Politik
IS-Kämpfer in Rakka. Europol rechnet damit, dass die Terrormiliz einen Anschlag in Europa verüben wird.
IS-Kämpfer in Rakka. Europol rechnet damit, dass die Terrormiliz einen Anschlag in Europa verüben wird.(Foto: AP)

Rückkehrer aus Terrorcamps: Europol warnt vor Anschlägen

Die Terrorgefahr in Europa ist so hoch wie schon seit über zehn Jahren nicht mehr, sagt die europäische Polizeibehörde. Gefahr gehe vor allem vom sogenannten Islamischen Staat aus. Aber auch Einzeltäter dürften nicht unterschätzt werden.

Der Chef der EU-Polizeibehörde hat vor Anschlägen der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Europa gewarnt. "Europa steht momentan vor der größten Terrorgefahr seit mehr als zehn Jahren", sagte der Chef von Europol, Rob Wainwright, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es sei zu erwarten, dass der IS einen Anschlag irgendwo in Europa verüben werde, "mit dem Ziel, hohe Verluste unter der Zivilbevölkerung zu erreichen". Die Anschläge von Paris hätten gezeigt, dass der IS eine internationale Dimension bekommen habe.

Laut Wainwright sollte auch die Gefahr, die von Einzeltätern ausgehe, nicht unterschätzt werden. Nach Schätzung von Europol sind inzwischen 3000 bis 5000 Europäer, die in einem Terrorcamp Kampferfahrung gesammelt haben, nach Europa zurückgekehrt: "Die wachsende Zahl dieser ausländischen Kämpfer stellt die EU-Staaten vor völlig neue Herausforderungen."

Der Flüchtlingsstrom aus Syrien nach Europa erhöht nach Einschätzung von Europol die Terrorgefahr nicht unbedingt. "Es gibt keine konkreten Hinweise darauf, dass terroristische Reisende systematisch den Flüchtlingsstrom nutzen, um unentdeckt nach Europa zu kommen", so der Europol-Chef.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen