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Unfälle immer häufiger: Dobrindt plant Führerschein für Drohnen

Der Einsatz von Drohnen ist inzwischen keine Seltenheit mehr: Privat wie gewerblich sind die Fluggeräte auf dem Vormarsch. Verkehrsminister Dobrindt sieht Handlungsbedarf, vor allem, um Unfälle zu vermeiden.

Angesichts der steigenden Zahl von Drohnen plant das Bundesverkehrsministerium schärfere Vorgaben für deren Nutzung: So sollen gewerbliche Nutzer für die ferngelenkten Fluggeräte einen Führerschein benötigen und alle Drohnen ab 500 Gramm Gewicht einer Kennzeichnungspflicht unterliegen. "Drohnen sollen zukünftig registriert werden, um den Eigentümer identifizieren zu können", sagte Dobrindt. Dadurch sollen bei Unfällen die Verantwortlichen leichter haftbar gemacht werden.

Gewerbliche Nutzer von Drohnen müssen den Plänen zufolge ihre "fliegerischen und luftrechtlichen Kenntnissen" in einer Prüfung nachweisen. Die Lizenz wird demnach durch das Luftfahrt-Bundesamt erteilt. Dann können die Flugkörper künftig aber auch außerhalb der Sichtweite des Steuerers fliegen.

Neben dem Führerschein soll es auch Einschränkungen geben. Private Flüge in über 100 Metern und außerhalb der Sichtweite des Steuerers sollen verboten werden. Auch über Industrie-Anlagen, Unglücksorten und Einsatzgebieten der Polizei gilt dann ebenso ein Flugverbot für die unbemannten Flugobjekte wie über Autobahnen, Gleisen und Kraftwerken.

Der Einsatz von Drohnen hat in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Sie können mit dem Smartphone gesteuert werden und Kameras tragen, um Luftaufnahmen zu machen.

Quelle: n-tv.de

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