Politik
Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt beim "Ball des Sports" Anfang des Monats in Wiesbaden.
Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt beim "Ball des Sports" Anfang des Monats in Wiesbaden.(Foto: dpa)

Druck von der Politik nehmen : Gauck erwägt offenbar zweite Amtszeit

Die Flüchtlingskrise und die erwarteten Erfolge der AfD im Wahljahr 2016 werden aller Voraussicht nach die Innenpolitik stark belasten. Bundespräsident Gauck erwägt deshalb, sich für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stellen.

Bundespräsident Joachim Gauck erwägt laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung eine zweite Amtszeit. Gaucks Gründe dafür seien demnach die Flüchtlingskrise und das starke Anwachsen der AfD in allen Umfragen. Vor dem Hintergrund der großen innenpolitischen Themen wolle der Bundespräsident die Politik nicht noch in eine zusätzliche Krise stürzen, zitiert die Zeitung Überlegungen aus dem Bundespräsidialamt.

Hintergrund der Befürchtungen sind offenbar die unklaren Mehrheitsverhältnisse bei der im kommenden Jahr anstehenden Wahl eines neuen Bundespräsidenten. Andererseits hätte Gauck selbst eine breite Mehrheit hinter sich. Offiziell wolle der Bundespräsident nach den Landtagswahlen am 13. März erklären, ob er 2017 noch einmal antritt.

Der parteilose Theologe war 2012 von der damaligen Koalition aus CDU/CSU und FDP ins Rennen um die Nachfolge des zurückgetretenen Christian Wulff geschickt worden. Bislang hatte Gauck jede Festlegung in der Frage vermieden, ob er sich nach dem Ende seiner ersten Amtszeit für weitere fünf Jahre zum Staatsoberhaupt wählen lassen will. Er wäre dann 77 Jahre alt.

Sollte Gauck erneut antreten, wäre eine Mehrheit für ihn in der Bundesversammlung wahrscheinlich.

Quelle: n-tv.de

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