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Die Balance stimmt nicht mehr: Nur noch Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zahlen in den Länderfinanzausgleich ein.
Die Balance stimmt nicht mehr: Nur noch Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zahlen in den Länderfinanzausgleich ein.(Foto: picture alliance / dpa)

Nur Bayern, BaWü und Hessen zahlen: Finanzausgleich spaltet das Land

Der Länderfinanzausgleich wird zur Einbahnstraße: Laut einem Medienbericht zahlen 2012 nur noch Bayern, Baden-Württemberg und Hessen in das Umverteilungssystem ein. Der Rest Deutschlands – allen voran Berlin – hält dagegen die Hand auf. Auch einst reiche Länder wie Hamburg sind inzwischen zu Nehmer-Ländern geworden.

Die Kluft zwischen armen und reichen Bundesländern wird einem Zeitungsbericht zufolge immer größer. Erstmals in der Geschichte des gesamtdeutschen Ausgleichssystems gibt es nur noch drei Zahler-Länder sowie auf der anderen Seite 13 Nehmer-Länder, berichtet "Handelsblatt" nach der vorläufigen Abrechnung des Länderfinanzausgleichs für 2012.

Nachdem Nordrhein-Westfalen sich bereits 2010 aus dem Kreis der Nettozahler verabschiedet hatte, ist nun auch das einst reiche Hamburg erstmals im geeinten Deutschland Nehmer-Land geworden, schreibt die Zeitung. Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zahlten insgesamt im abgelaufenen Jahr nach vorläufigen Berechnungen 7,9 Mrd. Euro in den Länderfinanzausgleich ein. Das Ausgleichsvolumen stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 600 Mio. Euro an.

Mit Abstand größter Nutznießer des derzeitigen Länderfinanzausgleichs ist laut dem Bericht Berlin. Mit 3,3 Mrd. Euro fließen gut 40 Prozent des insgesamt umverteilten Geldes in die Hauptstadt. Größter Zahler ist Bayern, das 3,9 Mrd. Euro in den Finanzausgleich einzahlte. Der Freistaat hatte bereits angekündigt, in Kürze Verfassungsbeschwerde gegen den Länderfinanzausgleich einlegen zu wollen.

Quelle: n-tv.de

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