Montag, 23. November 2009
Mehr Fragen als Antworten: Die Uran-Lüge
von Hubertus Volmer
Nahezu 100 Prozent des Urans für die deutschen Kernkraftwerke müssen importiert werden. Dennoch stellt das Bundeswirtschaftsministerium Uran als einheimischen Energieträger dar. Und das ist nicht die einzige Ungereimtheit beim Thema Uran.Als Russland im vergangenen Winter der Ukraine und damit auch Zentraleuropa den Gashahn abdrehte, forderte der damalige Bundeswirtschaftsminister Michael Glos eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke. Dadurch wollte er die Energie-Abhängigkeit von Russland verringern.
Glos ist mittlerweile nur noch einfacher Bundestagsabgeordneter, doch wird sich zweifellos auch beim nächsten Gasstreit jemand finden, der diese Forderung wiederholt. Und dabei ignoriert, dass auch Kernkraftwerke auf einen Brennstoff angewiesen sind: Uran.
August 2009: Flutung im einstigen Uranbergwerk im sächsischen Königstein. Diese Grube begann 1967 mit der Uran-Förderung.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Wie unabhängig ist Deutschland beim Uran? Wer beim Bundeswirtschaftsministerium nach einer Antwort auf diese Frage sucht, kann sich schnell beruhigen lassen. Nach Ansicht des Ministeriums ist Kernenergie "praktisch eine heimische Energieform", da "Urananreicherung und Brennelementfertigung inländische Wertschöpfungsstufen sind", bzw. eine "quasi einheimische Energie, weil die Veredelung des Urans in Deutschland erfolgt".
Mal abgesehen davon, dass Uran - wie das Wirtschaftsministerium uns mitteilt - "insbesondere in Form von fertigen Brennelementen für Kernkraftwerke" importiert wird: Mit Floskeln wie "praktisch heimisch" oder "quasi einheimisch" geht das Haus recht flott über die Tatsache hinweg, dass Deutschland seit 1989 keinen Uranabbau mehr betreibt. Zwar fallen bei der Sanierung der ehemaligen "Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft Wismut" jährlich ein paar Tonnen Uran an. Aber das reicht bei weitem nicht, um den Bedarf der deutschen Atomkraftwerke zu decken. Ähnlich wie beim Öl und noch stärker als beim Gas ist Deutschland beim Uran praktisch vollständig importabhängig.
Woher kommt nun das Uran für die deutschen Kernkraftwerke? Das Bundeswirtschaftsministerium erklärt im Internet lapidar: "Die Uran-Versorgungssicherheit ist im Vergleich zu Gas und Öl sehr hoch, da die Uranreserven in überwiegend politisch stabilen Regionen (z.B. Kanada, Australien, Südafrika) liegen". Eine ähnliche Antwort erhalten wir auf eine direkte Anfrage beim Ministerium: Zahlen gibt es zunächst keine, genannt werden Kanada, Großbritannien, Frankreich, Russland und die USA - "mit jährlich wechselnden prozentualen Anteilen".
"Volksverdummung"
Die Berliner Grünen-Politikerin Astrid Schneider hält das für Volksverdummung: "In Frankreich und England wird kein Uran gefördert, sie sind selbst zu 100 Prozent importabhängig." Uran wird nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) in 18 Ländern abgebaut. Frankreich und Großbritannien sind nicht darunter: Wenn Deutschland Uran aus Frankreich und Großbritannien erhält, so handelt es sich nicht um britisches oder französisches Uran, sondern um Uran, das von französischen oder britischen Firmen geliefert wird, etwa der französischen Areva, die einen Großteil ihres Urans im Niger abbaut. Das afrikanische Land steht auf der Liste der sieben Länder, die 90 Prozent des weltweiten Uranbedarfs fördern: Vorneweg Kanada und Kasachstan, dann Australien, Namibia, Russland, Niger und Usbekistan. Seltsamerweise tauchen Länder wie Kasachstan, Niger und Usbekistan in der Liste des Wirtschaftsministeriums nicht auf.
Schneider wirft dem Bundeswirtschaftsministerium vor, "systematisch alle Daten zur Uranherkunft für deutsche Atomkraftwerke" zu verheimlichen. Dabei verweist sie auf eine Statistik der Euratom Supply Agency. Danach kamen im vergangenen Jahr zwei Drittel des in die EU importierten Urans aus Kanada, Russland, Australien und Niger. 17 Prozent kamen aus Russland. Die EU-Behörde gibt offen zu, dass sie gar nicht weiß, ob dieses Uran wirklich aus Russland stammt: Da aus Russland häufig "angereichertes Uran oder sogar fertige Brennelemente" kämen, sei es "schlicht unmöglich die genaue Herkunft des Urans in diesen Produkten festzustellen". Uran, das als "russisch" deklariert werde, könne ebenso gut aus Kasachstan, der Ukraine oder Usbekistan kommen. Zusätzlich zu den 17 Prozent Uran aus Russland stammen laut Euratom Supply Agency insgesamt 12 Prozent aus Kasachstan und Usbekistan. Nur zwei Prozent des EU-Bedarfs kamen aus den USA.
1.2-3 auf Seite 251
In einer Broschüre des Wirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2008 heißt es, Deutschland beziehe "fast 50 Prozent des Natururans aus Kanada". Konkretere Zahlen bekommen wir nicht, was erstaunlich ist, wird doch der Im- und Export von Uran vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle überwacht.
Wir fragen beim Ministerium nach und erhalten den Hinweis auf eine Tabelle im Jahresbericht "Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung" (zu finden unter Punkt 1.2-3, Seite 251) des Bundesamtes für Strahlenschutz von 2007. Dies sei der aktuellste Bericht. Dort ist kiloweise aufgeführt, wie viel Uran Deutschland aus welchen Ländern bezogen hat. Kanada bringt es lediglich auf ein Kilo abgereichertes und 603.504 Kilo Natur-Uran. Damit liegt das Land allerdings noch hinter Frankreich und Großbritannien - auf 50 Prozent kommt Kanada auch nicht annähernd.
"Wir sind beim Uran nicht nur zu 100 Prozent importabhängig von zumindest teilweise problematischen Staaten", sagt Schneider, "sondern auch abhängig von einem hoch volatilen Markt." Als "Extrembeispiel" verweist die Sprecherin der Grünen-Bundesarbeitsgemeinschaft Energie auf den Sommer 2007, "als der Uranpreis kurzzeitig um 1300 Prozent nach oben schoss".
Lager und Vorräte
Aktive Uran-Minen gibt es nur in 18 Ländern der Welt, unter anderem den USA.
(Foto: ASSOCIATED PRESS)
Das Bundeswirtschaftsministerium behauptet, dass der Brennstoff Uran "wegen seiner sehr hohen Energiedichte und daraus resultierenden geringen Menge für die Reaktoren für viele Jahre vorrätig gelagert werden kann". Kann. Aber wird er auch? Das Wirtschaftsministerium sagt, die in den deutschen Atomanlagen gelagerten Mengen würden "durch die Bundesregierung nicht statistisch erfasst". Es sei aber "davon auszugehen, dass das vorhandene Uran auf allen Stufen für mindestens 3-4 Jahre reicht". Laut Uranium-Redbook, das von der IAEA und der Nuclear Energy Agency herausgegeben wird, lagert in Deutschland Uran für ein knappes Jahr. Schneider geht sogar davon aus, dass es noch weniger ist; sie nimmt an, dass in den Mengen, die im Redbook genannt werden, auch das Uran enthalten ist, das im westfälischen Gronau lagert. Dort betreibt die Firma Urenco für Deutschland und andere europäische Staaten die Anreicherung.
"Die westliche Atomwirtschaft steht auf äußerst wackeligen Beinen", sagt Astrid Schneider. Ihr "Kernproblem" sei, dass der Uranbedarf der heute laufenden Kernkraftwerke nur zu 60 Prozent aus aktueller Uranförderung bedient werde, zu 40 Prozent jedoch aus Lagerbeständen. Dieser Anteil sei nicht langfristig gesichert, weil ein Abrüstungsvertrag mit dem schönen Namen "HEU-LEU" zwischen den USA und Russland, der den USA einen Zugriff auf abgereichertes Uran aus abgerüsteten russischen Atomwaffen zu günstigen Konditionen sichert, 2013 ausläuft.
Das Bundeswirtschaftsministerium hält dagegen, die weltweiten Uran-Vorräte reichten noch für 200 Jahre. Der Streit erinnert an die Debatte um Peak Oil. Die Association for the Study of Peak Oil and Gas" (ASPO) geht davon aus, dass die Uran-Vorräte "für die heute eingesetzten Kraftwerkstypen" weniger als 100 Jahre reichen werden, Greenpeace zufolge könnten die Uranvorräte je nach Szenario zwischen 2026 und 2070 erschöpft sein. Sicher ist, dass allein der Uran-Abbau Kernenergie ökologisch hochproblematisch macht. Glos und Co. haben zweifellos recht, wenn sie sagen, dass wir Alternativen zu Öl und Gas brauchen. Aber Uran? Eher nicht.
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Hauptsache mal wieder was gegen Atomenergie geschrieben? Was ein nichtssagender Artikel...
Die Uran Lüge.
Warum verschweigen Sie die Lagerstätten in Deutschland zb. den Harz,das Erzgebirge,die riesigen Lagerstätten in Franken und Bayern,usw?
Warum verschweigen Sie die Möglichkeit der Anreicherung,Wiederaufbereitung und Transmutation?
Warum verschweigen Sie die sozusagen unerschöpfliche Resorcen des gelösten Urans in den Flüssen in Deutschland und vor allen Dingen im Meerwasser?Warum verschweigen Sie das Thorium?Warum berichten Sie nicht über die neuesten Gen5 Nuklerar-Reaktoren zb Hyperion Power Generation.Wo bleibt ein Bericht über JET, ITER, FAST und andere Fusionsreaktoren?Warum verschweigen Sie das alles oder wissen Sie das wirklich nicht?
