ruft Reisende auf, die belgische Hauptstadt bis auf weiteres nicht anzufahren. Betroffen sind auch die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge und die Eurostar-Verbindungen von Brüssel nach London. Die Deutsche Bahn teilte mit, dass der Zugverkehr von Aachen nach Brüssel eingestellt worden sei.

+++ 11:10 Behörden bitten um Ausweichen auf soziale Medien +++
Die belgischen Behörden rufen die Menschen dazu auf, das Telefonnetz nicht durch zu viele Anrufe zu belasten. "Rufen Sie nicht an. Nutzen Sie Textnachrichten oder soziale Medien. Das Netzwerk wird überlastet", twitterte das Krisenzentrum.

+++ 11:07 Altmaier: "Terroristen dürfen nie gewinnen" +++
Eine erste Reaktion gibt es jetzt auch aus dem Kanzleramt. Dessen Chef Peter Altmaier sagte Belgien und der EU deutschen Beistand zu. Er twitterte:

 

+++ 11:04 Video zeigt Situation vor Metrostation nach Anschlag +++

+++ 11:02 Bilder zeigen Evakuierung von U-Bahn +++
Bilder zeigen, wie Passagiere einer U-Bahn in einem Tunnel aus dem Zug geführt werden. Offenbar stand die Bahn auf halbem Weg zwischen den Stationen Schuman und Maelbeek. An letzterer Haltestelle detonierte einer der Sprengsätze.

 

+++ 10:58 König Philippe ist "schockiert" +++
Auch das belgische Königspaar reagiert auf die Ereignisse in Brüssel. Ein Sprecher sagte, die Monarchen seien "schockiert". König Philippe stehe im engen Kontakt mit der Regierung und den zuständigen Stellen.

+++ 10:55 Auswärtiges Amt mahnt zur Vorsicht +++
Das Auswärtige Amt hat einen Sicherheitshinweis für Brüssel veröffentlicht. Darin heißt es:

 

Das Ministerium hat zudem eine Notfallnummer für Fragen geschaltet: 030 - 5000 3000

+++ 10:50 Feuerwehr: Mindestens 21 Tote bei Anschlägen in Brüssel +++
Die Nachrichtenagentur AFP meldet unter Berufung auf die Feuerwehr: Bei den Explosionen in Brüssel habe es mindestens 21 Tote gegeben. Die Agentur Belga meldet, am Flughafen alleine seien 11 Menschen umgekommen.

+++ 10:48 Maas: "Ein schwarzer Tag für Europa" +++
Als erstes deutsches Regierungsmitglied äußert sich Justizminister Heiko Maas von der SPD bei Twitter zu den Anschlägen:

+++ 10:44 Spaniens Außenminister macht IS verantwortlich +++
Spaniens Außenminister José Manuel García-Margallo glaubt, die Anschläge in Brüssel seien vom IS verübt worden. "Es handelt sich um eine koordinierte Aktion an verschiedenen Stellen der Stadt", sagte er dem Radiosender Cadena Cope. "Dieser Terrorismus ist wie ein Krebs, der sich über die ganze Welt ausbreitet." Der IS verfüge über Terrorzellen, die die Organisation in kürzester Zeit aktivieren könne. "Diese Gruppen brauchen keine große Vorbereitung, es genügt ein Befehl, und sie schlagen zu", so García-Margallo.

+++ 10:39 Putin: "Barbarisches Verbrechen" +++
Eine erste internationale Reaktion kommt aus Moskau. Russlands Präsident Wladimir Putin verurteilte die Anschläge als "barbarisches Verbrechen". Der Terrorismus kenne keine Grenzen und müsse daher in aktiver internationaler Zusammenarbeit bekämpft werden, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Putin habe dem belgischen König Philippe sein Beileid ausgesprochen, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Unter den Opfern bei mehreren Explosionen in Brüssel seien nach ersten Erkenntnissen keine russischen Staatsbürger, teilte das Außenministerium in Moskau mit.

+++ 10:36 Augenzeuge: "Da war ein riesiger Lichtblitz" +++
Im niederländischen Radio berichtet Reporter Dennis Kranenburg von dem Anschlag am Flughafen. Er war zufällig anwesend: "Wir kamen gerade an und wollten einchecken. Da war in etwa 30, 40 Meter Entfernung ein riesiger Lichtblitz. Große Brocken von der Decke fielen runter. Jeder fing an zu schreien und die Leute rannten weg."

+++ 10:34 Belgischer Premier Michel ruft Sicherheitsrat zusammen +++
Der belgische Regierungschef Charles Michel ruft den nationalen Sicherheitsrat zusammen. Dem Gremium gehören die wichtigsten Minister der Regierung an. Michel will sich später bei einer Pressekonferenz äußern.

