Samstag, 07. November 2009
Ermittlungen gegen NPD: Einnahmen systematisch frisiert
Nur wenige Tage nach dem Tod ihres wichtigsten Finanziers wird die NPD von einer neuen Finanzaffäre überrollt. Die rechtsextremistische Partei soll Spenden frisiert und Zuschüsse aus der Staaatskasse erschlichen haben.Die Partei habe jahrelang systematisch ihre Einnahmen nach oben frisiert, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Erkenntnisse des Landeskriminalamts (LKA) Düsseldorf. Demnach seien Spenden und Mitgliedsbeiträge an den Parteivorstand für die Jahre 2002 bis 2006 in "erheblichem Umfang" zu hoch angegeben worden. Die Summe der Fehlbeträge belaufe sich auf 870.154 Euro.
Dadurch erhöhten sich auch die staatlichen Zuschüsse an die NPD, da Parteien für jeden Spenden-Euro zusätzlich Geld aus der Staatskasse erhalten. Auf diese Weise habe sich die NPD im Laufe der Jahre "unberechtigte Zuschüsse in Höhe von knapp 270.000 Euro" erschlichen, zitiert der "Spiegel" Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer aus Münster. Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht der NPD demnach der Verlust der zu Unrecht gezahlten Zuschüsse sowie eine Strafzahlung in doppelter Höhe des Fehlbetrags, also mehr als 1,7 Millionen Euro.
Inzwischen prüft laut "Spiegel" auch die für die Parteifinanzen zuständige Bundestagsverwaltung den Vorgang. Zu Details wollte sich ein Sprecher demnach aber zunächst noch nicht äußern. NPD-Justitiar Frank Schwerdt sagte laut "Spiegel", er habe "keine Anhaltspunkte für unkorrekte Abrechnungen gefunden".
AFP
Hintergründe zur Nachricht
Politik
-
Neue Lyrik über Griechenland
Spott ergießt sich über Grass
-
Wieder tote Zivilisten in Afghanistan
Nato-Bomben töten Familie
-
Umstrittenes Atomprogramm
Iran baut zweites AKW
-
Mehr als 30 tote Kinder
Massaker sorgt für Empörung
-
Rückbau der Atomruine dauert 30 Jahre
Abklingbecken sicher vor Beben
-
Anerkennung von Gesundheitsschäden
SED-Opfer warten jahrelang
-
Idealer SS-Mann und blonde Bestie
Aufstieg und Tod des Reinhard Heydrich
-
Deutsche Interessen vernachlässigt?
Steinbrück: Kanzlerin vereinsamt
-
Zustimmung zum Fiskalpakt
Schwarz-Gelb macht Druck
-
Eintrag in Flensburg
Ramsauer verschärft Punkte
-
Unregelmäßigkeiten in Ägypten
Sabahi will die Wahl anfechten
-
Einkäufe für die Rüstung
De Maizière droht Industrie