Politik
Freitag, 13. November 2015

+++ Liveticker zu den Anschlägen in Paris +++: +++Das geschah am Samstag, 14.11.2015, ab 13:00 Uhr+++

An dieser Stelle beendet n-tv.de seinen Liveticker vom 14. November 2015. Über die aktuellen Ereignisse informieren wir Sie hier.

+++ 00:00 Hamas und Islamischer Dschihad verurteilen Anschlagsserie +++

Die radikalislamische Hamas-Bewegung und die Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad distanzieren sich öffentlich von den Terrorattacken in Paris. In einer per Mail verbreiteten Mitteilung sprach der hochrangige Hamas-Anführer Bassem Na'eem von "barbarischen Attacken". Nafes Assam vom Islamischen Dschihad sagte vor Reportern: "Ich glaube nicht, dass der Islam dieses willkürliche und rücksichtlose Töten erlaubt." Beide Gruppen waren in der Vergangenheit für eine Reihe von Selbstmordattentaten verantwortlich, die Hunderte Israelis töteten. Die im Gazastreifen herrschende Hamas war in den vergangenen Monaten wiederholt gegen salafistische Gruppen vorgegangen, die sich dem Islamischen Staat (IS) angeschlossen haben oder mit diesem sympathisieren.

+++ 23:22 Französische Medien: Vater und Bruder eines Attentäters festgenommen +++
Wie die französische Zeitung "Le Figaro" berichtet, sind der Vater und der Bruder eines Terroristen, der am Anschlag auf den Pariser Konzertsaal Bataclan beteiligt war, in Untersuchungshaft genommen worden. Laut der Nachrichtenagentur AFP sollen zudem sowohl das Haus des Vaters in der Kleinstadt Romilly-sur-Seine, 130 km östlich von Paris, als auch das Haus des Bruders in Bondoufle durchsucht worden sein.

+++ 23:10 Fenster hell erleuchtet: Kerzen für Paris +++
In Frankreich leuchten für die Opfer der Anschläge und als Zeichen für die Solidarität mit Paris und den Widerstand gegen den Terror Kerzen in den Fenstern. Unter dem Hashtag #UneBougiePourParis verbreiten sich die Bilder im Netz.

+++ 22:50 Zweiter mutmaßlicher Terrorist wohl über Griechenland eingereist +++
Ein zweiter mutmaßlicher Angreifer ist wahrscheinlich über Griechenland in die Europäische Union eingereist. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters aus Insiderkreisen. Die Ermittlungen laufen. Zuvor war an einem der Anschlagsorte in Paris ein syrischer Pass gefunden worden. Der Eigentümer war offenbar über Griechenland gereist. Eine offizielle Erklärung dazu lag zunächst nicht vor. Die griechischen Sicherheitsbehörden hätten in beiden Fällen die Fingerabdrücke der mutmaßlichen Terroristen an die französischen Behörden übermittelt, hieß es.

+++ 22:42 Valls: Frankreich ist im Krieg gegen IS-Miliz +++
Manuel Valls sieht sein Land im Krieg mit der IS-Terrormiliz. "Ja, wir sind im Krieg", sagt der französische Regierungschef dem Sender TF1. Frankreich werde handeln, um diesen Feind zu zerstören. "Wir ergreifen daher außergewöhnliche Maßnahmen. Und diesen Krieg werden wir gewinnen", schreibt Valls auf Twitter.

+++ 22:20 Räumung am Eiffelturm war falscher Alarm +++
Die Räumung der Gegend um den Eiffelturm basierte auf einem falschen Alarm. Das teilt laut Sky News ein Sprecher des französischen Innenministeriums mit.

+++ 22:08 Polizei räumt Gegend um den Eiffelturm +++
Einem Reuters-Bericht zufolge räumt die Pariser Polizei die Gegend rund um ein Hotel in der Nähe des Eiffelturms. Es laufe ein Polizeieinsatz in und um das Pullman Hotel. Ein Reporter von Fox News berichtet: "Die Polizei geht nun von Raum zu Raum." Auch er kennt die genauen Hintergründe nicht.

