Politik
(Foto: picture alliance / dpa)

Panne bei Wahlkampfveranstaltung: Drohne stürzt neben Merkel ab

Kaum ist der Abschlussbericht zum Eurohawk vorgelegt und die Union wohl froh, dass die Diskussion so kurz vor der Wahl etwas abgeklungen ist, da fällt der Kanzlerin bei einem Auftritt eine Foto-Drohne vor die Füße. Jetzt bekennen sich die Piraten als verantwortlich.

Der Absturz einer etwa 40 Zentimeter großen Drohne hat während einer CDU-Wahlkampfveranstaltung mit Kanzlerin Angela Merkel für Verwirrung und Heiterkeit gesorgt. Während Merkel vom sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich angekündigt wurde, ging das Fluggerät nur rund zwei Meter vor ihr und den anderen auf der Bühne versammelten CDU-Politikern unsanft nieder. Darunter war auch Verteidigungsminister Thomas de Maizière.

Einsatzkräfte machten den jungen Mann ausfindig und veranlassten ihn zur Landung seines mit einer Kamera versehenen Fluggeräts. Anschließend untersuchten Sicherheitsexperten die von mehreren Propellern angetriebene Drohne. Sie stellten fest, dass keinerlei Gefahr von ihr ausging. Der 23-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Er gab zunächst an, dass er Fotos von der Kanzlerin machen und an die Presse verkaufen wollte.

"Wie es ist, selbst von einer Drohne beobachtet zu werden"

Merkel sah offensichtlich amüsiert zu, wie das Fluggerät am Rande der Bühne niederging; de Maizière wirkte dagegen eher konsterniert. "So eine Veranstaltung soll ja auch Spaß machen", kommentierte Tillich die Bruchlandung vor lachenden Zuschauern. Anschließend lief die Veranstaltung ohne Zwischenfälle weiter.

Als verantwortlich für die Drohne bekennt sich jetzt die Piratenpartei. "Ziel des Einsatzes war, der Kanzlerin und Verteidigungsminister de Maizière ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie es ist, plötzlich selbst von einer Drohne beobachtet zu werden", teilte der Vizevorsitzende der Piratenpartei Markus Barenhoff mit.

Quelle: n-tv.de

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