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Politik
Verantwortung ja, Konsequenz nein: Adolf Sauerland bleibt auf seinem Posten.

Verantwortung ja, Konsequenz nein: Adolf Sauerland bleibt auf seinem Posten.
(Foto: REUTERS)

Montag, 02. August 2010

Sauerland lässt sich abwählen: Es ist eine Frechheit

Stefan Giannakoulis

Sauerland ist beratungsresistent, ihm fehlt das Gefühl für die Situation. Sein Amt gibt er nicht freiwillig auf. Er stellt sich einem Abwahlverfahren - das ist eine Frechheit.

Wenn ich gehen muss, dann gehe ich. Früher nicht. Und schon gar nicht freiwillig. Ihr müsst mich schon abwählen. Das ist es, was Adolf Sauerland sagt. Und das ist nach 21 Toten bei der Loveparade in seiner Stadt zu wenig. Es ist peinlich. Genau wie die mehrfach wiederholte, formelhaft vorgetragene Argumentation des Duisburger Oberbürgermeisters, er müsse sich erst über eine etwaige Verantwortung der Stadtverwaltung klar werden, bevor er ernsthaft darüber nachdenkt, die politische Verantwortung zu übernehmen und zurückzutreten.

Adolf Sauerland hat die Gelegenheit für einen geordneten und würdevollen Abgang längst verpasst. Während alle sich fragen, wie dieser Mann so naiv sein kann zu glauben, er könne jemals wieder als Verwaltungschef die Stadt Duisburg nach außen vertreten, schweigt er erst tagelang – und ergibt sich dann in Plattitüden. Er klebt an seinem Stuhl, beratungsresistent und taub für die täglich lauter werdende Kritik.

Letztlich entscheiden die Bürger

Die Stadt ist auf den Beinen. Der Oberbürgermeister taucht ab.

Die Stadt ist auf den Beinen. Der Oberbürgermeister taucht ab.
(Foto: dpa)

Nun davon zu sprechen, er werde sich einem Abwahlverfahren stellen, ist – mit Verlaub – eine Frechheit. Der Herr Bürgermeister lässt sich notfalls abwählen. Vielen Dank. Dabei sagt es Adolf Sauerland doch selbst: Die Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sieht das so vor – und beschreibt in Paragraf 66, wie das vor sich geht. Letztlich entscheiden die Bürger.

Beantragt die absolute Mehrheit, also mindestens die Hälfte aller Duisburger Ratsmitglieder, ihn abzuwählen, kommt es zur Abstimmung. Plädiert dann eine Zwei-Drittel-Mehrheit für den Antrag, gibt es einen Bürgerentscheid. Nimmt daran wiederum mindestens ein Viertel der Wahlberechtigten teil und stimmt die Hälfte dafür, ist der Oberbürgermeister nicht mehr Oberbürgermeister. Da ist es völlig unmaßgeblich, ob Adolf Sauerland einverstanden ist oder nicht. Oder, wie er es formuliert, sich stellt. Allein: Er könnte das langwierige Verfahren abkürzen, indem er innerhalb einer Woche nach dem Ratsbeschluss seiner Abwahl zustimmt. Dazu aber sagt er nichts.

Dafür hat Adolf Sauerland noch etwas anderes gesagt. Er hat sogar um etwas gebeten – um Verständnis. Das mag menschlich sein. Zu verstehen ist es nicht. Er geht erst, wenn er muss.

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Sauerland schließt Rücktritt aus
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Kommentare
Urlaub schreibt:
03.08.2010 09:47

Hätte er denn, wie es die Qualitätspresse unter anderem auch Ihnen seit Wochen fordert, auch ohne Abwahlverfahren zurücktreten können? Oder wie sieht das die Gemeineverordnung vor? Sollten Sie das nicht zunächst klären, bevor sie weiterhetzen? Sollte man nicht die offizielle Untersuchung abwarten? Sind die Verantwortlichkeiten denn schon entgültig geklärt? Warum schließen Sie sich blind der Es-müssen-Köpfe-Rollen-egal-wer - Mentalität an?


Reinhard Blunck schreibt:
03.08.2010 09:57

Es war einmal .. ein Nachrichtensender , der jetzt das Niveau der Bild Zeitung erreicht hat : undifferenziert ,populistisch ,zerstörerisch ,schade


Udo schreibt:
03.08.2010 09:58

Es sagt doch alles über das Demokratieverständnis dieses Herrn, wenn er davon schwafelt, dass er sich der Abwahl stellen will. Das ist Demokratie, mein Herr! Das Recht des Bürgers ist es, auch seine unfähigen Politiker abzuwählen.


Frederik Gesswein schreibt:
03.08.2010 10:06

Sehr geehrter Herr Giannakoulis, meiner subjektiven, persönlichen Meinung nach ist ihr Beitrag in etwa so informativ und journalistisch-sachlich, wie ich mir die Tagebucheinträge meiner kleinen Schwester vorstelle. Natürlich kann man aktuell Leser gewinnen, wenn man wie ein toter Fisch im Trendstrom Alle gegen Sauerland mitschwimmt. Was ich, inbesondere auf einer Seite wie N-tv, jedoch hoffe erwarten zu können, ist wenigstens halbwegs neutrale, faktenbasierte Berichterstattung. Da es kostenlos ist, nimmt man dafür gelegentliche Berichte über den Hund von Paris Hilton in Kauf. Aber dieser Beitrag gehört meiner Meinung nach in irgendein Forum, nicht in den oberen Bereich einer Nachrichtenseite. Ich wohne nicht in Duisburg und war nicht auf der Love-Parade, habe auch in keinster Weise mit Herrn Sauerland, der CDU oder sonstwie mit Politik zu tun; möglicherweise bin ich dadurch sogar zu unbetroffen; jedoch artet meiner wieder subjektiven, persönlichen Meinung nach diese Hexenjagt definitiv zu weit aus; politische Verantwortung muss auch anders wahrgenommen werden können als durch einen Rücktritt, die Schuld an einer Massenpanik, wenn es denn eine war, verteilt sich ebenso auf viele Schultern. Mit freundlichen Grüßen F. Gesswein


Mayer schreibt:
03.08.2010 10:09

Ja er kann auch ohne Abwahl zurücktreten, aber er würde dadurch seine Pensionsansprüche verlieren, bei einer Abwahl behält er diese. Deshalb stimmt er einer Abwahl zu, aber einen Rücktritt schließt er aus. Verantwortung übernehmen sieht anders aus.


