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Die Klagemauer ist die wichtigste heilige Stätte des Judentums.
Die Klagemauer ist die wichtigste heilige Stätte des Judentums.(Foto: picture alliance / dpa)

Streit um Klagemauer: Frauen und Männer dürfen gemeinsam beten

Jahrelang streiten modern eingestellte und strenggläubige Juden um die Nutzung der Klagemauer. Handgreiflichkeiten, Beschimpfungen und Proteste sind die Folge. Doch nun steht fest: Frauen und Männer sollen künftig gemeinsam beten dürfen.

Männer und Frauen dürfen an einem bestimmten Abschnitt der Klagemauer künftig gemeinsam beten. Das beschloss das israelische Kabinett gegen die Stimmen strenggläubiger Minister. Vorausgegangen waren jahrelange Proteste, Zusammenstöße und Verhandlungen.

Ein 900 Quadratmeter großer Bereich im südlichen Abschnitt der Klagemauer soll noch vor dem Sommer fertiggestellt und für das gemeinsame Gebet vor allem der Reformjuden freigegeben werden. Dafür eingesetzt hatten sich in erster Linie die "Frauen von der Mauer", jüdische Feministinnen, die auch für das Frauenrecht eintreten, laut zu beten und aus der Tora vorzulesen.

Die das Oberrabbinat dominierenden orthodoxen Juden lehnen dies ab. 15 Minister stimmten für die Neuerung, die fünf von den beiden Parteien der Ultraorthodoxen gestellten Regierungsmitglieder stimmten dagegen. Sie verzichteten aber auf ein Veto, um die Koalition nicht zu gefährden.

Die Klagemauer ist die gut erhaltene westliche Stützmauer des Zweiten Jüdischen Tempels, der unter Herodes dem Großen ausgebaut und im Jahr 70 von den römischen Besatzern zerstört worden war. Sie ist die wichtigste heilige Stätte des Judentums. Der Streit um ihre Nutzung hatte in den vergangenen Jahren immer wieder zu Handgreiflichkeiten und Beschimpfungen zwischen moderner eingestellten und strenggläubigen Juden geführt.

Quelle: n-tv.de

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