+++ 21:46 Bataclan war offenbar doch kein zufälliges Ziel +++
Die Version eines willkürlich gewählten Anschlagsortes gerät ins Wanken. Wie mehrere israelische Medien berichten, wurde das Bataclan bis vor zwei Monaten über Jahrzehnte von jüdischen Eigentümern geführt. Bis im September habe es auch regelmäßig pro-israelische Veranstaltungen gegeben. Bereits 2011 habe eine Terrorgruppe um den 17-jährigen Belgier Cécile Vannier auf den Veranstaltungsort einen Anschlag verüben wollen, berichtet "Le Monde".

+++ 21:37 Tausende Berliner am Brandenburger Tor +++
Tausende Menschen bekunden in Berlin Trauer und Mitgefühl. Der Pariser Platz vor der französischen Botschaft verwandelt sich bis zum Abend in ein wahres Blumen- und Kerzenmeer. Wie die Polizei mitteilt, waren zur Spitzenzeit rund 2000 Menschen gleichzeitig am Platz.

+++ 21:23 Französische Börse öffnet ganz normal am Montag +++
Die französische Börse wird am Montag normal geöffnet. Die Börse befindet sich mehrere Kilometer von den Anschlagsorten entfernt. Es wäre nicht verwunderlich, wenn der Aktienmarkt zwei bis drei Prozent fällt, sagt Yogi Dewan von der britischen Investmentfirma Hassium Asset Management der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Versicherungsbranche sowie Aktien von Reiseveranstaltern werden wohl auf die Terroranschläge reagieren.

Französische Soldaten auf dem Flughafen Charles de Gaulle.
Französische Soldaten auf dem Flughafen Charles de Gaulle.(Foto: AP)

+++ 21:00 Frankreich mobilisiert 3000 weitere Soldaten +++
Paris schickt 3000 zusätzliche Soldaten auf die Straße. Das teilt die französische Präsidentschaft mit. In der Nacht direkt nach den Anschlägen seien bereits 500 Soldaten mobilisiert worden, heißt es aus dem Umfeld von Staatschef Hollande. 1000 weitere Soldaten seien am Samstag eingesetzt worden, bis Dienstag sollten 1500 weitere folgen.

+++ 20:49 Foo Fighters brechen Europatournee ab +++
"Mit großer Trauer und tief empfundener Sorge für jeden in Paris sehen wir uns gezwungen, den Rest unserer Tour abzusagen", erklärt die US-Rockband Foo Fighters. Eigentlich wollte sie nach einem Konzert in Turin am Montag in Paris und anschließend noch in Lyon und Barcelona spielen. "Im Lichte dieser sinnlosen Gewalt, der Schließung von Grenzen, der internationalen Trauer, können wir jetzt nicht weitermachen", heißt es weiter. "Es gibt keine andere Art, es zu sagen. Das ist verrückt und zum Kotzen. Unsere Gedanken und Gebete sind bei jedem, der verletzt wurde oder einen Lieben verloren hat."

+++ 20:37 Frankreich wird Luftschläge in Syrien fortsetzen +++
Frankreich will auch nach den Anschlägen den IS weiter in Syrien aus der Luft angreifen. Das kündigt Ministerpräsident Manuel Valls an.

+++ 20:28 Crew-Mitglied der Eagles of Death Metal unter den Toten +++
Bei den Terror-Anschlägen wurde auch ein Crew-Mitglied der Eagles Of Death Metal ermordet, wie "Ipacec Recordings" meldet. Auf der Facebookseite des Labels heißt es, dass Nick Alexander unter den Opfern sei. Der Brite soll, wie wiederum von Fans auf der Facebook-Bandsite berichtet wird, den Merchandise-Stand der Eagles of Death Metal betreut haben.

+++ 20:18 De Maizière warnt vor einem "Missbrauch der Debatte um Flüchtlinge +++
"Die Gefährdungslage war und ist hoch", sagt Bundesinnenminister de Maizière im Interview mit RTL. "Wir prüfen im Moment mögliche Deutschlandbezüge zu dieser Tat." Zugleich warnt er vor einem "Missbrauch der Debatte um die Flüchtlinge".

Hier können Sie das komplette Interview lesen.
 