Ron777 schreibt:
03.08.2010 10:09

Das Ganze wird langsam zu einer Pressekampagne. Ist der arme Oberbürgermeister wirklich der Einzige, den eine Schuld trifft? Oder haben nicht auch Polizei, Veranstalter, Ordner, untergeordnete Behörden versagt? Wir stehen am Anfang der Aufklärung. Es kann dabei auch herauskommen, dass selbst die Besucher, die rücksichtslos entgegen den Anweisungen der Ordner über Zäune hinweg aufs Gelände drängten, eine große Mitschuld am Unglück haben. Seine wir nicht alle so selbstgerecht. Und zum Bürgermeister: Er kann nicht einfach zurücktreten, denn dann verliert er alle ! Pensionsansprüche, auch die, die er sich als ehemaliger Lehrer erworben hat. Sowas kann man nicht verlangen...


Ralph Esser schreibt:
03.08.2010 10:11

Ich kannn mich der meinung des Herrn Blunck nur vollinhaltlich anschließen !


H. Mayer schreibt:
03.08.2010 10:16

Liebe n-tv Redaktion bitte begebt euch nicht auf Boulevard Zeitungs-Niveau und vermeidet in Zukunft solche Hetz-Artikel. Es reicht doch rein objektiv und sachlich zu schreiben. Das ist es was n-tv immer ausgemacht hat. Wenn ich solche Sätze lese kommen mir da doch gehörig Zweifel : Dafür hat Adolf Sauerland noch etwas anderes gesagt. Er hat sogar um etwas gebeten – um Verständnis. Das mag menschlich sein. Zu verstehen ist es nicht. Er geht erst, wenn er muss.


Kim schreibt:
03.08.2010 10:19

Kann mich den Lommentaren von Urlaub und Herrn Blunck nur anschliessen. Die Hexenjagd, die die Medien veranstalten, ist einfach unerträglich. Solange Herrn Sauerland nichts nachgewiesen werden kann, gilt die Unschuldsvermutung. An seiner Stelle würde ich den Spiess umdrehen und jeden Schreiberling, der so einen Müll in den Medien verzapft, wegen Verleumdung verklagen! Moral? Wo bleibt die Moral, einen möglicherweise völlig integren Mann aus dem Amt zu hetzen? Fehlen nur noch Schmierereien an seinen Hauswand Mörder, Mörder.


Frank schreibt:
03.08.2010 10:21

Ein Rücktritt würde bedeuten: er müsse alle Pensionsansprüche aufgeben - eine Regelung, die meiner Meinung nach ungerecht ist. Seine Ansprüche aus der Zeit als Lehrer sollten ihm erhalten bleiben!


Peter schreibt:
03.08.2010 10:24

Es gibt wichtige Unterschiede zwischen journalistischen Beiträgen und Kommentaren. Nicht ohne Grund müssen Kommentare als solche gekennzeichnet werden!


Pad schreibt:
03.08.2010 10:35

Ich fand es schon immer ungerecht auf nur einen einzuprügeln und finde das immer noch. Es ist halt leicht sowas zu machen macht man ja immer .... Aber man soll sich mal selbst fragen wie man in dieser Situation reagieren würde? Ich bezweifel das mehr als 5 der Oberklugen hier zurücktreten würde. Dazu kommt halt immer noch die Tatsache, dass er sich offensichtlich keiner Schuld im strafrechtlichen Sinne bewußt ist. Bislang gibt es da m.E. auch keine Hinweise für. Wenn Ordnungsamt/ Polizei und Veranstalter letztlich ein Konzept präsentiert haben, dass - sofern er korrekt umgesetzt worden wäre - genug Sicherheit geboten hätte, dann wäre ich mir an seiner Stelle wohl auch keiner Schuld bewußt. Aber das klären die Gerichte. Die Berichterstattung bei N-TV finde ich unzumutbar für einen Nachrichtensender nicht angemessen. Auch hier sollte man erst den Kopf einschalten bevor man sich so eindeutig positioniert.


frank schreibt:
03.08.2010 10:42

Unabhängig davon, ob der Artickel meinungsbildend und, wie einige sicher richtig schreiben, dem strom folgt, bleibt meiner Meinung die Tatsache, das es ein komplettes Versagen sowohl der Ordnungskräfte, der Polizei und der Verwaltung gab. Diverse Stimmen, das eine derartige Veranstalung auf diesem Gelände nahezu undurchführbar sei wurden nicht, oder nicht ausreichend, erhört. Schlussendlich hat die Verwaltung die Genehmigung erteilt. Wer da welche Unterschriften geleistet hat und wer wann wie beteiligt war ist sicher noch zu klären. Aus meiner Sicht verantwortlich ist sie in jedem Fall und deshalb meine ich, das ein Oberbürgermeister bei 21 Toten umgehend die politischen Konsequenzen zu tragen hat, vollkommen unabhängig von persönlicher Schuld! Ausserdem, wie soll H. Sauerland noch zur Aufklärung beitragen, wenn er es nicht mal mehr schafft zur Trauerfeier zu kommen, egal ob man dies als richtig oder falsch bewertet. Auskünfte kann und muss er auch ohne Amt geben. Und eines sollte bitte niemals vergessen werden, Herr Sauerland war einer! der stärksen Befürworter dieser Veranstaltung. Das Problem ist nicht der Artikel von Stefan Giannakoulis, sondern vielmehr die Tatsache, das wir uns über die politische Verantwortung des obersten Dienstherrn der Duisburger Verwaltung 10 Tage nach einer der grössten zivilien Katastrophen der jüngeren Geschichte in Deutschland streiten müssen.


