Freitag, 10. Juli 2009
Nachbarn verhindern Schlimmeres: ETA bombt im Baskenland
Im Baskenland haben Terroristen einen Bombenanschlag auf ein Parteibüro der regierenden Sozialisten verübt. Es bestehe kein Zweifel daran, dass die Untergrundorganisation ETA für den Anschlag verantwortlich ist.
Vergangene Woche waren drei ETA-Führungsmitglieder in Frankreich gefasst worden.
(Foto: AP)
Mutmaßliche Terroristen der ETA haben einen Bombenanschlag auf ein Parteibüro der im Baskenland regierenden Sozialisten (PSE) verübt. Verletzt wurde nach Angaben des baskischen Innenministeriums niemand. Es sei aber erheblicher Sachschaden entstanden. Der etwa drei Kilo schwere Sprengsatz explodierte in der Nacht vor dem PSE-Parteisitz in der Kleinstadt Durango östlich der nordspanischen Industriemetropole Bilbao.
Die Polizei hatte das Gebiet rechtzeitig absperren und einige Wohnhäuser räumen können. Anwohner hatten zuvor beobachtet, wie ein Vermummter einen verdächtigen Gegenstand vor dem Gebäude deponierte. Dutzende Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Die Detonation verursachte auch ein Leck in einer Gasleitung. Nach Angaben des baskischen Innenministeriums besteht kein Zweifel daran, dass die Untergrundorganisation ETA für den Anschlag verantwortlich ist.
Erst vor drei Wochen hatten ETA-Terroristen nahe Bilbao einen Polizeiinspektor ermordet, indem sie eine Haftbombe an seinem Wagen befestigten. Nach dem Regierungswechsel im Baskenland vor rund zwei Monaten hat die ETA mit einer neuen Welle des Terrors gedroht. Der Sozialist Patxi López ist der erste nicht-nationalistische Regierungschef der Region und verteidigt deren Zugehörigkeit zu Spanien. Die ETA kämpft seit 1968 für einen unabhängigen Baskenstaat und hat seither fast 850 Menschen ermordet.
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