Politik

US-Drohnenangriff in PakistanFünf Aufständische sterben

28.05.2012, 09:30 Uhr
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Drohnen wie diese vom Typ RQ-1 Predator kommen auch bei Einsätzen in Pakistan zum Einsatz. (Foto: picture alliance / dpa)

Bei der Jagd nach Terroristen im unruhigen pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan werden fünf Anhänger militanter Gruppen getötet. Doch die seit Jahren stattfindenden Drohneneinsätze des US-Geheimdienstes sind in der pakistanischen Bevölkerung und nach internationalem Völkerrecht umstritten: Immer wieder sind Zivilisten Opfer der Angriffe.

Bei einem US-Drohnenangriff im Nordwesten Pakistans sind mindestens fünf Aufständische ums Leben gekommen. Im Abstand von etwa 20 Minuten seien zwei Attacken mit mehreren Raketen auf einen Stützpunkt der Aufständischen in der Nähe von Miranshah, der Hauptstadt Nord-Waziristans, erfolgt, sagten pakistanische Sicherheitskräfte. Zur Identität der Todesopfer machten sie keine Angaben. Es handelte sich um den dritten Angriff dieser Art binnen vier Tagen in Nord-Waziristan.

Die halbautonomen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan gelten als Rückzugsgebiet des Terrornetzwerks Al-Kaida, der Taliban und anderer militanter Gruppen. Der US-Geheimdienst weitete den Einsatz von Drohnen zur Bekämpfung der Aufständischen in der unzugänglichen Bergregion in den vergangenen Jahren massiv aus. Die Angriffe, bei denen auch immer wieder unbeteiligte Zivilisten ums Leben kommen, sind in der pakistanischen Bevölkerung extrem umstritten, werden von der Regierung in Islamabad aber toleriert.

Quelle: ntv.de, AFP