Zu dem Uranpreis.Er bewegt sich auf dem Level von zb Zinn und Zink zz,72Britische Pfund.
MFG:Gucky
Gute Recherche,
es zeigt (mal wieder), wie kopfnickend mindestens das BWM ggü. der Atomlobby ist, wie kurzsichtig denkend. Aber ich fürchte, dass auch diese Recherche des Volkes dünne Eisschicht auf der es geht unbeachtet läßt.
Abgesehen von der unsicheren Uran Belieferung, abgesehen von der Gefährlichkeit der Atomkraft, abgesehen von der m. E. nie wirklich lösbaren sogenannten Endlagerung des verstrahlten Mülls, sollte man mal einen öffentlichen Blick darauf werfen, wie und wer Uran in den Armutsländern abbaut...
Ein deutliches Jaein!
Sicher stimmen die Aussagen von Greenpeace, dass die jetzigen Vorkommen von Uran keine 100 Jahre mehr reichen.
Aber man muss 2 Sachen bei Uran bedenken!
1. Uran ist ein sehr junger Rohstoff, man sucht erst seid knapp 60 Jahren danach, Förderung und Suche sind sehr aufwendig und kostspielig.
2. Seid dem Ende des kalten Krieges wurden gewaltige Bestände an Atomwaffen abgerüstet, diese waren bis auf 90% und mehr angereichert, für Kernbrennstoff benötigt man max. 8%, dementsprechend erreicht man durch abreicherung kostengünstig seid über 20Jahren Nachschub.
Hier sind auch Quellen aus höher angereicherten Brennstäben für alte Atomuboote und Atomschiffe noch zu nennen, vor allem aus russischen Beständen (siehe HEU LEU).
Sprich, der Preis für Rohuran ist grade seid gut 20Jahren mehr als billig, davor hat man grade mal 40Jahre nach Uran gesucht, seid dem kaum noch, denn seid Uran nicht mehr reines Politikum, sondern ein Wirtschaftsmedium ist, sucht man es nur wenn es Gewinn bringt!
Dies wird in den nächsten Jahren wieder der Fall sein und zu behaupten man würde nichts mehr finden ist engstirnig, schon alleine deswegen, weil wenn die Preise deutlich steigen auch alte Minen, welche nicht mehr wirtschaftlich sind sicher wieder geöffnet werden!
Gegen den Rest der Aussage, zur Volksverdummung muss ich leider der Autorin recht geben, die Politik verpasst es wieder in einem heiklen Bereich offen mit seinen Bürgern zu reden und verspielt so Vertrauen, der besonders hier wichtig wäre...
Sehr guter Beitrag. Neben den Problemen der Strahlungsrisiken für Mensch u. Umwelt,
dem Problem der Endlagerung wird nun auch deutlich, dass selbst die Versorgungssicherheit
mit Uran nicht so gut ist wie dargestellt.
Jeder vernünftige Mensch muss einsehen, dass es einfach keine überzeugenden Argumente pro Atomenergie gibt, aber doch viele gut begründete dagegen.
Die Überschrift des Artikels ist eindeutig irreführend --> Kritik an der n-tv-Redaktion.
Im Hinblick auf die Versorgungssicherheit ist doch entscheidend:
Kernbrennstoff hat eine extrem hohe Energiedichte und lässt sich deshalb gut bevorraten. Ich habe in der Schulzeit mit einem Physikbuch gelernt, in dem dies sehr gut veranschaulicht war: Aus einer Streichholzschachtel mit Uran-Tabletten (wie sie in KKWs verwendet werden), lässt sich so viel Strom erzeugen, wie aus einer Güterzugladung Steinkohle (leider kann ich nicht mehr sagen, wie lang dieser Zug ist). Zwei Fingerhüte sind ausreichend, um einen 4-Personen-Haushalt für ein Jahr mit Energie zu versorgen!
Wenn diese Bevorratung nicht erfolgt, muss das geändert werden. Wenn man die Kernenergie im Hinblick auf die Versorgungssicherheit bewerten will, kommt es jedoch auf darauf an, dass diese Möglichkeit vorhanden ist!
Außerdem wurde angesprochen, dass beim Kernbrennstoff eine ähnliche Knappheitssituation einstellen könne, wie beim Öl --> Verteuerung.
Hier muss beachtet werden, dass der Anteil der Brennstoffkosten bei der Kernenergie viel geringer ist, als bei einem Gas-/Kohlekraftwerk. Eine Verteuerung des Brennstoffes schlägt sich deshalb weniger stark auf die Strom-Produktionskosten durch, als dies bei Gas/Kohle der Fall ist.
Im Ansatz ist der Artikel sicherlich trotzdem informativ. Leider ist er letzten Endes trotzdem anti-aufkläeririsch...
