Dienstag, 27. Juli 2010
Entwicklungshelfer im Sudan: Entführte Deutsche wieder frei
Zwei Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes wurden vor einem Monat verschleppt - jetzt sind sie wieder frei. Den Helfern aus Schleswig-Holstein und Berlin gehe es den Umständen entsprechend gut, sagt Außenminister Westerwelle.
Das Technische Hilfswerk soll die Trinkwasserversorgung im Südsudan verbessern.
(Foto: picture alliance / dpa)
Zwei im Sudan entführte Bundesbürger sind wieder frei. Den beiden Männern gehe es angesichts der schwierigen Umstände gut, erklärte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP). Die beiden Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) waren am 22. Juni in der westsudanesischen Krisenprovinz Darfur aus ihrem Büro verschleppt worden.
Er sei "froh und erleichtert" über die Freilassung, erklärte Westerwelle. Derzeit befänden sich die beiden THW-Mitarbeiter in der Obhut sudanesischer Stellen, im Laufe des Tages sollten sie in die Hauptstadt Khartum gebracht werden. Mitarbeiter des Roten Kreuzes konnten die Freigelassenen nach Angaben des Auswärtigen Amtes bereits treffen, der deutsche Botschafter telefonierte mit ihnen.
Das THW, das dem Bundesinnenministerium angegliedert ist, ist seit 2004 in dem nordostafrikanischen Land tätig. Der Schwerpunkt der Arbeit des THW liegt nach eigenen Angaben auf dem Aufbau der Trinkwasserversorgung für Rückkehrer in den Südsudan. In Darfur führt das Hilfswerk Reparaturen aller Art für UN- und Hilfsorganisationen aus.
AFP
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