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Politik

Freitag, 10. September 2010

Minister Woerth in Erklärungsnot: Erneut peinlicher Brief entdeckt

Eric Woerth hat dieser Tage nicht viel Freude.

Eric Woerth hat dieser Tage nicht viel Freude.
(Foto: picture alliance / dpa)

Der durch die Steuer- und Parteispendenaffäre um L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt unter Druck stehende französische Arbeitsminister Eric Woerth ist erneut in den Verdacht der Günstlingswirtschaft geraten.

Die Zeitung "Libération" veröffentlichte ein Schreiben von Woerth aus seiner Zeit als Haushaltsminister, in dem er einem Freund eines politischen Mentors eine Steuervergünstigung zusagt. "Es erschien mir möglich, die umstrittene Nachzahlung zu korrigieren", schrieb Woerth im Januar 2009. Sein Kabinett betonte, dass alles mit rechten Dingen zugegangen sei und er lediglich auf Empfehlung der Verwaltung gehandelt habe.

Woerth steht bereits unter Druck, weil er eine illegale Bargeldspende vom Vermögensverwalter der L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt für den Wahlkampf von Nicolas Sarkozy angenommen haben soll. Sarkozy ist derzeit auf seinen Arbeitsminister angewiesen, da Woerth für die umstrittene Rentenreform zuständig ist, die bis Ende Oktober verabschiedet werden soll.

dpa

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