Volksverdummung hier, Volksverdummung da. Für die Versorgungssicherheit ist es unwesentlich, ob das Material direkt aus Kanada kommt oder einen Umweg über das Vereinigte Königreich nimmt. Im übrigen wird nur ein kleiner Bruchteil der gewinnbaren Energie tatsächlich genutzt, so daß allein das in Deutschland zwischengelagerte Material uns auf Hunderte von Jahren hinaus weiter versorgen könnte. Hierfür muß aber weiter an sicheren Verfahren geforscht werden. Und diese klugen Köpfe haben wir in Deutschland. Noch.
Ich verstehs einfach nicht. Ich komm aus der Technik und kenn mich relativ gut mit den Kraftwerkstypen aus. Der Abbau ist Problematisch, der Betrieb ist hochgefährlich, und die Lagerung ist ungelöst. Ich weiß aus meiner Zeit in der Instandhaltung das Menschen JEDES Sicherheitssystem kaputt bekommen. Mag es noch so ausgefeilt sein. Inkompetenz, Ignoranz, Grünschnäbliche Ingenieure denen noch nie ein fetter Trafo um die Ohren geflogen ist... es ist nur eine Frage der Zeit bis was passiert. Und desto weniger in der Vergangenheit passiert ist, desto fahrlässiger wird in der Zukunft damit umgegangen. So ist das, und so wird es immer sein. Jeder der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, kenn diese Geschichten zur genüge. Und da können mir noch 100 Laien was anderes Erzählen. Kernkraft (in der momentanen Form) ist absoluter technologischer und taktischer Schwachsinn. Das Risiko ist viel zu hoch. Bzw. Die Konsequenzen die einem geringen Risiko gegenüberstehen sind unakzeptabel. Bei einem Gau wird halb Europa verseucht. Jetzt ist schon absehbar, dass der Atommüll in den Lagerstätten in 5000-50000 Jahren die ganzen Landstriche verseucht. (Gestein "fließt", Risse, Wasser). Was gibt uns das Recht in einer Generation die halbe Welt so dermaßen zu versauen, das die nächsten 100-500 Generationen darunter zu leiden haben?
Leute... 20% des in D-Land verbrauchten Stromes kommt aus Kernenergie. Das isn Witz für das Risiko. Alleine wenn man die Stromverschwendung durch schlechtes Standby, ineffiziente Computerhardware, veraltete Fertigungstechniken, etc. zusammenrechne kommt man schon fast auf den Wert.
BTW.. ich bin kein Grüner Hippie, sondern eher ein Konservativer Technikrealist. Mir ist klar das Atomkraftwerke Grundlastkraftwerke sind, und nicht so einfach abgeschaltet werden können. Aber hey... gibt?s was, was wir nicht schaffen würden?
Ich empfehle allen Befürwortern der Kernenergie, sich einen Eindruck über die Zustände bei der Förderung des Urans zu machen. Die "Wismut" liegt doch garnicht so weit. Selbst fast zwanzig Jahre Sanierung lassen hier noch einen guten Einblick zu. Ganz zu schweigen von den Fördergebieten in anderen Ländern. Diese Energiediskussion damit abzutun, dass man ja einen warmen Hintern haben möchte, halte ich für mehr als fraglich. Ob Uran nun 50, 100 oder 1000 Jahre ausreicht, ändert nichts an der Gefährlichkeit dieser Energieform. Wer bezahlt im Übrigen die Entsorgung? Wo ist das Endlager? Ich bin nicht bereit, die Zeche für den Profit der Energiekonzerne zu zahlen.
Ein interessanter Artikel sowie viele richtige Kommentare - außer dem von "Gucky":
Es mag sein, dass es in Deutschland durchaus noch grundsätzlich nutzbare Uran-Vorkommen gibt, aber allein (umwelt-)politisch wäre dies nicht durchzusetzen. Man denke allein daran, was für ein Aufschrei heute noch durch viele Gemeinden geht, wenn in der Nähe ein Windpark entstehen soll. Was dürfte da erst bei einer neuen Uran-Mine los sein?
Von den Kosten einer solchen Förderung in Deutschland ganz zu schweigen. Der Kostenaspekt spricht auch gegen die Nutzung von gelöstem Uran und anderen alternativen Quellen sowie gegen die erwähnten Fusionsreaktoren. Das Geld, das man hierfür benötigen würde, wäre in regenerativen Kraftwerken (Wind, Wasserkraft, Sonne, Biomasse) deutlich besser angelegt.
Fazit: Atomreaktoren mögen in bestimmten Bereichen noch ihre Bedeutung haben (z.B. in der Medizintechnik), als Instrumente der Enegiepolitik machen sie jedoch nicht nur unweltpolitisch wenig Sinn sondern sind auf Dauer auch wirtschaftspolitisch nicht vertretbar.
So was von Pseudoinvestigativ abgerundet mit einer Grünenpolitikerin, wie objektiv!
