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Zehn tote Kinder: Flüchtlinge ertrinken vor Griechenland

Eisigen Winden und Kälte zum Trotz versuchen nach wie vor Tausende Flüchtlinge, über die See Europa zu erreichen. In der griechischen Ägäis kentert erneut ein Boot bei der gefährlichen Überfahrt. Unter den Toten befinden sich auch zehn Kinder.

Bei einem neuen Bootsunglück in der Ägäis sind mindestens 24 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Unter den Opfern befänden sich auch 10 Kinder, teilte die griechische Küstenwache mit. 10 Menschen seien gerettet worden, nach dem das Boot vor der griechischen Insel Samos gekentert sei. 11 Menschen werden noch vermisst. Schiffe der Küstenwache und der EU-Grenzschutzagentur Frontex suchen nach ihnen.

Trotz des Winterwetters riskieren nach wie vor Hunderte Menschen jede Woche die gefährliche Überfahrt, um in die EU zu gelangen. Erst am Mittwoch waren in der Ägäis sieben Flüchtlinge von der Insel Kos ertrunken.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sind bis zum 24. Januar mehr als 44.000 Flüchtlinge aus der Türkei in Griechenland angekommen. Die EU-Kommission warf Athen erst diese Woche schwere Versäumnisse bei der Sicherung der EU-Außengrenzen vor. Aus einem nichtöffentlichen Expertenbericht gingen "gravierende Mängel" hervor: Unter anderem sollen in der Vergangenheit Reisedokumente von Flüchtlingen nicht systematisch überprüft und zahlreiche Migranten nicht registriert worden sein.

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Quelle: n-tv.de

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