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Diesen Geldtransporter hatten die drei überfallen.
Diesen Geldtransporter hatten die drei überfallen.(Foto: dpa)

Terroristen auf der Fährte: Ermittler schweigen zu RAF-Spuren

Nach einem brutalen Raubüberfall auf einen Geldtransporter finden Ermittler DNA-Spuren. Sie führen zu früheren RAF-Terroristen. Offiziell herrscht Schweigen, doch inoffiziell bestätigen Sicherheitskreise die kursierenden Namen.

Auch wenn die offiziellen Stellen noch immer schweigen, steht offenbar fest: Nach Jahren des Schweigens gibt es eine neue Spur zu früheren Terroristen der RAF. Bei den nach einem Raubüberfall in Niedersachsen gesuchten Tätern handelt es sich um Daniela Klette, Ernst-Volker Wilhelm Staub und Burkhard Garweg. Diese Informationen des NDR wurden der Deutschen Presse-Agentur aus Berliner Sicherheitskreisen bestätigt.

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Die genetischen Fingerabdrücke der drei waren nach einem Überfall auf einen Geldtransporter am 6. Juni 2015 in Diepholz gesichert worden. Alle drei Beteiligten sollen dem NDR-Bericht zufolge unter anderem 1993 an dem Sprengstoffanschlag auf die Justizvollzugsanstalt in Weiterstadt in Hessen beteiligt gewesen sein. Auch damals seien ihre DNA-Spuren gefunden worden.

Nach dem Fund der DNA wollten die niedersächsischen Ermittler zunächst keine näheren Angaben zu den Verdächtigen machen. Weder die Staatsanwaltschaft Verden, noch das Landeskriminalamt und die Polizei in Diepholz sagten etwas zu den Identitäten der Gesuchten. Die Staatsanwaltschaft Verden kündigte für Mittwoch eine Pressemitteilung an. Eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA) wollte ebenfalls nicht bestätigen, dass es sich bei den DNA-Spuren um die drei RAF-Mitglieder Staub, Klette und Garweg handelt. Allerdings dementierte die Sprecherin dies auch nicht.

Bei dem Überfall auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarkts in Groß Mackenstedt, einem Ortsteil der Gemeinde Stuhr bei Bremen, hatten drei Maskierte auf einen Geldtransporter geschossen. Verletzt wurde niemand, die Kugeln blieben in einem Reifen und im Blech stecken. Die Täter flüchteten ohne Beute, es gelang ihnen nicht, die Türen des Geldtransporters zu öffnen. Nach dem Überfall wurden die DNA-Spuren entdeckt.

Auch Überfall in Duisburg

Dem NDR-Bericht zufolge wurden Spuren der drei RAF-Mitglieder auch nach einem Überfall in Duisburg auf einen Geldtransporter entdeckt. Am 30. Juli 1999 überfielen drei Maskierte einen Geldtransporter in Duisburg-Rheinhausen. Die Tat weise Ähnlichkeiten zu dem Fall in Groß Mackenstedt auf. So hätten die Täter auch damals zwei Fahrzeuge und Schnellfeuergewehre benutzt - im Gegensatz zu diesmal allerdings etwa eine Million Mark erbeutet.

Die RAF hatte sich 1998 für aufgelöst erklärt. Einige ihrer Mitglieder sind bis heute verschwunden und stehen auf der Fahndungsliste des Bundeskriminalamts. Das gilt auch für Klette, Staub und Garweg.

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Quelle: n-tv.de

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