Wenn der Autor auf dem BWM rumhackt, dann soll er sich mal selbst die Frage stellen, warum er nicht einmal Informationen aus erster Hand, nämlich den KKW-Betreibern, anführt. Schwach...
Dazu gibt es einen schönen dokumentarischen Beitrag hier:
http://nukingtheclimate.com/index.php/lang/de
Was ging im Juni 2009 durch die Presse: Projekt Sahara-Sonne. 400 Milliarden Euro sollen investiert werden, um in der Sahara Solarenergie zu gewinnen, für Europa. Da hat keiner von Abhängigkeit gesprochen, und von einer politisch instabilen Region oder so etwas. Auch nicht davon, dass uns die Sahara ein Scheißdreck angeht, und dass, wenn dort Strom erzeugt wird, die Länder in dieser Region ja auf Idee kommen könnten, ihn für sich selbst zu nutzen. Oder haben sie dieses Recht gar nicht, wenn wir es anders festgelegt haben?
"Warum verschweigen Sie die Lagerstätten in Deutschland zb. den Harz,das Erzgebirge,die riesigen Lagerstätten in Franken und Bayern,usw?"
Fragen sie einfach mal die Bergleute, die da zur DDR-Zeit gearbeitet haben. Bzw deren hinterbliebene Angehörige. Oder die ehemaligen Anwohner, die aussiedeln mußten wegen radonverseuchter Luft in ihren Kellern.
"Warum verschweigen Sie die Möglichkeit der Anreicherung,Wiederaufbereitung und Transmutation?"
Ja - was für Mahmud Ahmadinejad recht ist, kann für uns nur billig sein. Alle Nukleartechnologie - und insbesondere die des Sekundärkreislaufs - ist dual-use-Technologie.
"Warum verschweigen Sie die sozusagen unerschöpfliche Resorcen des gelösten Urans in den Flüssen in Deutschland und vor allen Dingen im Meerwasser?"
Würde Gold in signifikantem Umfang aus Meerwasser gewonnen (was einfacher und profitabler wäre), könnte man drüber reden.
"Wo bleibt ein Bericht über JET, ITER, FAST und andere Fusionsreaktoren?"
Wo bleiben funktionierende Fusionsreaktoren?
Technik spielt sich nicht im Teletubby-Land ab, und wishful thinking ist kein Ersatz für die Realität. Die Realität ist: Fusionskraftwerke wird frühestens ab 2050 einsatzbereit sein, möglicherweise aber in der Praxis gar nicht (Stichwort diseconomy of scale).
Und die Bundesregierung sucht immer noch nach einem Endlager. Wenn sie so enthusiastisch sind, warum stellen Sie nicht Ihr Grundstück zur Verfügung?
Atomenergie ist die typische NIMBY-Technologie: viele sind dafür - aber bitte mindestens 50 Kilometer in Windrichtung entfernt...
Der gefährliche und teure Irrweg Atomkraft wird uns immer heftiger auf die Füsse fallen ! Das teure Desaster im sogenannten Versuchsbergwerk Asse hat glasklar gezeigt, das auf Kosten einer hervorragenden Rendite für die Atomlobby das ungelöste Atommüllproblem einfach weggeschoben wird. Ähnlich verhält es sich mit dem Rohstoff Uran. Hier ist auch Deutschland im hohen Maße abhängig auf alles andere als politisch sichere Geberländer. Aber die Voklsbverdummmung zum Thema Uran / Atomkarft geht weiter, weil Sie ja von höchster Stelle befördert wird, denn viele hochrangige Politiker verdienen inzwischen sehr gutes Geld bei den Profiteuren Ihrer unverantwortlichen Politik nämlich bei RWE & Co.. Diese unheilvolle Verquikung von Politik und Stromlobby wird zukünfigen Generationen noch sehr böse aufstoßen !!!
Es ist in der Tat ein zu hohes Risiko einen derartig gefährlichen Brennstoff zu verwenden - nur um Wasser zu kochen! Die ganzen Umstände, von den in vielen Ländern menschenverachtenden Fördermethoden, über den Transport, der Lagerung den Betrieb, bis zur ungelösten und auf viele Jahrtausende angelegte Endlagerung, all dies nur um unseren heutigen "Hintern" kurzfristig zu wärmen"? Dies ist ein gefährliches Spiel, was zudem die Probleme mit der Endlagerung auf die Zukunft verschiebt - das gleiche unverantwortliche Verhalten, welches die noch lange nicht ausgestandene Wirtschaftskrise hervorgerufen hat.
Dabei gibt es Lösungswege, die nur von Lobbygruppen ständig unterminiert werden. Wir sind Sklaven dieser Leute. Wie lange soll das noch so weiter gehen - was muß noch erst passieren? Es muß immer erst ein Unglück geschehen, so ist es wohl leider...