Holger schreibt:
03.08.2010 10:46

Ich kann mich im Wesentlichen meinen Vorrednern nur anschließen. Auch wenn das ein Kommentar ist, erinnert er mich in seiner einseitigen tendenziösen Tonart an unselige Zeiten in Deutschland. Wenn ich mich recht erinnere, hat der vorläufige Untersuchungsbericht von Herrn Jäger, dem Innenminister von NRW, ergeben, dass ein sehr hohes Maß an Schuld beim Veranstalter gelegen habe. Ob das so stimmt, müssen eventuell noch ausführlichere Untersuchungen ergeben. Angesichts des Ergebnisses dieses Untersuchungsberichtes stellt sich einem neutralen Beobachter die Frage, warum auf Herrn Sauerland so ein Hexenjagd veranstaltet wird. Die Antwort liegt auf der Hand. Die Toten von Duisburg werden politisch instrumentalisiert getreu dem Motto, Tote kann man zu nichts mehr gebrauchen, außer dem politischen Gegner zu schaden.


Oliver schreibt:
03.08.2010 10:47

Den Niedergang des journalistischen Niveaus von n-tv zu beobachten, ist langsam schon unerträglich geworden: Auf unterstem Boulevard-Niveau meinen manche Online-Redakteure ihre Meinung als barfe Münze zu verkaufen und als einzig wahre Meinung darzustellen. Ich zweilfel dabei doch stark an ,ohne Herrn Giannakoulis zu nahe treten zu wollen, seinem Verständnis von Demokratie bzw. ob er sich überhaupt im Klaren darpber ist, wie in deutschen Städten und Gemeinden Beschlüsse gefasst werden. Es ist nicht der Bügermeister, oder in diesem Fall der Oberbürgermeister, der einen Beschluss im Alleingang quasi einem Monarchen gleich beschließen und durchsetzen kann. Eine Beschluss wie der, die Loveparade in Duisburg durchzuführen, wird von der Mehrheit des Stadtrats beschlossen. Selbst wenn ein Ober-Bürgermeister im Ergebnis dem Beschluss des Rates nicht folgen will, so muss er sich diesem dennoch fügen! Das ist eben Demokratie. Nur ist es auch Demokratie, dass er als OB dann der Sündenbock ist? Sollte sich nicht auch der Stadtrat, der nun scheinheillig und möglichst schnell das Abwahlverfahren Sauerlands in Gang setzen möchte, nicht auch seiner moralischen Verplichtung als Vertretung der Bürger Duisburgs stellen und hinterfragen, in wieweit jedes einzelne Mitglied ebenfalls eine Teilverantwortung trägt? Egal, wie die Geschichte in Duisburg weitergeht: Ein Rücktritt macht die 21 Toten nicht mehr lebendig und bringt sicherlich auch niemandem eine Genugtuung oder sonstige Befriedigung. Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass ein Rücktritt ganz im Gegenteil nicht als Übernahme von Verantwortung, sondern viel eher als schnelle und bisweilen feige Flucht gleichkommt. Wenn irgendetwas nicht funktioniert oder gravierend falsch gelaufen ist, ist es immer einfacher zu sagen, Ups, mein Fehler! Da gehe ich mal lieber... Auch wenn es sich bei diesem Beitrag von Herrn Giannakoulis lediglich um einen Kommentar schreibt, so muss die undifferenzierte Journalistenarbeit dennoch angekreidet werden. Man könnte gar schon soweit gehen und sagen, sie eifern Herrn Wagner von der Bild-Zeitung nach - nur mit mehr Worten! Quo vadis, n-tv.....


Kim schreibt:
03.08.2010 10:52

Zum Thema Pensionsansprüche: Alles blanker Unsinn. Herr Sauerland bekommt seine Pensionsansprüche völlig unabhängig davon, ob er selbst geht oder abgewählt wird!


Klaus schreibt:
03.08.2010 10:54

Warum soll sich ein Mann, der sich keiner Schuld bewußt ist, freiwillig für den Pöbel zum Sündenbock machen? Hut ab vor Sauerlands Standhaftigkeit.


amking7 schreibt:
03.08.2010 11:02

Früher waren es die Hexen, die willkürlichen Anschuldigungen ausgesetzt waren und für alles Unheil herhalten mußten. Gehetzt von Leuten wie Ihnen Herr Giannakolis. Sehr unschön und einer Demokratie unwürdig. Herr Sauerland verliert alles bzw. hat schon alles verloren. Jetzt nehmen Sie ihm auch noch seine Pension. Das geht zu weit.


Jörn schreibt:
03.08.2010 11:02

Erstaunlich, wie viel Geld Adolf S. offensichtlich zur Verfügung hat - immerhin konnte er hier eine Menge für ihn positiver Kommentare kaufen. Liebe Leute; seht es endlich einmal ein... Bei Onkel Adolf lag die letztendliche Entscheidung, ob Loveparade ja oder nein. Wer nun eine solche Veranstaltung durchwinkt, bei der es aufgrund der schier unglaublich dummen Menschenführung der Eintritt der Katastrophe nur eine Frage der Zeit war, für den gilt Folgendes: 1 Er ist so entsetzlich dumm, dass er 1 1 nicht zusammenzählen kann. 2 Er ist so entsetzlich dreist und geldgeil, dass es ihn einfach nicht kümmert, ob nun gestorben wird oder nicht. warum wurde die letztendliche Genehmigung erst in allerletzter Sekunde erteilt ? - Weil man zuvor vermutlich noch über die Höhe der Zuwendungen seitens des Veranstalters verhandelte. Andere Gründe gibt es nicht, dass sich der Veranstalter bis zur letzten Sekunde so dermaßen hätte unter Druck setzen lassen müssen. Ob nun 1 oder 2 zutrifft - in jedem Fall hat solch ein Mensch nichts an der regierigen Spitze zu suchen. Die Entscheidung fiel bewusst und unter Kenntnis der Umstände, unter Kenntnis des Katastrophengaranten Tunnelzuführung. Adolf hats gewusst, Adolf stimmte dennoch zu, denn Adolf wars schlicht egal - Hauptsache, die eigene Kasse stimme. Genau wie die einer Menge anderer Mit-Entscheidungsträger. Eine Untersuchung wird - wie immer - nichts Bahnbrechendes ergeben. Man wird sich ein Bauernopfer suchen, die wirklich Schuldigen werden ungeschoren davonkommen und weiterhin in Saus und Braus leben, sich durch Bezüge für ihre stillschweigende Mitwirkung bei der Ermordung von Menschen breit grinsend belohnen lassen. So ist mans gewohnt. Klar, dass sich Sauerland auf die Aussitzen-Politik verlässt; es dauert halt eine Weile, bis das richtige Bauernopfer gefunden, Beweismittel für dessen Schuld geschaffen wurden, die auf irgendeine Weise so ausgelegt werden können, dass Sauerland keine Schuld träfe. Und natürlich auch niemanden sonst, der vor der Veranstaltung seine Hände ganz weit aufhielt, bevor sich Veranstalter und Stadt die ständig geriebenen Hände reichten. Ich ekele mich vor Leuten, die des Geldes wegen alles zu opfern bereit sind, was nur vorstellbar ist - außer sich selbst, versteht sich. 21 Tote ? - Vollkommen egal, solange die eigenen Taschen prall gefüllt bleiben. Und genau das exerziert Adolf S. gerade in aller Öffentlichkeit mit ungeahnter Dreistigkeit und Verachtung vor.


