Politik
Facebook steht wegen Falschmeldungen schon seit Längerem in der Kritik.
Facebook steht wegen Falschmeldungen schon seit Längerem in der Kritik.(Foto: picture alliance / Stephan Janse)
Dienstag, 29. August 2017

Kampagne gegen Falschmeldungen: Facebook schränkt Fake-News-Werbung ein

Mit einer neuen Richtlinie geht Facebook schärfer gegen gefälschte Inhalte vor. Wer Fake News verbreitet, darf keine Werbung mehr schalten. Das soziale Netzwerk will dadurch die Verbreitung von Falschmeldungen unprofitabel und damit unattraktiv machen.

Facebook verschärft seine Kampagne gegen Verbreiter von Falschmeldungen: Seiten, die wiederholt auf gefälschte Nachrichten verlinken oder diese teilen, dürfen keine Werbung mehr in dem sozialen Netzwerk schalten, wie die Facebook-Manager Satwik Shukla und Tessa Lyons in einem Blog-Eintrag mitteilten. Dadurch soll die Verbreitung von Fake News für Betreiber unwirtschaftlich und damit unattraktiver werden.  "Wir haben gesehen, dass es Seitenbetreiber gibt, die Werbeanzeigen auf Facebook gezielt dazu nutzen, ein großes Publikum aufzubauen und somit eine größere Reichweite für Falschmeldungen zu erzielen.", heißt es in dem Blog-Eintrag.

Bisher blockiert Facebook lediglich Anzeigen, die einzelne Geschichten und Inhalte bewerben, deren Wahrheitsgehalt von unabhängigen Faktenprüfern bereits angezweifelt wurde. Mit der neuen Richtlinie geht das soziale Netzwerk nun noch einen Schritt weiter. Seiten-Betreiber, die systematisch Fake News verbreitet haben, können künftig generell nicht mehr für sich selbst auf Facebook werben. Auch Anzeigen für nicht gefälschte Inhalte wären dann nicht mehr möglich, wenn die Betreiber zuvor negativ aufgefallen sind.

Facebook ermöglicht den Seiten-Betreibern allerdings auch eine Rückkehr in das Werbesystem. "Unterlassen die Seiten die weitere Verbreitung von Falschmeldungen, wird diese Einschränkung wieder aufgehoben", heißt es in dem Blog-Post. Facebook steht seit Längerem in der Kritik, weil dort immer wieder Falschmeldungen kursieren, welche die politische Meinungsbildung beeinflussen. So wurde dem weltgrößten sozialen Netzwerk vorgeworfen, mit seiner schwachen Vorgehensweise gegen erfundene oder manipulierte Nachrichten dem US-Präsidenten Donald Trump zum Wahlsieg verholfen zu haben. Dies wird allerdings von einigen Wissenschaftlern bezweifelt.

Quelle: n-tv.de

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