Politik
Jörg Schnurre hat sich eine Wahlwerbe-Flyer-Aktion ausgedacht. Doch kaum waren die Zettel verteilt, hagelte es Kritik.
Jörg Schnurre hat sich eine Wahlwerbe-Flyer-Aktion ausgedacht. Doch kaum waren die Zettel verteilt, hagelte es Kritik.(Foto: dpa)
Donnerstag, 14. September 2017

Kritiker vermuten Bestechung: FDP-Mann warb mit Geldprämie um Stimmen

Ein Direktkandidat der FDP in Sachsen-Anhalt will möglichst viele Wähler für sich begeistern. Auf einem Flyer wirbt er deswegen mit einer Prämie für jeden, der bei der Bundestagswahl ein Kreuz hinter seinem Namen macht. Die Aktion kommt nicht gut an.

Der FDP-Kandidat Jörg Schnurre hat in Sachsen-Anhalt auf einem Wahlwerbe-Flyer jungen Wählern Geld versprochen - und dafür so viel Kritik erhalten, dass er die Aktion rasch wieder abbrach. Das sogenannte Zukunftsticket sei am Mittwoch an rund 150 Haushalte verteilt worden, sagte Schnurre.

Auf der Karte heißt es: "Wenn ich in den Bundestag gewählt werde, dann bekommst DU mit dieser Karte 2 Euro von mir geschenkt. Einfach so." Einen weiteren Euro versprach Schnurre für jeden, der ein Foto von sich und dem Zukunftsticket auf Facebook oder Instagram postet. Schnurre tritt als Direktkandidat im Wahlkreis Dessau-Wittenberg an. Auf seiner Facebook-Seite erntete der Kandidat einen Sturm der Entrüstung. Viele Nutzer hielten die Aktion für einen Versuch der Wählerbestechung.

Schnurre, auf der FDP-Seite im Internet als "Hauptmann d. R., Diplom-Sozialwissenschaftler, Referent des Oberbürgermeisters, Kneipenbesitzer, Unternehmensgründer" ausgewiesen, sagte, die Aktion werde beendet. Er habe die rechtliche Situation nicht genau genug geprüft. Die Aktion überschreite rechtliche Grenzen und greife in die Unabhängigkeit des Wählers ein. Schnurre will ein Entschuldigungs-Schreiben verschicken.

Quelle: n-tv.de

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