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Donnerstag, 20. April 2017

Zu viele Niederlagen?: Farage tritt bei Parlamentswahl nicht an

Die Ukip-Partei und ihr ehemaliger Chef Farage gelten als wichtigste Protagonisten hinter dem Sieg der Brexit-Befürworter. Die Neuwahlen, die Premierministerin May nun ausgerufen hat, will der 53-Jährige aber nicht nutzen. Das hat Gründe.

Nigel Farage will bei der britischen Parlamentswahl am 8. Juni nicht antreten. Das offenbarte der ehemalige Chef der europafeindlichen Ukip-Partei in einem Gastbeitrag für die Zeitung "The Telegraph". Farage hatte sich in der Vergangenheit bereits sieben Mal vergeblich um einen Sitz im britischen Parlament beworben.

Der 53-Jährige gilt als einer der wichtigsten Protagonisten hinter dem Sieg der Brexit-Befürworter im Referendum des vergangenen Jahres. Er sei kurzzeitig versucht gewesen, sich um den Abgeordnetensitz im ostenglischen Clacton zu bewerben, dem einzigen Ukip-Wahlkreis der laufenden Legislaturperiode, schrieb Farage.

Mandatsinhaber und Farage-Gegner Douglas Carswell hatte angekündigt, nicht mehr anzutreten. "Es wäre leicht für mich, jetzt zu gewinnen, es wäre eine Bestätigung nach all den Jahren, in denen ich angetreten bin", so Farage.

Er glaube aber, als Mitglied des Europäischen Parlaments mehr Einfluss auf den Austrittsprozess Großbritanniens aus der EU zu haben als in London. "Die Brexit-Gespräche werden in Brüssel stattfinden und das Europäische Parlament wird keinen großen Einfluss darauf haben, aber ein Veto-Recht für jedes Abkommen", schrieb Farage. Er könne seine Position in der Europäischen Politik nutzen, um Druck auf die EU-Abgeordneten auszuüben.

Quelle: n-tv.de

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