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Bisher konnte Donald Trump machen, was er wollte - seine Umfragewerte blieben davon unberührt. Ändert sich das jetzt?
Bisher konnte Donald Trump machen, was er wollte - seine Umfragewerte blieben davon unberührt. Ändert sich das jetzt?(Foto: AP)

Wende im US-Vorwahlkampf?: Donald Trump verliert seine Spitzenposition

Im Vorwahlkampf der Republikaner schreit, beleidigt und schimpft Trump, was das Zeug hält. Seinen Umfragewerten konnte all das nichts anhaben - bis jetzt. In einer neuen Erhebung ist Trump plötzlich nur noch die Nummer zwei.

Ted Cruz ist texanischer Senator und steht der Tea-Party-Bewegung nahe.
Ted Cruz ist texanischer Senator und steht der Tea-Party-Bewegung nahe.(Foto: REUTERS)

Der Milliardär Donald Trump droht seine Spitzenposition um die republikanische Präsidentschaftskandidatur zu verlieren. Erstmals seit mehreren Monaten sieht eine Umfrage bei republikanischen Wählern nicht den 69-Jährigen an der Spitze, sondern den texanischen Senator Ted Cruz. Das "Wall Street Journal" und der Sender NBC teilten mit, Cruz liege in ihrer gemeinsamen Erhebung bei etwa 28 Prozent (plus 8 Punkte). Trump sei seit Mitte Januar um 7 Punkte abgerutscht und liege nun bei 26 Prozent.

Die Fehlermarge der Umfrage wird mit knapp 5 Prozent angegeben, Trump und Cruz könnten also auch gleichauf liegen. Das Erstarken des Texaners ist dennoch bemerkenswert, weil Trump lange als praktisch uneinholbar galt.

"George W. Bush hat das Land belogen"

Als Gründe für Trumps schwächeres Abschneiden wurde das Ausscheiden mehrerer Kandidaten angeführt. Deren Wähler hätten ihre Stimmen anschließend anderen Widersachern von Trump versprochen. Auch habe dem Milliardär sein sehr schwacher Auftritt bei der jüngsten TV-Debatte der Republikaner geschadet.

Im bisher härtesten Schlagabtausch hatte Trump am vergangenen Samstag in South Carolina vor allem Jeb Bush und dessen Bruder George W. Bush angegriffen. Dessen Irak-Krieg sei ein "dicker, fetter Fehler" gewesen, rief Trump. Der Präsident habe das Land damals in Sachen Massenvernichtungswaffen belogen.

Auf den Plätzen drei bis sechs liegen in der Umfrage Marco Rubio (17 Prozent, plus 4 Punkte), John Kasich (11 Prozent, plus 8 Punkte), Ben Carson (10 Prozent, minus 2 Punkte) und an letzter Stelle Jeb Bush (4 Prozent, minus 1 Punkt). In South Carolina findet am Samstag die dritte Vorwahl nach Iowa und New Hampshire statt.

Quelle: n-tv.de

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