Jacobs schreibt:
03.08.2010 11:07

setzen, 6! im wesentlich kann ich mich nur den vorrednern anschließen. sauerland ist ein medial gewolltes bauernopfer! die in den letzten tage erfolgte berichterstattung in allen medien errinert leider tatsächlich an die schon oft zitierte hexenjagd: unsachlich, populistisch und niveaulos! bis nicht endgültig geklärt ist sollte für ALLE beteiligten in dubio pro reo gelten!


Andreas schreibt:
03.08.2010 11:07

Herr Sauerland ist 55 Jahre alt und würde alle seine Pensionsansprüche aus 28 Jahren verlieren! Vielleicht sollten sich manche hier mal in seine Lage versetzen. Natürlich muss Herr Sauerland die politische Verantwortung übernehmen. Aber er ist nicht alleine für das Unglück verantwortlich Polizei, Veranstalter sind auch schuld. Man kann doch sein Leben nicht vollkommen zerstören was manche Medien ja bereits machen Der Kommentar, wie Herr Blunck bereits geschrieben hat, erinnert in der Tat an Bild-Zeitungsniveau. Vielleicht sollten die Medien mal mehr über andere Themen berichten. Es gibt über TAUSEND Tote in China und Pakistan wegen schliemmen Unwettern. Vielleicht sollten die Medien mal lieber gegen Klimasünder hetzen.


Oliver schreibt:
03.08.2010 11:14

@Jörn: Ob Herr Sauerland nun dumm ist oder nicht, kann von uns sicherlich niemand beurteilen. Wobei ich Deine Intelligenz nach einem derartigen Beitrag schon eher in Frage zu stellen wage. Auch Dir lege ich nahe, einmal einen Blick in die Gemeindeordnung NRW zu werfen um nachzulesen und vielleicht auch zu verstehen, wie Beschlüsse in deutschen Gemeinden gefasst werden - vielleicht haben Du und der obige Autor ja auch in Gemeinschaftskunde nicht richtig aufgepasst - wie dem auch sei: Schade, dass auch Du einer derjenigen bist, die sich von Massenmedien einfach und schnell manipulieren lassen und auf eine Welle aufspringen ohne selber zu hinterfragen, um was es eigentlich genau geht. So etwas soll es ja in Deutschland schon einmal gegeben haben. Auch unter einem Adolf - aber einem anderen wie dem in Deinem Beitrag nur für den Fall, dass Du auch in Geschichte nicht so aufgepasst hast. Und übrigens: Halte Dich doch mal zurück mit Mutmaßungen über angebliche Geldzahlungen, sei es nun im Vorfeld an die Stadt Duisburg oder an die Verfasser der Kommentare - so ein Blödsinn. Das ist ja selbst für die Bild-Zeitung das unterste Niveau...


Michael schreibt:
03.08.2010 11:18

Sehr geehrter Herr Giannakoulis, eine Frechheit ist in meinen Augen dieser Kommentar. Es ist schon erstaunlich, wie viele und vor allem wer sich jetzt auf Herrn Sauerland stürzt und sich teilweise wohl auch hinter im versteckt.


Jürgen schreibt:
03.08.2010 11:38

ich kann in vielen nur die anderen hier zitieren, doch wäre es nicht nur konsequent, wenn der Verfasser dieses Kommentares auf n-tv.de auf Grund all dieser Punkte nicht die journalistischen Konsequenzen zieht und zurücktritt, dabei auf alle zukünftigen Zuwendungen aus Rentenkassen, ARGE, Lebensversicherungen o.ä. verzichtet? Oder wäre das etwas anderes als das von Herrn Sauerland geforderte?


schmoetz schreibt:
03.08.2010 11:51

Herr Giannakoulis verlangt den sofortigen Rücktritt - rechtlich bedeutet dies, dass Herr Sauerland sich aus dem Beamtenverhältnis entlassen läßt und damit auf seine Besoldung und seine Pensionsansprüche verzichten muss. Wer an seine eigene Arbeit den gleichen Anspruch setzt und ohne Nachweis individueller Schuld seine eigene und die Existenz seiner Familie gefährdet, werfe den ersten Stein, jeder andere - Herr Giannakoulis - schweige still.


