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Ab November 2007Fingerabdrücke im Pass

20.12.2006, 16:56 Uhr

Auf den deutschen Reisepässen sollen vom November 2007 an zwei Fingerabdrücke des Inhabers elektronisch gespeichert werden.

Auf den deutschen Reisepässen sollen vom November 2007 an zwei Fingerabdrücke des Inhabers elektronisch gespeichert werden. Eine entsprechende Gesetzesnovelle billigte das Kabinett in Berlin. Damit erfülle Deutschland frühzeitig entsprechende Vorgaben der EU und nehme eine Vorreiterrolle ein, sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU). Seit Ende 2005 erhalten neue Reisepässe bereits einen Chip, auf dem bislang aber nur ein digitales Passbild gespeichert wird.

Das Kabinett machte ferner den Weg dafür frei, dass bei Grenzkontrollen die Identität einer Person durch den Abgleich der biometrischen Merkmale überprüft werden kann. So werde der Missbrauch deutscher Pässe - etwa durch Terroristen - verhindert, erklärte Schäuble. "Der heutige Beschluss ebnet damit den Weg zur weiteren Stärkung der inneren Sicherheit."

Beim Beantragen eines neuen Reisepasses werden künftig die Abdrücke der beiden Zeigefinger gescannt. Dabei würden die Daten gegen unberechtigte Zugriffe gesichert und nirgendwo anders als auf dem Chip im Passdeckel gespeichert, betonte das Innenministerium.

Eine weitere Erhöhung der Passgebühr ist den Angaben zufolge nicht vorgesehen. Mit Einführung der elektronischen Pässe ("ePass") im November 2005 war der Preis für einen neuen Reisepass bereits von 26 auf 59 Euro gestiegen. Die rund 2,3 Millionen "ePass"-Exemplare ohne Fingerabdrücke können aber ebenso bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit weiterverwendet werden wie Reisepässe ohne Speicherchip. Kinder-Reisepässe ohne Biometrie-Daten werden hingegen statt bis zum 16. künftig nur noch bis zum 12. Geburtstag ausgestellt.