@Gucky
Die Lagerstätten in D. werden ja gar nicht verschwiegen, aber wenn Sie so schlau sind, dann müssten Sie auch wissen, dass so eine seit 20 Jahren stillgelegte Produktion nicht von heute auf morgen wieder hochgefahren werden kann. Und welcher Aufwand müsste zu welchen Kosten getrieben werden, um die "unerschöpflichen" Ressourcen gelösten Urans in unseren Flüssen zu nutzen? Was Ihre anderen Fragen betrifft: Die sind einfach nicht Thema dieses Artikel und würden auch dessen Rahmen sprengen (aber Hauptsache, Sie haben mal gezeigt, wie gut Sie sich auskennen).
@N.K.
Stand in Ihrem Physikbuch auch, wie die bis heute ungelöste Problematik der für Jahrtausende bis Jahrmillionen absolut sicheren Endlagerung zu beantworten ist bzw. wie hoch die tatsächlichen Kosten der Kernenergie sind, wenn man alle externen Effekte (Uranabbau, -anreicherung, -wiederaufbereitung, Endlagerung der radioaktive Abfälle, staatliche Subventionen in Milliardenhöhe) internalisiert?
Es ist schon betrüblich, dass es solche Berichte wie dieser überhaupt geschrieben werden.
Vielleicht denke manche, dass das Weglassen von Fakten kein lügen ist? Man suche sich aus dem Gesamtpaket die Dinge raus, die zu der Ausage passen, die man haben will und fertig ist die "Uran-Lüge" und man hat noch nicht einmal geschwindelt ......
Dass die Wiederaufarbeitung in Deutschland aus politischen Gründen (und nicht etwa aus technischen) plattgemacht wurde, dass die Kernkraftwerke gezwungen werden, die abgebrannten Brennstäbe im Abklingbecken des Kraftwerkes selbst einzulagern (Endlager sind ja auch politisch auch nicht gewollt) mit der Hoffnung, wenn die Lagerkapazitäten erschöpft sind, muß man ja abschalten, dass die Wiederaufarbeitung in Frankreich oder Großbritannien (oder besser der Tansport dahin) behindert wird, in der Hoffnung, die KKWs müssen abschalten .... davon kein Wort.
Dass in den Kernkraftwerken genug Brennstoff für Jahre Betrieb auf die Wiederaufarbeitung wartet, dass inklusive der Wiederaufarbeitung die Uranvorräte viel länger reichen, als wenn immer wieder neue Brannstäbe gefertigt werden müssen(jeder Brennstab kann x-mal wiederaufgearbeitet werden ... was an neuem Uran angereichert und hinzugegeben werden muß, ist nur relativ gering) .... davon kein Wort.
Und zum Thema "Politische Stabilität" der Förderländer - da ist von F.K. schon alles gesagt was es zu sagen gibt. Aber Solarstrom ist natürlich auch politisch gewollt ....
@ H.H. :
Hauptsache irgendwas kritisiert? Was für ein nichtssagender Kommentar...
Wie gut, dass die Brennelemente in D noch in den Standortzwischenlagern liegen. Rohstoffe für Jahrzehnte. Dass die Wismut mit dem Verfahren der In-Situ (= Unter-Tage)Auslaugung von Uran das weltweit modernste Verfahren zur Urangewinnung mit geringem Abraum- und Haldenanteil entwickelt hatte, wissen Wenige. Da zudem nach dem Beitritt der DDR zur BRD erst einmal in der DDR nichts für gut bewertet wurde und es ja auch SDAG (sowjet-deutsche Aktiengesellschaft) hieß ... war doch klar, dass alles zugemacht werden musste. Aber dass die reichen Uranvorkommen da unter unseren Füßen liegen, ist bekannt.
Wir sollten uns auch um die Anwendung der Transmutation kümmern, langlebige Spaltprodukte in kurzlebige umwandeln und dabei noch Energie erzeugen. Das eigentliche Problem ist, dass wir Energie im Überfluss haben und somit diese Lösungen erst in Zukunft zur Anwendung kommen werden.
Eine Lüge ist die einseitige Darstellung der Fakten.
Komme aus der Atomlobby (Ex-Ing.), bin aber selbst auch für einen Umstieg. Hintergrund ist das relativ hohe Risiko für den erbrachten Nutzen der Kernenergie. Meine Hoffnung sind langfristig auch Fusionstechnologien (Zukunft), wenn die dann politisch überhaupt konsenzfähig werden. Dabei gehts ja nie um tatsächliches Risko, weil wir Deutschen in der Tat alles kaputt reden können (Beispiel Mikrowelle in den 80ern).
Aber noch ein Satz zum Ausstieg: Die Grundlast auf Kohle zu verlegen ist gesundheitstechnisch nicht etwa weniger Risikoreich, sondern nur weniger punktuell. Dann bekommen halt zig Tausende etwas häufiger Lungenkrebs. OK, Kohle ist halt romantisch und nicht so mystisch wie Uran. Da verschmerzt man das eher. Grundlast durch Solar und Wind geht nicht, das bleibt Zusatzenergie. Ist jedem klar, oder?