Stefan Klarner schreibt:
03.08.2010 12:24

Da tritt ein Bundespräsident sofort zurück - und wird von einer bestimmten Sorte genau deswegen von Journalisten in die Pfanne gehauen. Da tritt ein Oberbürgermeister nicht sofort zurück, sondern stellt sich dem demokratischen Abwahlverfahren und möchte zuerst die Verwantwortung geklärt wissen - und wird von einer bestimmten Sorte von Journalisten ebenfalls in die Pfanne gehauen. Man kann sich in unserem Land als Politiker verhalten wie man will - von einer bestimmten Sorte von Jourmalisten wird man immer in die Pfanne gehauen. Unethisch ! Gossenjournalismus !


johann schreibt:
03.08.2010 12:24

vielleicht bin ich nicht ganz im Thema. Aber ich stelle mich der Abwahl muss man nicht als Frechheit verstehen, sondern vielleicht auch als Größe. Denn manch einer kneift vor einer solchen potentiellen Demontage und kneift, indem er er vorher zurücktritt. - Wie es mit dem angeblichen Verlust der Pensionsansprüche aussieht, darüber habe ich bisher nur sehr widersprüchliches gehört. - Dass Sauerland ein Riesenevent in seine Stadt holen will, gehört in gewisser Weise zu seinen Aufgaben an der Spitze einer Stadt. Dabei muss er sich auf seine Abeilungen und andere Dienststellen verlassen können. - Insgesamt ist die Informationslage für mich als Nachrichtenkonsument absolut verwirrend und trotz stündlicher Nachrichten und vieler Quellen nicht durchschaubar. Daher verstehe ich die Vorverurteilugen in der Presse nicht. Wer von den Presseverantwortlichen wäre denn bereit zurückzutreten, wenn es hier zu einer dramatischen Entwicklung kommt, weil einige der so öffentlich gebranntmarkten dem Druck nicht standhält - zumal wenn sich dann herausstellt, dass man falsches geschrieben hat? - Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es genau einen einzigen gibt, der an diesem Unglück alleine schuldig ist. Das entschuldigt nicht und macht auch eine Aufklärung nicht überflüssig. Aber vielleicht ist es genau das, was alle vermissen, dass jeder Beteiligte eingesteht, wo ein Defizit lag. Letztendlich auch die Teilnehmer, wenn sie blind nach vorne gedrängt haben und sich ihr kleines Drängeln zu einem tödlichen Druck kommuliert hat. - Betroffen macht mich das permanente Reden über Verarbeitung. Gleichzeitig nehmen überraschend wenige an der Trauerfeier teil und fast nahtlos finden die nächeten Raver- und andere Events statt. - Sicherheitsrichtlinien und Verantwortung sind das eine, Gesinnung und Besinnung sind das andere. - Ich wünsche jedem Beteiligten das richtige Maß an Zurückhaltung, Ehrlichkeit, Reue, Versöhnung, Trost und neuem Lebensmut.


Rolf schreibt:
03.08.2010 12:28

Die vielen Beiträge hier lassen die Vermutung von Jörn tatsächlich aufkommen: es scheint mir als wären viele dieser Beiträge schlichtweg von Herrn Sauerland bezahlt. Wer einen Kommentar nicht von journalistischen Artikel unterscheidet, wer die Beamtenbezüge mit den eines freien Journalisten wirklich auf eine Stufe stellen will der hat so wenig Ahnung von der Materie, dass ich mich Frage, warum so Leute hier schreiben...


Kim schreibt:
03.08.2010 12:34

noch einmal: Herr Sauerland behält seine Pensionsansprüche - unabhängig davon, ob er selbst geht oder gegangen wird! Dieses saublöde Argument zieht nicht!


Nehring Klaus schreibt:
03.08.2010 12:38

Bauernopfer, dumme, dreiste, gelgeile Schuldige, die in Saus und Braus leben. Und der Kommentator von n-tv gießt noch kräftig Öl ins Feuer der kochenden Volksseele. Das ist billige Vermarktung einer Katastrophe ! Schnellschüsse und Manipulation der Toten im Klassenkampf gegen den politischen Gegner. Jetzt sollen sie endlich zahlen, die o.g. Schuldigen. Was hilft eine solche Stimmungsmache? Sicher nicht der Aufklärung und schon gar nicht der besseren Planung und Duchführung von solchen umstrittenen Großveranstaltungen.


herbert ax schreibt:
03.08.2010 12:42

Na es ist doch schön wenn man wie auf den alten Segelschiffen seinen Jonas gefunden hat. Wieso soll der Mann unbedingt Schuld sein? Nun ja der Mann ist auch nicht unbedingt ein Symphatieträger aber das hat ja nichts zu sagen. Er verhält sich eben nur so wir unsere ganze Gesellschaft funktioniert. Die etwas anstellen streiten alles ab , schwarzes Loch , vor Gericht wird geschauspielert das sich die Balken biegen , die Gesetze sind ja ebenfalls so ausgelegt. Wie könnt Ihr überhaupt darauf kommen das noch jemand zu seiner wirklichen oder subjektiven Schuld stehen soll.??? Beispiel: Unfallfolge durch überfahren einer durchgezogenen weißen Linie. Der Verursacher ist ganz klar der Fahrer der die Weiße Linie überfahren hat. Jetzt kommt der Jurist ins Spiel, ist der andere nicht zu schnell gefahren. Also Teilschuld. Hat der Andere nicht etwas getrunken. Also Teilschuld. usw. usw. usw. Das ist doch alles Kaffeesatzleserei . Nein Schuld ist Einwandfrei der über die durchgezogene Linie gefahren ist , der andere sollte dann eben nur für zu schnelles fahren oder für seine Promillesünde bestraft werden und nicht das er Mitchuld an dem Unfall trägt. Aber so funktioniert eben unsere System. Fazit: Wen soll dieses Verhalten wirklich wundern??


Manfred schreibt:
03.08.2010 12:50

Lieber Rolf, es ist doch geradezu idiotisch zu schreiben, man wäre von Herrn Sauerland bezahlt, nur weil man nicht blind der Meute hinterherläuft, die Herrn Sauerland vorverurteilen. So schrecklich die Geschehnisse auch waren und wie sehnlichst die Betroffenen natürlich nach Schuld und Vergeltung lächzen, es jetzt in dieser primitiven, einseitigen und undifferenzierten Form an einer Preson festzumachen ist doch billig. Wie groß wäre denn der Aufschrei gewesen, wenn ein Herr Sauerland noch am Morgen das Event abgesagt hätte? Dann wären alle Schmarotzer aus Ihren Verstecken gekommen und hätte laut nach Schadensersatz getönt. Darüber hinaus gibt es immer Bedenkenträger und ich stelle es mir äußerst schwer vor, wirkliche Bedenkenträger von den notorischen zu unterscheiden, die sich jetzt natürlich alle bestätigt fühlen.