+++ 10:27 Flughäfen in Berlin verschärfen Vorsichtsmaßnahmen +++
Auch an den Berliner Flughäfen lassen die Betreiber Vorsicht walten. Die Besucherterrasse des Flughafens Tegel bleibt bis auf weiteres geschlossen. Flüge nach Brüssel gibt weder von hier noch von Schönefeld.

+++ 10:21 Niederländischer Premier geht von Terroranschlägen aus +++
Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte geht davon aus, dass Terroristen für die Explosionen am Brüsseler Flughafen und in U-Bahnstationen verantwortlich sind. "Belgien wurde erneut von feigen und mordenden Anschlägen getroffen", sagte Rutte. Er sprach den Angehörigen und Opfern sein Mitgefühl aus und bot dem Nachbarland alle Hilfe an.

Bilderserie

+++ 10:17 Polizei lässt Tunnel in Brüssel schließen +++
Nach den Brüsseler Metro-Stationen werden nun auch Tunnel in der belgischen Hauptstadt gesperrt. Die Polizei habe angeordnet, den Jubelparktunnel sowie den Wettunnel in Richtung Zentrum zu sperren, teilte die Verkehrsleitstelle Mobiris mit.

+++ 10:14 Sender: Zehn Tote bei Explosion in Metro-Station +++
Laut dem belgischen Sender VTM gibt es Berichte darüber, dass alleine bei der Explosion in der Metro zehn Tote gegeben habe.

+++ 10:13 Staatsanwaltschaft geht von Terroranschlägen aus +++
Die belgischen Sicherheitsbehörden gehen nach den Explosionen am Flughafen und den U-Bahnstationen in Brüssel von Terroranschlägen aus. Die Staatsanwaltschaft habe Antiterror-Ermittlungen aufgenommen, berichtete der öffentliche Sender RTBF.

+++ 10:12 Krisenzentrum: "Bleiben Sie, wo Sie sind" +++
Das belgische Krisenzentrum ruft die Bevölkerung zu Vorsicht auf. "Bleiben Sie, wo Sie sind", lautet der Aufruf.

+++ 10:10 Mitarbeiter der EU-Kommission müssen in Gebäude bleiben +++

+++ 10:07 Niederlande kontrollieren Grenze zu Belgien +++
Auch in den Niederlanden rüsten sich die Behörden für alle Eventualitäten. Die Sicherheitsmaßnahmen seien erhöht worden, teilt die zuständige Anti-Terrorismus-Behörde mit. Auf den Flughäfen Amsterdam Schiphol, Rotterdam und Eindhoven wurden zusätzliche Patrouillen der Grenzpolizei eingesetzt. Auch an der Grenze zu Belgien werde strenger kontrolliert.

+++ 10:03 Sender: Mindestens 13 Tote bei Explosionen am Flughafen +++
Bei den Explosionen am Brüsseler Flughafen sind nach Angaben des belgischen Senders VRT mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. 35 Personen seien verletzt worden, berichtete der Sender.

+++ 10:01 Rotes Kreuz richtet Notfall-Website ein +++
Auch das belgische Rote Kreuz bietet Hilfe für Menschen an, die auf der Suche nach Angehörigen sind. Auf einer Website können Personen angeben, dass sie in Sicherheit sind, meldet die Hilfsorganisation.

+++ 9:58 Bericht: Angeblich Explosionen an vier U-Bahn-Stationen +++
Womöglich hat es weitere Explosionen in Brüssel gegeben. Neben dem Flughafen und der Metrostation Maelbeek sollen drei weitere Stationen betroffen gewesen sein, schreibt eine Journalistin bei Twitter. Sie beruft sich auf die Feuerwehr.

 

+++ 9:53 Belgisches Staatsfernsehen spricht von Selbstmordattentäter +++
Es ist noch unbestätigt, doch alles, was man aus Brüssel hört, deutet darauf hin, dass das stimmen könnte: Das belgische Staatsfernsehen spricht laut Sky News im Zusammenhang mit den Detonationen von Selbstmordanschlägen.

+++ 9:51 Verletzte an Metrostation Maelbeek +++
Es gibt neue Informationen über die Explosion in der Metrostation Maelbeek. Laut dpa hat es hier Verletzte gegeben. Von Toten ist bisher nicht die Rede. Eine Person werde auf einer Bahre versorgt.

+++ 9:48 Brüsseler Flughafen richtet Hotline ein +++
Die Flughafengesellschaft von Brüssel hat eine Rufnummer bekanntgegeben, unter der sich Freunde und Verwandte erkundigen können, wenn sie in Sorge über ihre Angehörigen sind: +32 2 753 73 00

+++ 9:46 Jets mit Ziel Brüssel werden nach Frankfurt umgeleitet +++
Nach den Explosionen in Brüssel richtet sich der Frankfurter Flughafen darauf ein, umgeleitete Passagierjets aus der belgischen Hauptstadt aufzunehmen. Eine erste Maschine der österreichischen Gesellschaft Austrian Airlines sei bereits nach Frankfurt dirigiert worden, berichtete ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Starts nach Brüssel werden wohl abgesagt.