Zum Artikel selbst: Der Anteil der Rohstoffkosten an den Gesamtkosten ist so minimal, dass man bei Kernenergie in der Tat ziemlich unabhängig von der Kostenentwicklung oder Verknappung die nächsten Jahrzehnte arbeiten könnte. Von daher stimmt der Vergleich gegenüber fossilen Brennstoffen.
Also ich finde, die Gesellschaft sollte die Diskussion eher in einer Richtung führen, in der man den Umstieg mit allen Konsequenzen bespricht und entscheidet, nicht einfach nur das "Nein" gegen Kernenergie. Das ist mir zu simpel.
Und ums nochmal klar zu machen: ich bin selbt auch gegen Kernenergie.
Gruß, Karsten
Die Überschrift des Artikels ist eindeutig irreführend --> Kritik an der n-tv-Redaktion.
Im Hinblick auf die Versorgungssicherheit ist doch entscheidend:
Kernbrennstoff hat eine extrem hohe Energiedichte und lässt sich deshalb gut bevorraten. Ich habe während meiner Schulzeit mit einem Physikbuch gelernt, in dem dies sehr gut veranschaulicht war: Aus einer Streichholzschachtel mit Uran-Tabletten (wie sie in KKWs verwendet werden), lässt sich so viel Strom erzeugen, wie aus einer Güterzugladung Steinkohle (leider kann ich nicht mehr sagen, wie lang dieser Zug ist). Zwei Fingerhüte sind ausreichend, um einen 4-Personen-Haushalt für ein Jahr mit Energie zu versorgen!
Wenn diese Bevorratung nicht erfolgt, muss das geändert werden. Wenn man die Kernenergie im Hinblick auf die Versorgungssicherheit bewerten will, kommt es jedoch auf darauf an, dass diese Möglichkeit vorhanden ist!
Außerdem wurde angesprochen, dass beim Kernbrennstoff eine ähnliche Knappheitssituation einstellen könne, wie beim Öl --> Verteuerung.
Hier muss beachtet werden, dass der Anteil der Brennstoffkosten bei der Kernenergie viel geringer ist, als bei einem Gas-/Kohlekraftwerk. Eine Verteuerung des Brennstoffes schlägt sich deshalb weniger stark auf die Strom-Produktionskosten durch, als dies bei Gas/Kohle der Fall ist.
Im Ansatz ist der Artikel sicherlich trotzdem informativ. Leider ist er letzten Endes trotzdem anti-aufkläeririsch...
Ein ideologisch voreingenommener Beitrag, der wieder einmal die Kernkraft schlecht machen soll.
Tja, die Grünen sind eher für Plakativismus gut als für anderes. Was hier von der Grünensprecherin losgelassen wurde, ist genau nichts anderes als eine Recherche eines Jounalistengrünlings, der über ein Thema referieren soll.
Ich selbst denke, dass das Thema Atomkraft noch lange nicht vom Grünentisch verschwinden wird - die einzigste Rechtfertigung für diese Partei überhaupt. Wie bereits oben erwähnt ist die Fusionskraft in der Erforschung und wird in den nächsten Jahren weitere Fortschritte machen - dank LHC, wo wir verstehen, was Masse überhaupt ist. Die Grünen verstehen das niemals, sie sind nur Politiker und keine Macher. Wir als Ingenieure werden auch das Fusionsproblem lösen und dann das Atomkraftwerk abschaffen, aber alles zu seiner Zeit. Solange unsere Gesellschaft als Energieegoisten agieren, wird das Versorgungsproblem mit Energie eh nie verschwinden.
Rechenaufgabe an die Leserinnen und Leser: In Deutschland allein sind zur Zeit etwa 120 Millionen Funktelefone angemeldet. Rechnet mal aus, was allein die Aufladung dieser Geräte pro Jahr an Energie verschwendet (ein Handy ladet 0,5 Ampere über zwei Stunden, einmal in einer Woche, das mal 120.000.000). Ich habe 230 Atomkraftwerke ausgerechnet...
Also: Politiker profilieren sich sehr gerne, ohne jemals selbst was geleistet zu haben, vor alem unsere grünen Leiblingsfrauen. Was können wir Leserinnen und Leser leisten, um diesem Dilemma abzuhelfen??? Net rumlamentieren, sondern selber bei uns anfangen.
Grus,
Euer Predat
Ha!
Wiedermal ein Beweis, dass wir der Umwelt und der Wirtschaft ein Problem zu lösen haben. Demnach haben wir keinen eigenen Brennstoff, also machen wir uns welchen! Wir kaufen uns unsere Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf zurück (Vielen Dank Herr Fischer) modernisieren sie und sorgen endlich für eine geschlossene Brennstoffversorgungskette, das spart Müll und Ressourcen, ist zwar teurer, aber vertretbar und unabhängig. Allerdings müsste dazu das Atomgesetz geändert werden. Also Frau Merkel, Sie sind am Zug!