Rosima schreibt:
03.08.2010 12:52

Ein Charakterkrüppel bittet um Verständnis - und hat auch noch seine Fan-Gemeinbde. - ICH BIN FASSUNGSLOS und kann mich nur Jörns Meinung anschließen - wäre ich der Kämmerer der Stadt Duisburg würde ich flugs die Portokasse nachzählen!!! Es geht hier um den Tod von 21 jungen Menschen und 500 Verletzten und ich lese Kommentare wie: ...von einem Rücktritt werden die auch nicht mehr lebendig! .... Ich glaube mir wird schlecht! Bitte!! Es geht hier um die ethische und politische Verantwortung für unsägliches Leid!


Pad schreibt:
03.08.2010 12:56

@Rolf: Ich unterstelle dir ja auch nicht, dass du von der anderen Seite für das Schreiben deiner Meinung bezahlt wurdest. Also unterstelle mir bitte soetwas auch nicht. Ich hasse nur Vorverurteilungen von Menschen. Die Schuldfrage wird die Staatsanwaltschaft klären und nicht die Journalisten. Denen obliegt es objektiv zu berichten und keine Propaganda zu betreiben.


Gary schreibt:
03.08.2010 13:00

Das Verhalten des Herrn Sauerland zeigt ganz deutlich was heute der Begriff Solidargemeinschaft in Deutschland bedeutet: Das Volk hat für die Politiker da zu sein. Kein Wunder das bei dieser Abstaubermentalität die einstmals großen Volksparteien kaum noch auf 30 Prozent kommen, - eben weil sie nicht mehr für das Volk da sind. Jeder normale Arbeitnehmer muss für seine Fehler auch finanziell geradestehen. Warum Politiker nicht?


saxo schreibt:
03.08.2010 13:02

Ich finde den Kommentar - ein Bericht ist es nicht - unerträglich subjektiv. Er hätte seinen Platz besser hier, unter den anderen Kommentaren gehabt. Bitte laßt doch den Leser entscheiden, was er aus möglichst objektiven Informationen macht. Sauerlands Schuld- bzw. Versäumnisanteil sollte erst festgestellt werden, bevor man ihm persönliche Konsequenzen nahelegt, ja ihn dazu drängt. Nichts an der Situation wird besser, wenn Sauerland jetzt geht. Nur einige Mitverantwortliche können sich erleichtert zurücklehnen...


Kim schreibt:
03.08.2010 13:06

Liebe Rosima: Wer Schuld hat, soll büssen, keine Frage. Aber hat Herr Sauerland schuld ? Ist das bewiesen? Oder wollen Sie einfach, das einer den Kopf hinhält, damit man einen hat, auf den man losprügelt ? Das hatten wir vor 70 Jahren schon mal! Gott sei Dank haben wir das überstanden und ich wünsche mir sowas nicht wieder zurück. Solange nichts beweisen ist, ist jeder Angeklagte Sauerland ist bis heute noch nicht mal angeklagt unschuldig. Haben Sie den Scheiterhaufen schon angezündet oder die Steine für die öffentliche Hinrichtung bereitgelegt ohne gültigen Prozess natürlich. Überlegen Sie mal wo das hinführt. Da können Sie auch sagen: Mein Opa ist auf der Strasse überfahren worden, deswegen fordere ich den Rücktritt des Bundesverkehrsministers!


Fabian schreibt:
03.08.2010 13:06

das einzige, was man zu hören bekommt, ist dass sauerland zurücktreten sollte und dass er es nicht tut. kein einziges mal habe ich jetzt gelesen wo seine schuld jetzt eigentlich liegt. ich glaube kaum dass sich ein bürgermeister intensiv mit so einer veranstaltung beschäftigt, dass werden wohl andere tun. und so lange nicht geklärt ist wer, gibt es auch keine schuldigen, die sich dafür verantworten müssen. mag sein, dass sauerland sich ungeschickt verhält, aber ich kann ihn durchaus verstehen, wenn er nicht wegen dieser hetzjad die verantwortung für 21 tote übernehmen möchte.


Manfred schreibt:
03.08.2010 13:13

Rosima, also bitte, Charakterkrüppel hat auch noch seine Fangemeinde - nur weil man nicht im billigen Herdentrieb jeder Vorverurteilung hinterherläuft, ist man noch kein Fan von irgendjemand. Alle selbsternannten Richter á la Rosima und Co. - wir leben in einem Rechtsstaat und sollten doch eine Untersuchung mal erst anwarten, bevor der Bildboulevard ab - und bestimmt, wer schuldig ist und wer nicht. Wir alle können in Situationen kommen, wo wir auch froh sind, wenn jemand sich objektiv unserer Sache annimmt. Ist doch Kinderkram diese Art von öffentlicher Demagogie!!


FBF schreibt:
03.08.2010 13:18

Besser kann man es nicht in Worte fassen, als durch oben stehenden N-TV Artikel! Der Rücktritt von Sauerland ist längst überfällig! Sauerland und die Verantwortlichen der Stadt Duisburg sind ebenso schuldig wie die Verantwortlichen von Polizei und Veranstalter. Diese Veranstaltung hatte in dieser Form in Duisburg niemals stattfinden dürfen. Fakt ist, dass die Loveparade für die Duisburger Verantwortlichen eine Nummer zu groß war. Das was Sauerland derzeit abliefert ist einfach nur armselig und peinlich. Ein Beispiel für den Niedergang von Werten im politischen Lager, vielleicht auch in unserer Gesellschaft. An Verkommenheit kaum zu übertreffen. Es ist ungeheuerlich aus rein persönlichen Gründen, aus Machtgier und Geldgeilheit nicht zu seiner Verantwortung zu stehen. Es ist ungeheuerlich zu Lügen, um den eigenen Kopf zu retten. 21 Tote, über 500 Verletzte, alles wäre nicht passiert, wenn die Verantwortlichen – und dazu zählt auch Sauerland – ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen wären. Sind sie aber nicht! Deshalb müssen Konsequenzen gezogen und Verantwortung übernommen werden. Das ist inzwischen höchst überfällig. Wäre er ein Mann mit Ehre, hätte er dies schon längst getan. Aber was soll man von Leuten wie Sauerland noch erwarten. Jedenfalls sagt es viel über den Charakter.