+++ 19:52 Trotz Versammlungsverbot: Franzosen bekunden Solidarität +++
Tausende Franzosen gedenken in verschiedenen Städten des Landes der Opfer. Auf dem Platz der Republik versammeln sich trotz eines offiziellen Versammlungsverbots bis zu 200 Menschen, um vor der riesigen Bronzestatue im Zentrum des Platzes Kerzen zu entzünden, Blumen niederzulegen oder einen Moment in Stille zu verharren. Der Platz liegt in direkter Nachbarschaft der Anschlagsorte im Osten von Paris.

+++ 19:41 Eine US-Amerikanerin unter den Opfern +++
Eine amerikanische Frau wurde bei den Terrorangriffen in Paris ermordet. Das berichtet CNN unter Berufung auf drei US-Beamte.

+++ 19:33 Molins bestätigt: Drei Explosionen am Stade de France +++
Am Stadion Stade de France haben sich nach Angaben von Staatsanwalt François Molins drei Explosionen ereignet. Die Leiche eines Selbstmordattentäters wurde in der Nähe gefunden. Die sieben Terroristen benutzten Sturmgewehre des Typs Kalaschnikow. Außerdem hätten sie die absolut gleiche Art von Sprengstoffwesten getragen, so Molins. Einer der Angreifer ist als 29-jähriger Franzose identifiziert worden, der den Behörden wegen seiner Radikalisierung bekannt war. Er sei mehrfach vorbestraft, allerdings niemals wegen Verbindungen in dschihadistische Netzwerke, sagt der Staatsanwalt weiter.

+++ 19:23 Diarra trauert um Cousine - Griezmanns Schwester entkam +++
Der französische Fußball-Nationalspieler Lassana Diarra trauert um seine Cousine. "Meine Cousine Asta Diakite ist unter den Opfern bei einer der Schießereien. Sie war für mich ein Vorbild, eine Unterstützerin, eine große Schwester", schreibt der Spieler von Olympique Marseille. Die Schwester von Antoine Griezmann überstand dagegen unbeschadet das Attentat auf den Pariser Konzertsaal Bataclan. "Gott sei Dank konnte meine Schwester den Bataclan verlassen. Alle meine Gebete gelten den Opfern und ihren Familien", twittert der Spieler von Atlético Madrid: "Vive la France."

+++ 19:18 Zahl der Toten steigt auf 129 +++
Die Zahl der Toten der Anschläge ist auf 129 gestiegen. Das teilt die Pariser Staatsanwaltschaft mit. Diese Zahl sei angesichts der großen Zahl von Schwerverletzten allerdings vorläufig, sagt Staatsanwalt François Molins. Es gebe 352 Verletzte, 99 davon akute Notfälle. Sieben Terroristen seien gestorben.

+++ 19:02 Londoner halten Mahnwache am Trafalgar Square +++
Zwei in London ansässige Franzosen, Théophile Rampal und Jean-Dominique Nguélé, haben eine Kerzenlicht-Mahnwache für den Abend (Beginn 21 Uhr) organisiert. Mehr als 2000 Menschen werden erwartet. Weitere Mahnwachen werden auch für Glasgow und Liverpool angekündigt.

+++ 18:41 Ein Paris-Attentäter wollte ins Stadion +++
Mindestens einer der Angreifer hatte ein Ticket für das Fußball-Länderspiel im Stade de France. Das berichtet das "Wall Street Journal" und bezieht sich dabei auf die Aussage eines Wachmannes. Beim Sicherheitscheck habe er bei dem Angreifer eine Sprengstoffweste entdeckt. Daraufhin sei der Terrorist geflüchtet und habe die Weste zur Detonation gebracht.

Mehr dazu hier.

+++ 18:28 Zwei tunesische Schwestern unter den Opfern +++
Unter den Todesopfern befinden sich mindestens zwei Tunesierinnen, gibt der tunesische Minister für auswärtige Angelegenheiten bekannt. Die beiden 34 und 35 Jahre alten Schwestern waren am Abend beim Geburtstag eines Freundes, als der Angriff erfolgte.

+++ 18:21 Steinmeier: Anschläge verstärken Entschlossenheit +++
Die internationale Syrien-Konferenz in Wien beschließt einen "Fahrplan" zur Überwindung des Bürgerkriegs. In der Abschlusserklärung der Teilnehmer der Konferenz heißt es, es sollten "sofort vertrauensbildende Maßnahmen ergriffen werden", um den Weg für einen "landesweiten Waffenstillstand" zu bereiten. Vorerst erscheine ein Waffenstillstand utopisch, sagt Außenminister Steinmeier. Die Anschläge von Paris haben die Entschlossenheit verstärkt, in Syrien voranzukommen. Das dortige Töten müsse ein Ende haben, sagt der deutsche Außenminister.

