Politik
Recep Tayyip Erdogan: "Ich bin auch nur sterblich."
Recep Tayyip Erdogan: "Ich bin auch nur sterblich."(Foto: imago/Depo Photos)

Baldiges Treffen geplant: Erdogan findet in Trump einen neuen Freund

Der türkische Präsident Erdogan will die Beziehungen zu den USA verbessern, mit US-Präsident Trump habe er bereits ein Treffen vereinbart. In einem Interview äußert er sich beeindruckt von Trumps Vorgehen in der Syrien-Frage.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hofft nach dem Verfassungsreferendum in seinem Land auf bessere Beziehungen zu den USA. CNN bestätigte er, dass US-Präsident Donald Trump ihm am Telefon zum Erfolg gratuliert habe. "Wir haben über unsere Beziehung in der bevorstehenden Zeit gesprochen. Er teilte seine Ansichten zu Syrien mit mir", sagte Erdogan. Erdogan äußerte seine Freude über Trumps Art, diese Dinge anzugehen. "Die USA und die Türkei könnten als Verbündete dringende Probleme lösen."

Erdogan sagte, er habe sich mit Trump auf ein baldiges Treffen geeinigt: "Es wäre besser, wir würden von Angesicht zu Angesicht sprechen und unsere Beziehung voranbringen. Wir stimmten darin überein, dass wir uns zu gegebener Zeit treffen werden. Ich habe das an meine Mitarbeiter weitergegeben und wir werden die nötigen Schritte einleiten", so der türkische Präsident.

Kritik an dem Verfassungsreferendum und dem nun bevorstehenden Umbau des türkischen Staates wies Erdogan zurück. Es gehe nicht um seinen persönlichen Machtgewinn. "Ich bin auch nur sterblich, ich könnte jeden Moment sterben", argumentierte er.

"Das nennen wir nationalen Willen"

Vielmehr bringe die Verfassungsreform eine "Veränderung der demokratischen Geschichte der Türkei" mit sich. Erdogan sagte: "Wo es Diktaturen gibt, braucht man kein Präsidialsystem. Hier gibt es die Wahlurne. In der Demokratie liegt die Macht beim Volk. Das nennen wir nationalen Willen."

Dass der Ausgang der Volksabstimmung knapp war, ficht Erdogan nicht an. Er verglich das Ergebnis mit dem Ausgang eines Fußballspiels: "Es ist egal, ob man 1:0 oder 5:0 gewinnt. Das Ziel ist es, das Spiel zu gewinnen."

Erdogan zeigte sich im CNN-Interview enttäuscht von der Europäischen Union: "Die EU hat uns 54 Jahre lang vor ihrer Tür warten lassen." Das sei nicht tolerierbar. "Wir haben hart an der Erfüllung der Anforderungen der EU gearbeitet, aber die EU hat ihre Versprechen nicht eingehalten." Wenn Brüssel bereit sei, seine Versprechen einzuhalten, könne man sich zusammensetzen.

Quelle: n-tv.de

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