Hans schreibt:
03.08.2010 13:22

Der Herr ist extrem berechnend und kaltherzig. Ehre ist ein Fremdwort für ihn. Wenn er zurücktreten würde, würde er einen Teil seiner Pensionsansprüche verlieren. Wenn er abgewählt wird, behält er seine Bezüge. Das ist der Grud für seine Verweigerung, sonst nichts.


Sascha schreibt:
03.08.2010 13:24

Auch ich hätte gern, dass die Presse Ihre Sensationslust einschränkt. Dies hat sich jedoch in den letzten Jahren bedauerlicherweise so entwickelt. Differenziert muss man erkennen, dass hier ein Kommentar verfasst wurde. Dieser gibt seit je her eine persönliche Meinung wider, egal ob diese nun den Gedanken der Mehrheit entspricht oder nicht. Was Herrn Sauerland angeht, bin ich der Meinung dass nichts an einem Rücktritt vorbeiführt. Wer die Herausforderung einer Führungsposition annimmt, übernimmt damit selbstverständlich auch Verantwortung. Dieser Herausforderung hat sich Herr Sauerland mit seinem Posten nun mal gestellt. Wir brauchen uns nichts vor machen: Wenn eine Fußballmannschaft schlecht spielt wird der Trainer entlassen, schreibt ein Betrieb rote Zahlen wackelt der Stuhl vom Chef, sprudelt im Golf Öl aus der Erde wird der Vorstandsvorsitzende des Platformbetreibers entlassen. Haben alle diese Menschen persönliche Schuld, nein. Meist ist es jedoch das missglückte Krisenmanagment welches den betroffenen zum Verhängniss wird. Beim Duisburger OB war das Krisenmanagment auf Rückzug und Blockade ausgelegt. Dieses Verhalten ist meiner Meinung nach das falsche gewesen und auch darauf beziehe ich meine Vorderung eines Rücktrittes. Die Schuld muss losgelöst von dieser Diskussion natürlich gewissenhaft betrachtet, zugeordnet und verteilt werden. ABER NATÜRLCIH LASS ICH AUCH ANDERE MEINUNGEN NEBEN MEINER GELTEN, DENN JEDER MENSCH HAT SEINE EIGENE UND MEIN KOMMENTAR ENTSPRICHT NUN MAL MEINER PERSÖNLICHEN EINSTELLUNG.


Frank E schreibt:
03.08.2010 13:31

Ich als kleiner Arbeitnehmer hätte auch gerne die Wahl, wenns mal brenzlig wird: Leute, kündigt mir, dann gibt es wenigstens Arbeitslosengeld! Würde ich selber gehen, gäb es nichts. Der Mann hat mit seinem Amt eine große Verantwortung und ein großes Salär übernommen. Nun muß er zurücktreten, von sich aus. Seine Zukunft ist mir wurscht - wie sicher keinen die Meine interessieren würde...


Augenzeuge schreibt:
03.08.2010 13:33

Sauerland allein verantwortlich? Das kann nicht sein! Natürlich ist der OB Herr Sauerland politisch verantwortlich für diese Tragödie, aber was ist mit der völlig überforderten Polizei, die lieber die Zeit mit einsperren der Leute im Tunnel durch festhalten von Absperrungen verbracht hat statt verletzten AKTIV zu helfen? Wer hat diese 14 Hundertschaften dirigiert und die völlig verzweifelten Menschen ihrem Schicksal überlassen? Dieser Kopf muss gleich mit rollen!


M. Strö schreibt:
03.08.2010 13:54

Was bitte bringt denn ethische und politische Verantwortung? Das ist eine Worthülse, die in die Irre führt und den gläubigen Michel beruhigt. Sie führt dazu, dass irgendwelche Leute Mist bauen, und jemand anderes den Hals hinhält, weil er diese Leute einstellte oder ihnen vertraute oder einen anderen Grund hat. Wollen die Hinterbliebenen der Opfer die Angelegenheit aufgeklärt sehen oder einen Sündenbock? Diese Massenveranstaltung bietet vielerlei Angriffspotenzial bei der Suche nach Fehlern und nicht nur einen Schuldigen. Hier gilt es Ursache und Auslöser zu unterscheiden und entsprechende Konsequenzen zu ziehen. MFG! PS.: Gibt es eigentlich ein deutliches Zeichen, das Meldungen von Kommentaren unterscheidet, oder muss ich erst schauen, ob ich eigene Kommentare zum Artikel verfassen kann, um diesen selbst als Kommentar zu enttarnen? Nicht selten lohnt sich nämlich das Studium Desselben nicht, wie dieser Fall hier beweist.


Markus schreibt:
03.08.2010 14:28

Reinhard Blunck schreibt: 03.08.2010 09:57 Es war einmal .. ein Nachrichtensender , der jetzt das Niveau der Bild Zeitung erreicht hat : undifferenziert ,populistisch ,zerstörerisch ,schade Möchte mich Herrn Blunck anschließen und denke wir reden von demselben Nachrichtensender. Dieser war früher wirklich mal gut und hat jetzt das Niveau eines … aber nicht das von einem Nachrichtensender. Viele Reportagchen die immer zeitversetzt gesendet werden und wenn alle kamen, geht es wieder von vorne los und was man auf einem Nachrichtensender/Börsensender sehen will wird immer weniger. Bitte nicht so weiter machen.


Rosima schreibt:
03.08.2010 14:55

Manfred, Kim - wir leben in einer Demokratie und hier darf jeder offen und frei seine Meinung äussern - sogar der Stammtisch von Herrn Sauerland!