 

+++ 18:14 Weitere Festnahmen in Brüssel +++
Die belgische Polizei nimmt mehrere Menschen im Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris fest. Das bestätigt der Justizminister Koen Geens. In der französischen Hauptstadt sei nach den Anschlägen ein Mietwagen mit einer Verbindung in den Brüsseler Stadtteil Molenbeek entdeckt worden.

+++ 18:00 EU ruft für Montag zu einer Schweigeminute auf +++
Die EU kündigt eine Verschärfung der gemeinsamen Terrorbekämpfung an. "Das ist ein Angriff auf uns alle", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs und der EU-Institutionen. Zudem ruft sie zu einer Schweigeminute auf.
 

+++ 17:50 Rheinland-Pfalz setzt Polizei in Alarmbereitschaft +++
Das Land Rheinland-Pfalz versetzt seine Polizei und die Hubschrauberstaffel in Alarmbereitschaft. Schwer bewaffnete Streifen sollten gemeinsam mit der Bundespolizei von der Nacht zum Sonntag an die Grenze zum Nachbarland Frankreich patrouillieren. Die Beamten würden dazu mit Maschinenpistolen und Schutzwesten ausgerüstet, teilt ein Sprecher des Innenministeriums in Mainz mit.

+++ 17:36 Ein Terrorist kam aus der Türkei nach Griechenland +++
Der Eigentümer des syrischen Passes, der an einem der Anschlagsorte in Paris gefunden wurde, ist offenbar über Griechenland gereist. Er habe die griechische Insel Leros am 3. Oktober passiert, sagt der Minister für Zivilschutz, Nikos Toskas.

+++ 17:28 Eine Festnahme bei Polizeirazzia in Brüssel +++
Belgische Medien berichten, dass zurzeit Polizeieinsätze in Brüssel im Gange sind. Ein Mann wurde demnach festgenommen. Schwer bewaffnete Polizisten durchsuchen mehrere Häuser im Stadtteil Molenbeek. Nach Informationen der belgischen Zeitung "La Dernière Heure" kommen drei der Attentäter von Paris aus Molenbeek.

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+++ 17:15 Brandenburger Tor erstrahlt in Bleu-Blanc-Rouge +++

 

+++ 17:10 Staatsanwalt gibt um 19 Uhr Pressekonferenz +++
Der für Terrorismus zuständige französische Staatsanwalt François Molins kündigt für Samstagabend eine Pressekonferenz an. Molins will demnach um 19.00 Uhr im Justizpalast von Paris über die Anschläge vom Freitagabend mit mindestens 128 Toten informieren.

+++ 17:07 De Maizière: Deutschland weiter im Fadenkreuz des Terrorismus +++
De Maizière sieht Deutschland nach den Anschlägen von Paris weiter im Visier des internationalen Terrorismus. "Die Lage ist ernst. Jetzt gilt es, zusammenzustehen in Regierung und Parlament, in der Bevölkerung und in Europa", sagt er zu Konsequenzen aus den Terrorattacken von Paris. "Auch Deutschland steht unverändert stark im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus." Er bittet zudem darum, dass keiner vorschnell "einen Bogen zum Thema Flüchtlingen schlägt".

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+++ 17:00 Franzose mit Schusswaffe in Gatwick verhaftet +++
Am Londoner Flughafen Gatwick wird ein mit einer Schusswaffe bewaffneter Franzose festgenommen. Das meldet die britische Polizei. Zuvor hatte die Polizei ein Terminal des Flughafens nach dem Fund eines verdächtigen Gepäckstücks geräumt.

+++ 16:56 Obama ruft Sicherheitsteam zusammen +++
US-Präsident Barack Obama ruft nach den Terroranschlägen von Paris sein nationales Sicherheitsteam zusammen. Er werde sich vor seinem Abflug zum G20-Gipfel in der Türkei über jüngste geheimdienstliche Erkenntnisse informieren lassen, heißt es im Weißen Haus. Journalisten berichteten von massiven Sicherheitsvorkehrungen im Umfeld und beim Betreten der US-Regierungszentrale. Es gebe aber keinerlei Hinweise auf etwaige geplante Terrorattacken in den USA, betonten die zuständigen Behörden.

+++ 16:31 Polen will keine Flüchtlinge aufnehmen +++
Nach den Anschlägen will die neue polnische Regierung keine Flüchtlinge im Rahmen des EU-Umverteilungsprogramms aufnehmen. Dies kündigt der designierte Europaminister Konrad Szymanski an. Zwar sei der von seinem Land schon immer kritisierte Beschluss nun de facto "europäisches Gesetz", schreibt Szymanski auf der rechtspopulistischen Internetseite wPolityce.pl. "Aber nach den tragischen Ereignissen von Paris sehen wir nicht die politische Möglichkeit, diesen zu respektieren."

+++ 16:25 Länderspiel ENG - FRA findet statt +++
Das Testspiel Frankreich gegen England am kommenden Dienstag im Londoner Wembley-Stadion soll trotz der Terrorattacken von Paris ausgetragen werden. Das berichtet die Sportzeitung "L'Équipe" auf ihrer Internetseite mit Berufung auf den Französischen Fußballverband FFF. Nur im Falle einer konträren Entscheidung der Sicherheitsbehörden müsste die Partie ausfallen.

Programmhinweis

n-tv berichtet den ganzen Tag live aus Paris. In stündlichen Sondersendungen informieren wir Sie über die neusten Erkenntnisse und Hintergründe zu den Anschlägen. Unsere Kollegen von RTL berichten in einer Spezialausgabe von RTL aktuell um 18:45 Uhr über den Terror in Frankreich.

+++ 16:16 Pariser Krankenhäuser versorgen 300 Menschen +++
300 Menschen haben die Pariser Krankenhäuser nach der Terrorwelle versorgt. 80 Opfer seien als akute Notfälle behandelt worden, teilt die Krankenhausverwaltung mit. 43 Menschen wurden als Zeugen oder Angehörige von Opfern in Behandlung genommen. Bis zum frühen Nachmittag hätten 53 Menschen die Krankenhäuser bereits wieder verlassen können. Die Mehrheit der Betroffenen stehe unter Schock und litt unter Traumata, die eine längerfristige Versorgung nötig machen könnten.

+++ 16:03 Musiker bewegt vor dem Bataclan-Theater mit "Imagine" +++
Einen bewegenden Moment der Solidarität erleben die Menschen vor dem Bataclan-Theater, als dort ein Musiker mit seinem Klavier auftaucht und John Lennons Song "Imagine" spielt.

 

+++ 15:50 De Maizière: Überwachen uns bekannte islamistische Gefährder +++
"Mein Herz ist schwer von Trauer und Mitgefühl mit den Angehörigen. Wer mag, kann beten. Ich tue das", sagt Innenminister Thomas de Maizière in einer ersten Stellungnahme. "Wir überwachen ganz genau die uns bekannten islamistischen Gefährder, ihre Sympathisanten, aber auch die Rechtsextremisten, die auf einen solchen Anschlag reagieren könnten", so der Minister weiter. Ob es einen Zusammenhang zur Festnahme in Rosenheim gibt, ist noch unklar.

+++ 15:42 Merkel und Minister tragen sich in Kondolenzbuch ein +++
Bundeskanzlerin Merkel und mehrere Minister tragen sich in Berlin in ein Kondolenzbuch der französischen Botschaft ein. "In tiefer Trauer und in großer Freundschaft", schreibt die Kanzlerin. Auf dem Weg in das Botschaftsgebäude am Pariser Platz hatte sich Merkel kurz zu den dort versammelten Menschen umgedreht und ihnen zugewunken. Sie erhielt spontan Beifall.

 

+++ 15:33 Pariserin: "Das war etwas anderes als 'Charlie Hebdo'"
Für die Bewohner von Paris zeigt sich der Terror nach der Anschlagsserie von Freitagnacht in einer ganz neuen Dimension. "Das war nicht "Charlie Hebdo" und auch kein koscherer Supermarkt", sagt Sotiria G. zu n-tv.de. "Jetzt hat wirklich jeder begriffen, dass es jeden jederzeit treffen kann - ohne Grund. Ohne Anlass. Man trifft sich mit Freunden abends auf ein Bier und kehrt nicht nach Hause zurück." Erstmals in ihrem Leben verspüre sie richtig Panik: "Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie die französische Regierung uns vor Terroristen schützen will. Für mein Empfinden war sie bisher zu passiv - es war nur eine Frage der Zeit, bis so etwas passiert." Die gebürtige Griechin sorgt sich zudem, wie sich das Klima im Land Migranten gegenüber verändern wird - die Grafikdesignerin ist selbst mit einem Algerier verheiratet: "Das Misstrauen untereinander wird keine Grenzen haben."

+++ 15:30 De Maizière äußert sich zu den Anschlägen - jetzt live +++
Bundesinnenminister Thomas de Maizière äußert sich zu den Anschlägen von Paris und zu den Beratungen des Sicherheitskabinetts. Seine Stellungnahme jetzt live bei n-tv und n-tv.de.

+++ 15:16 Assad macht Westen für Terror mitverantwortlich +++
Syriens Machthaber Baschar al-Assad macht den Westen für die Ausbreitung des Terrors mitverantwortlich. Die Terrorangriffe seien untrennbar damit verbunden, was seit fünf Jahren in Syrien passiere, sagt Assad der amtlichen Nachrichtenagentur Sana bei einem Treffen mit einer Delegation französischer Politiker und Medienvertreter. "Die fehlgeleitete Politik der westlichen Staaten, vor allem Frankreichs (...) haben zur Expansion des Terrorismus beigetragen", sagt Assad.

+++ 14:59 Mutmaßlicher Attentäter aus Konzerthalle identifiziert +++
Einer der mutmaßlichen Attentäter in der Pariser Konzerthalle Bataclan ist identifiziert worden. Es handele sich um einen Franzosen, der dem Geheimdienst bekannt war, heißt es aus Ermittlerkreisen.

+++ 14:50 Erklärung der Fußballspieler: "Für uns alle ein Albtraum"
Die deutschen Nationalspieler bezeichnen das vom Terror überschattete Länderspiel als "Albtraum für uns alle". "Wir haben uns auf das Stade de France gefreut, auf einen Fußballabend, der für uns alle in einem Albtraum endete", schreiben die Weltmeister in einer Erklärung auf der DFB-Homepage. "Es war ein dumpfer Knall, der alles verändert hat. Und der die Bilder gebracht hat, die uns noch lange begleiten werden." Die Mannschaft habe in der Nacht im Stadion viel nachgedacht. "Wir haben uns gefragt, warum so etwas passieren kann? Wie so viel Unmenschlichkeit möglich ist? Antworten haben wir viele gefunden, aber keine, die diese feigen Anschläge erklären kann. Wir haben am Freitag ein Fußballspiel verloren - und es gibt nichts, was in diesem Moment unwichtiger war."

+++ 14:43 Erhöhte Sicherheitsstufe auf Pariser Flughäfen +++
An den Flughäfen in Paris herrscht erhöhte Sicherheitsstufe. n-tv.de-Sportredakteur Stefan Giannakoulis, der sich auf der Rückreise vom Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft befindet, beschreibt, er werde mit allen anderen Passagieren auf dem Weg nach Berlin in eine gesonderte Polizeikontrolle geleitet. Alles laufe entspannt, freundlich und gut organisiert ab.

+++ 14:36 Die Queen drückt französischer Bevölkerung Beileid aus +++


+++ 14:29 Pariser Eiffelturm bleibt bis auf Weiteres geschlossen +++
Letzte Nacht, nachdem die Nachricht des Terrors verbreitet wurde, gingen die Lichter auf dem Pariser Wahrzeichen aus. Nun berichtet Le Monde, dass er bis auf Weiteres geschlossen bleibt.

Lesen Sie hier, wie der Eiffelturm zum Ausdruck der Trauer wurde.

+++ 14:23 Bayerns Finanzminister Söder sieht Grenzschließung als echte Option +++
Markus Söder (CSU) fordert Konsequenzen für die deutsche Flüchtlingspolitik. Deutschland solle sich die Möglichkeit der Grenzschließung "vorbehalten", sagt der bayrische Finanzminister der "Welt am Sonntag". "Es kann nicht sein, dass wir nicht wissen, wer nach Deutschland kommt und was diese Menschen hier machen. Diesen Zustand müssen wir mit allen Mitteln beenden", zitiert die Zeitung Söder.

+++ 14:04 Feuerwerk bei Hochzeitsfeier löst falschen Alarm in Bagnolet aus +++
Die Berichte über einen Zwischenfall in der Kleinstadt Bagnolet (siehe Eintrag 13:30) östlich von Paris, stellen sich als Fehlalarm heraus. Die Explosionen wurden durch Feuerwerkskörper auf einer Hochzeitsfeier herbeigeführt.

 

+++ 13:54 Cameron: Großbritannien steht vor derselben Bedrohung +++
"Die Bedrohung durch den Islamischen Staat wird immer akuter", zitiert die BBC den britischen Premierminister David Cameron. Großbritannien stehe vor der gleichen Bedrohung. "Wir werden unsere Anstrengungen zur Ausrottung dieser giftigen extremistischen Ideologien verdoppeln."

+++ 13:46 NRW-Ministerpräsidentin reagiert mit klarer Botschaft +++

 

+++ 13:43 Polizeikreise: Syrischer Pass bei Attentäter gefunden +++
Bei einem der Attentäter von Paris ist ein syrischer Pass gefunden worden. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise. Laut Polizeikreisen gehen die Ermittler zusammen mit französischen und ausländischen Geheimdiensten derzeit einer "syrischen Spur" nach.

+++ 13:38 Gabriel: Flüchtlinge dürfen nicht unter Terror-Debatte +++
Sigmar Gabriel warnt davor, angesichts des Terrors in Paris Vorbehalte gegenüber muslimischen Flüchtlingen zu schüren. "Es suchen viele Menschen Schutz und Sicherheit in Europa", sagt der SPD-Chef. "Wir dürfen sie jetzt nicht darunter leiden lassen, dass sie aus den Regionen kommen, aus denen der Terror zu uns in die Welt getragen wird." Der Vizekanzler betont: "Auch vor ihnen stehen wir schützend - und werden dafür sorgen, dass sie nicht darunter zu leiden haben, dass Mörder in Frankreich unter dem Namen einer Religion die Menschen und Europa bedrohen."

+++ 13:30 Unbestätigte Berichte: Schießerei und Explosionen in Bagnolet +++
Französische Medien berichten über einen Zwischenfall in der Kleinstadt Bagnolet östlich von Paris. Demnach sollen dort Hubschrauber im Einsatz sein. Augenzeugen berichten von einer Verfolgungsjagd zwischen Polizei und einem oder mehreren mutmaßlichen Terroristen. Bisher sind die Berichte allerdings nicht bestätigt.

+++ 13:02 Experte spricht von neuer Dimension von Terror +++
Die Anschläge von Paris stellen nach Expertenansicht eine neue Dimension des Terrorismus dar. Es handele sich um eine koordinierte Aktion und eine synchrone Anschlagsserie einer ganzen Zelle, sagt der Terrorexperte Rolf Tophoven. Das operative Vorgehen der Terroristen zeige zunehmend "kriegsmäßige Planungen", bei dem die Täter an mehreren Orten gleichzeitig zuschlagen.

+++ 12:48 Lange Schlangen vor Blutspendezentren +++
Die Blutspendezentren im Großraum Paris sehen sich einem großen Andrang von Spendewilligen gegenüber. 19 Zentren hätten geöffnet, alle seien "überlaufen durch den Zustrom an Parisern und Touristen, die spontan gekommen sind", sagt Djamel Benomar vom französischen Blutspendedienst EFS. "Le Monde" zitiert einen seiner Journalisten, der von Tausenden berichtet, die bis zu fünf Stunden warten müssten. Keiner gehe deshalb, alle hätten das Bedürfnis zusammen zu bleiben.

+++ 12:45 Drei Tage Staatstrauer in Frankreich +++
Nach den beispiellosen Terroranschlägen von Paris mit mehr als 120 Toten wird ganz Frankreich mehrere Tage Trauer tragen. "Ich habe ein Dekret erlassen, um drei Tage Staatstrauer anzuordnen", sagt Präsident François Hollande nach einer Sitzung seines Sicherheitskabinetts im Élyseepalast.

Hier lesen Sie Ereignisse davor.

Quelle: n-tv.de

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