Politik
Bahnhof Brüssel-Süd bei einem früheren Streik.
Bahnhof Brüssel-Süd bei einem früheren Streik.(Foto: picture alliance / dpa)

Proteste und Demos gegen Sparpolitik: Europa begehrt auf

Italien, Belgien, Portugal, Griechenland: Streiks und Demonstrationen gegen die Sparpolitik bestimmen den heutigen Tag in diesen Ländern. Erste Auswirkungen gibt es bereits: Der Ausstand der belgischen Eisenbahner wirkt sich auch auf die Nachbarländer aus. So wird der Hochgeschwindigkeitszug Thalys nach Deutschland nicht verkehren.

Auch der Thalys bleibt stehen.
Auch der Thalys bleibt stehen.(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Solidaritätstag des Europäischen Gewerkschaftsbundes (ETUC) aus Protest gegen die Sparpolitik sorgt in mehreren EU-Ländern für massive Arbeitsniederlegungen sowie Verkehrsprobleme. In den Euro-Krisenländern Spanien und Portugal begannen landesweite, 24-stündige Generalstreiks, während die Beschäftigten in Italien und Griechenland zu mehrstündigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen waren. In Belgien beteiligen sich die Eisenbahner an der Streikaktion, zudem haben die Fluggesellschaften viele Spanien- und Portugal-Flüge abgesagt.

Bahnreisende sollten heute Belgien meiden. Beschäftigte des Bahnbetreibers SNCB begannen schon am Dienstagabend einen 24-stündigen Streik. Aus Frankreich kommende Reisende mussten in der Nacht in Lille in Busse umsteigen, um nach Brüssel zu gelangen. Der Ausstand sollte vor allem die Wallonie im Süden des Landes treffen - Auswirkungen werde es aber auch in Brüssel und in Flandern geben.

Der Hochgeschwindigkeitszug Thalys wird nicht zwischen Deutschland und Belgien verkehren, teilte der Betreiber mit. Auf den anderen Routen nach Frankreich und den Niederlanden seien Verspätungen möglich. Der Eurostar-Zug durch den Kanaltunnel nach London soll hingegen wie üblich verkehren.

Wegen der Streiks in Spanien und Portugal sagten die Fluggesellschaften eine Reihe Flügen ab. Die großen spanischen Linien strichen etwa die Hälfte der geplanten Verbindungen. Auch im internationalen Flugverkehr könnte es zu Störungen kommen. In Spanien wurde für die Bahnen, U-Bahnen und Busse ein Mindestbetrieb vereinbart, der in jedem Fall aufrechterhalten werden soll.

Auch in anderen EU-Ländern wurden Protestaktionen gegen die Sparpolitik erwartet. In Italien und Griechenland wurden die Beschäftigten aufgerufen, die Arbeit für drei bis vier Stunden niederzulegen.

Quelle: n-tv.de

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