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Der Klimaschutzabkommen in Paris Ende 2015 zählt zu Laurent Fabius' größten politischen Erfolgen.
Der Klimaschutzabkommen in Paris Ende 2015 zählt zu Laurent Fabius' größten politischen Erfolgen.(Foto: AP)

Plötzlicher Rückzug: Frankreichs Außenminister Fabius geht

Nach drei Jahren kehrt Laurent Fabius der französischen Außenpolitik den Rücken - und wechselt aller Voraussicht nach zum Verfassungsrat. Es ist das Ende einer langen politischen Karriere.

Der französische Außenminister Laurent Fabius gibt seinen Posten ab und verlässt die Regierung. Das kündigte der 69-Jährige nach einer Kabinettssitzung in Paris an. Auf die Frage, ob dies seine letzte Sitzung gewesen sei, antwortete Fabius nach Berichten französischer Medien mit "Ja". Es wird erwartet, dass der Sozialist zum künftigen Präsidenten des französischen Verfassungsrats ernannt wird und damit Jean-Louis Debré beerbt. Der 71-Jährige, der dem Verfassungsrat seit 2007 vorsaß, hat das Ende seiner Amtszeit erreicht.

Fabius war seit knapp dreieinhalb Jahren Außenminister unter Frankreichs Staatschef François Hollande. Als sein größer Erfolg gilt das im vergangenen Dezember bei der Pariser UN-Klimakonferenz ausgehandelte internationale Klimaschutzabkommen. In seiner langen politischen Karriere hatte Fabius eine Reihe von Ministerposten bekleidet. 1984 wurde er mit nur 37 Jahren jüngster französischer Premierminister.

Für die kommenden Tage wird in Frankreich zudem mit einer Regierungsumbildung gerechnet. Hollande war in Umfragen lange der unbeliebteste Präsident der französischen Geschichte und konnte nach den Anschlägen von Paris im November 2015 nur kurz in der Wählergunst zulegen. Beobachter erwarten nicht, dass die Kabinettsumbildung seine Popularitätswerte nachhaltig verbessern wird.

Quelle: n-tv.de

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