Alex schreibt:
03.08.2010 15:15

Meines Erachtens geht es Herrn Sauerland nicht ums Geld wie hier so häufig erwähnt. Man sieht ja schon wieviele Personen hier behaupten er bekäme keine Pension mehr. So viel Halbwissen ist erschreckend stand das vielleicht in der Bild?. Gut, aber das wurde ja schon geklärt. Ich glaube, er hat Angst vor dem Strafverfahren wegen der 21 Toten. Wenn er angeklagt wird, müsse er dem Richter erstmal erklären, warum er denn, wenn er keine Schuld hat, bitte zurückgetreten ist! Seine Anwälte haben ihm bestimmt von einem Rücktritt abgehalten. Dass er nie wieder politisch aktiv sein kann dürfe ihm bewusst sein, es geht ihm eher darum nicht ins Gefängnis gehen zu müssen. Ob er dahin gehört, überlasse ich den Richtern. Wenn er aber von seiner Unschuld überzeugt ist, kann er gar nicht anders handeln.


Mister P. schreibt:
03.08.2010 15:20

Sauerland wird nur als Sündenbock geopfert. Die eigentlichen verantwortlichen, die an dem Tag versagt haben und völlig überfordert waren bleiben leider immernoch im Amt


Andreas schreibt:
03.08.2010 15:23

Ich habe kein Verständnis für das Verhalten von Herrn Sauerland und all die Kommentarschreiber, die da von Hexenjagd und Sündenbock reden. Nachdem bereits geklärt wurde, dass der Unfug mit dem Verlust der Pensionsansprüche nicht wahr ist, halte ich folgende Fakten mal fest: - Hexenjagd ist religiösem Wahn geschuldet. Der spielt bei der Beurteilung der Loveparade-Katastrophe wohl keine Rolle - unabhängig vom Ausgang offizieller Untersuchungen steht fest, dass die Stadt Duisburg entgegen der Sicherheitsbedenken und entgegen der klugen Entscheidung der Bochumer die Zustimmung zur Veranstaltung gegeben hat. Da Herr Sauerland oberster Vertreter dieser Institution ist, kann die Mitschuld nicht geleugnet werden. Selbst wenn er im Vorfeld intern gegen die Veranstaltung gewesen wäre, was ich nicht glaube, dann hat er sich mindestens einem Druck gebeugt. Das stellt seine Kompetenz dann auch in Frage. Ich halte es einfach für eine Schande, wie sich solche Nieten in den Führungsetagen halten wollen. Schlimm genug, dass sie durch Parteipolitik überhaupt bis dahin kommen. Wer mal seine Nase mindestens in die Kommunalpolitik gesteckt hat, der weiß, wie diese Spezialkönner an solche Posten kommen. Wenn nun aber schon mit Bezug zur Hexenjagd die Historie bemüht wird, so bleibt mal festzuhalten, dass zu Kaiserszeiten ein Versager in den Reihen des Militärs sein Gesicht genau dann nicht verloren hat, wenn die letzte Kugel für ihn selbst war. Ein Beispiel für unehrenhaftes Abtreten lieferte Wilhelm II. Der nahm nicht die Kugel, sondern den Zug ins Exil. In weniger marzialischen Zeiten ist die Kugel eindeutig der Rücktritt.


Torsten Bungert schreibt:
03.08.2010 17:17

....das sagt alles über den Beamten-Irrsinn in Deutschland aus....dort stecken unsere eigentlichen Probleme. Torsten Bungert


Axel Fehr schreibt:
03.08.2010 17:21

....wenn es denn so ist, dass Herr Sauerland sämtliche !Pensionsansprüche verlieren würde im Falle eines Rücktritts, dann muss man sich fragen welcher moralisierende Empörte denn dann im Bedarfsfalle selbst zurücktreten würde. Wovon lebt man dann? Wenn 1,4 millionen Menschen entspricht so etwa der Bevökerung Hamburgsauf engstem Raum zusammenkommen, ganz gleich wo, dann muss man mit solchen Ereignissen immer rechen.


Objektivität schreibt:
03.08.2010 17:25

Auch wenn die ganze Sache eine unglaubliche Tragödie ist, so sollte man doch am besten versuchen, sich ihr sachlich und objektiv zu nähern. Und sachlich und objektiv betrachtet, liegt es selbst beim derzeitigen Kenntnisstand auf der Hand, dass es schwere Versäumnisse der Stadt Duisburg gegeben hat. Wer ein erwartetes Millionenpublikum lediglich durch einen Tunnel ! mit einer Kapazität von 30.000 Menschen pro Stunde auf ein Gelände an- und ableiten will, das dem Vernehmen nach auch zu klein für die prognostizierten Besucherzahlen war, der muss keine weiteren Ermittlungen mehr abwarten, ob er mindestens eine Teilschuld trägt. Sicherlich hat Herr Sauerland Mitarbeiter gehabt, denen er vertraut hat, die ihn vielleicht auch falsch beraten hat. Aber letztlich ist er der Chef der städtischen Organisatoren. Und somit trägt er die Verantwortung für deren Fehler. Und wenn diese, wie ihn diesem Fall 21 Todesopfer nach sich ziehen, dann gibt es zum Rücktritt eines gewählten Volksvertreters keine Alternative. Damit ist nicht gesagt, dass er der einzige oder auch nur der Hauptverantwortliche ist. Auch ein Veranstalter Schaller wird aus einer Mitverantwortung kaum herauskommen und die Rolle der Polizei muss natürlich auch kritisch hinterfragt werden. Letzten Endes wird wahrscheinlich jeder eine Teilschuld bekommen. Aber keiner der anderen ist ein gewählter Volksvertreter und bei keinem liegt das Versagen schon jetzt so offensichtlich bloss: Tunnellösung, 30.000 Menschen pro Stunde, Millionenpublikum, nur 1 Ein- und Ausgang. Wer die Verantwortung dafür trägt, dass dieses Konzept genehmigt wird, für den ist ein Rücktritt alternativlos.