@Jan-Christian Lewitz
Sehr geehrter Herr Lewitz,
glauben Sie ernsthaft, dass Sie heutzutage bei dem hohen Krebsrisiko in der Bundesrepublik Bergleute für ein Uranbergwerk finden würden? Selbst wenn Sie denen das Dreifache eines Durchschnittslohnes pus monatlich 2 Liter akzisefreien Trinkbranntwein (in Ostthüringen hieß dieser Schnaps "Kumpeltod") -wie in der DDR geschehen- bieten?
Frau Schneider hat nicht unrecht. Es wird z.Z. deutlich weniger Uran gefördert, als verbraucht wird. Die Differenz wird noch mit Uranvorräten aus abgebauten Atomwaffen ausgeglichen. Aber dieser Vorrat ist nicht unerschöpflich. Außerdem wird der weltweite Uranverbrauch rapide ansteigen, da Länder wie China und Indien jede Menge neue AKWs planen und bauen (vom Rest der Welt will ich hier gar nicht sprechen). Da aktuell zu wenig neue Uranvorräte erschlossen werden, wird Uran in 3-4 Jahren deutlich teurer sein als heute. Die Chinesen sind deshalb bereits dabei, sich potentielle Lagerstätten z.B. in der Zentralafrikanischen Republik zu sichern (wie die franz. AREVA es auch bereits getan hat).
Wenn unsere AKWs länger laufen sollen, sollte man das durchaus berücksichtigen. Von importiertem Uran ist man sonst genau so abhängig, wie von jedem anderen importierten Rohstoff.
@Sascha
Sicher ist der Uranabbau nicht unbedingt Gesundheitsfördernd.
Aber ich hab auch mal dazu einen Bericht gelesen, von zwei Seiten, die einen meinten, das ein Großteil der Arbeiter dort im späteren Leben Krebs bekamen, vor allem Lungenkrebs.
Der Bericht der anderen Seite bemerkte, dass in in der DDR zum an und für sich schon überdurchschnittlichen Lohn bei den Arbeitern auch auch Zigaretten zum *Lohn* gehörten, welche bei den schwierigen Aufgaben auch sicher nicht ungenutzt blieben...
Und zum Bergbau allgemein, schon mal gefragt wo unsere Kohle her kommt?
Jedes Jahr sterben alleine im Asiatischen Raum etwa 10000 Menschen in den maroden Kohlegruben, weltweit sind es deutlich mehr.
Makaber wäre jetzt mal für die Atomgegner auszurechnen wie viel Gramm Mensch pro Tonne Kohle *verbrannt* wird...
Und zur *Grundlast* gut das es mal angesprochen wird...
Wir brauchen egal ob von Kohle, Gas oder von Atomkraft, wir brauchen 40-60% Strom die dem Netz die Frequenz vorgeben, sonst würde das System mit den Kraftwerken schwanken, denn Wind und Solar werden aufwendig *angepasst*, aber wenn nichts zum anpassen gibt... Flackerts halt mal! XD
Ich bin für einen "echten Störfall".Hier in Deutschland...aber wenn es geht direkt in Berlin und da im Bundestag.Laßt es uns doch einmal im Kleinen ausprobieren,mit den Verantwortlichen.Wie viele Hinweise benötigen wir noch um zu sehen, das Atomkraft kein Weg in die Zukunft sein kann.Herzliche Grüße !
Wer Kernenergie bevorzugt und unterstützt sollte neben den Reaktoren oder ?Endlagern? wohnen müssen
Mal schauen ob sie es dann 10 Jahre später immer noch wollen !°!!
@Jan-Christian Lewitz
Das hochmoderne Auslaugverfahren welches die Wismut anwendete, funktionierte mit Schwefelsäure. Dabei wurde die Säure im Boden verpresst.
Das feine an dieser hochmodernen technik ist, das diese Brühe inzwischen an mehreren Stellen durchsuppt und ganze Gegenden kontaminiert! Tolle Technik!
Im übrigen hat die Sanierung der Umweltschäden ,angerichtet durch die Wismut AG, über 5 Milliarden ? gekostet (Quelle: MDR), und raten sie mal, wieviel davon von den Energiekonzernen bezahlt wurde.
Die Praemisse, das Uran als Alternative zu Oel taugt ist m.E. ohnehin nicht gegeben. Der Grossteil unseres Oelverbrauchs geht auf das Konto von Autos und der Petrochemischen Industrie, die eben mit Uran nicht viel anfangen koennen. Gas wird zwar auch zur Stromerzeugung eingesetzt, hat hier aber nur einen sehr geringen Anteil. Bevor wir also nicht alles auf Elektroautos und Fernwaerme umstellen, ist die ganze Diskussion muessig.
Letztlich bleibt festzuhalten, dass die erneuerbaren Energietraeger wie Windkraft, Wasserkraft und Solarkraft die einzig wirklich einheimischen und unbegrenzt verfuegbaren Energiequellen sind. Und das sogar ohne das Risiko der Kernenergie und voellig CO2-neutral.