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Die Zahl der Menschen ab 67 Jahren soll bis zum Jahr 2040 auf mindestens 21,5 Millionen steigen.
Die Zahl der Menschen ab 67 Jahren soll bis zum Jahr 2040 auf mindestens 21,5 Millionen steigen.(Foto: picture alliance / dpa)

Demografischer Wandel: Flüchtlinge machen Deutschland nicht jünger

Mehr als eine Million Flüchtlinge erreichten 2015 Deutschland. Unter ihnen sind vor allem junge Männer. Ein Segen also für die alternde deutsche Bevölkerung? Die neusten Zahlen des Statistischen Bundesamtes offenbaren etwas anderes.

Die Alterung der deutschen Bevölkerung wird durch die derzeit starke Zuwanderung nicht gestoppt. Der Zuzug der Flüchtlinge schlage sich vor allem im kurzfristigen Anstieg der Bevölkerungszahl nieder, könne den Gesamttrend aber nicht umkehren, erklärte das Statistische Bundesamt. Allerdings: Das Tempo und das Ausmaß der Alterung würden gemindert.

Die Zahl der Menschen ab 67 Jahren wird den Statistikern zufolge bis zum Jahr 2040 voraussichtlich auf mindestens 21,5 Millionen steigen. Dies wären 6,3 Millionen Menschen mehr als im Jahr 2013. Die Zahl der 20- bis 66-Jährigen wird dagegen voraussichtlich sinken. Ohne einen Wanderungsgewinn, also der Differenz von Zuwanderung und Auswanderung, würde die Zahl der Menschen in dieser Altersgruppe bis 2040 um rund 13 Millionen im Vergleich zum Jahr 2013 abnehmen. Zur Kompensation wäre dauerhaft ein Wanderungsgewinn von etwa 470.000 Menschen pro Jahr erforderlich.

Die hohe Zahl an Flüchtlingen im vergangenen Jahr wertete das Statistische Bundesamt als Sonderentwicklung. Für langfristige Annahmen könne ein einzelnes Jahr nicht als Muster dienen. Sonderentwicklungen und unvorhersehbare Ereignisse wie Kriege, Krisen oder Umweltkatastrophen könnten bei der Vorausberechnung der Bevölkerung nicht berücksichtigt werden.

In der Vergangenheit schwankte der Wanderungssaldo stark. "Auf Phasen einer starken Zuwanderung folgte stets verstärkte Abwanderung", erklärte die Behörde. Von starken Schwankungen sei auch künftig auszugehen.

Quelle: n-tv.de

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