+++ 9:43 Krankenhäuser stellen sich auf viele Verletzte ein +++
Die Krankenhäuser in Brüssel haben einen eigens für solche Fälle konzipierten Notfallplan aktiviert. Die Krankenhäuser stellen sich auf die Aufnahme von vielen Verletzten ein.

+++ 9:40 Video womöglich eine Fälschung +++

Es gibt Zweifel daran, dass das vorhin gezeigte Video von der Explosion echt ist. Wir haben es daher hier zunächst wieder entfernt.

+++ 9:38 Flughafen bittet Passagiere, zuhause zu bleiben +++

+++ 9:34 Metro schließt alle Stationen in Brüssel +++
Nach den Explosionen am Flughafen und der Metrotation Maelbeek wird die komplette U-Bahn Brüssels stillgelegt. Alle Stationen sind geschlossen. Die Detonation in der U-Bahn wurde mittlerweile von einem Mitarbeiter des Unternehmens bestätigt.

+++ 9:27 Weitere Explosion in Brüsseler U-Bahnstation nahe EU-Viertel +++
In der Metrostation Maelbeek in der Nähe der EU-Behörden gab es ebenfalls eine Detonation. Das berichten belgische Medien.

+++ 9:26 Detonationen am Schalter der American Airlines +++
Es kristallisiert sich heraus: Die Explosionen ereigneten sich in der Nähe der Check-In-Schalter. Offenbar war die Vertretung der American Airlines betroffen.

+++ 9:20 Bundespolizei verschärft Kontrollen am Frankfurter Flughafen +++
Auch in Deutschland reagieren die Sicherheitsbehörden auf die Ereignisse in Brüssel. Die Bundespolizei verschärft die Kontrollen am größten deutschen Flughafen in Frankfurt. Die Beamten würden sensibilisiert und die Streifen in bestimmten Bereichen verstärkt. Nähere Einzelheiten wolle man aus taktischen Gründen nicht nennen.

+++ 9:17 Regierung ruft höchste Terrorwarnstufe aus +++
Die belgische Regierung ruft die höchste Terrorwarnstufe nach den Explosionen in Brüssel aus. Offiziell bestätigt war es bisher nicht, dass es sich um einen Anschlag gehandelt hat.

+++ 9:14 Berichte über Schüsse und arabische Sprachfetzen +++
Es gibt neue Berichte von Menschen, die im Inneren des Flughafens waren, als sich die Explosionen ereigneten. Demnach sollen vor den Detonationen Schüsse gefallen sein. Zudem hätten Personen arabisch gesprochen. Ob diese Personen Attentäter waren, wird aus den Berichten nicht ersichtlich.

+++ 9:11 Augenzeugen: Explosionen folgten dicht aufeinander +++
Es gibt Augenzeugen, die der Agentur Belga erzählt haben, was sie erlebt haben. Demnach sollen die sich die beiden Explosionen kurz hintereinander ereignet haben. Nach der ersten Detonation habe bereits die geordnete Evakuierung begonnen. Chaos sei nicht ausgebrochen.

+++ 9:09 Feuerwehr: Mehrere Tote bei Explosionen+++
Bisher gab es Berichte über einen Toten, nun verdichtet es sich, dass es mehrere Tote und etliche Verletzte gegeben hat. Mehrere belgische Medien berichten dies und berufen sich auf die Feuerwehr.

+++ 9:06 Explosionen ein Racheakt für Abdeslams Festnahme? +++
Wer oder was steckt hinter den Explosionen? Viel spricht dafür, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. Brüssel ist seit den Pariser Attentaten im Fokus vieler Terrorermittlungen. Erst am vergangenen Freitag wurde der letzte gesuchte Attentäter von Paris, Salah Abdeslam, hier festgenommen. Es könnte sich also um einen Racheakt handeln.

+++ 9:03 Behörden lösen Katastrophenplan aus +++
Die Agentur Belga meldet, dass der regionale Katastrophenplan ausgelöst worden ist. Zuständige Behörden stimmen sich mit dem nationalen Krisenzentrum ab.

+++ 8:58 Flüge nach Brüssel werden umgeleitet +++
Flugzeuge mit dem Ziel Brüssel Zaventem werden derzeit umgeleitet. Kein Flieger startet und landet hier. Das meldet der Sender La Première unter Berufung auf die belgischen Flugaufsichtsbehörde. Auch der Zugverkehr zum Flughafen ist unterbrochen.

+++ 8:20 Explosionen am Brüsseler Flughafen +++
Am Flughafen der belgischen Hauptstadt Brüssel hat es Explosionen gegeben. Mindestens ein Mensch ist tot, es gibt viele Verletzte. Es gibt Augenzeugenberichte, nach denen es weit mehr als einen Toten gibt. Wir halten Sie in unserem Liveticker über die Lage auf dem Laufenden.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen