Politik
Mittwoch, 13. September 2017

Keine Anklage gegen Polizisten: Der Fall Freddie Gray kommt zu den Akten

Im Frühjahr 2015 führt der Tod eines Afroamerikaners in Baltimore zu wütendem Aufruhr. Aus Sicht der Polizei stirbt Freddie Gray an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Das Justizministerium sieht keine ausreichende Beweislage und stellt die Untersuchung endgültig ein.

Den Beteiligten Polizisten konnte keine Schuld nachgewiesen werden.
Den Beteiligten Polizisten konnte keine Schuld nachgewiesen werden.(Foto: REUTERS)

In den USA soll es auch auf Bundesebene kein Verfahren gegen die Polizisten geben, denen eine Mitschuld am Tod des Afroamerikaners Freddie Gray vorgeworfen wurde. Gray war im April 2015 in Polizeigewahrsam ums Leben gekommen. Die Beweislage gegen sechs Polizisten aus Baltimore sei zu dünn, teilte das US-Justizministerium mit. Daher sei die im April 2015 eingeleitete Untersuchung eingestellt worden.

Auch die Staatsanwaltschaft von Baltimore im US-Bundesstaat Maryland hatte im Sommer 2016 die Anschuldigungen gegen drei Beamte fallengelassen. In früheren Prozessen waren bereits drei angeklagte Polizisten freigesprochen worden. Ein Untersuchungsbericht des Justizministeriums hatte der Polizei der US-Ostküstenstadt einen diskriminierenden Umgang mit Afroamerikanern angelastet.

Insgesamt wurden sechs Beamte - drei Weiße und drei Afroamerikaner - wegen des Falles in getrennten Verfahren angeklagt. Gray war am 12. April 2015 festgenommen worden, als er vor der Polizei zu flüchten versuchte. Er erlitt im Polizeitransporter einen Wirbelbruch, während er an Händen und Füßen gefesselt war. Eine Woche später starb er. Nach Darstellung der Polizei starb Gray einen Unfalltod. Grays Tod hatte in Baltimore wütende und teils gewalttätige Proteste ausgelöst.

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Quelle: n-tv.de

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