Dienstag, 02. Oktober 2007
Wahl in der Ukraine: Gazprom droht Kiew
Kurz nach der Wahl in der Ukraine hat Russland mit einer Kürzung der Gaslieferungen gedroht. Der staatlich kontrollierte Konzern Gazprom kündigte eine Drosselung für den Fall an, dass die Ukraine ausstehende Zahlungen nicht bis Ende Oktober begleicht. Die Ukraine verstoße systematisch gegen geltende Verträge, sagte ein Konzernssprecher. Das Land sei mittlerweile 1,3 Milliarden US-Dollar schuldig.
"Gazprom hat heute seine europäischen Partner vor Problemen mit Gaslieferungen in die Ukraine gewarnt", teilte der Konzern mit. Er liefert rund ein Drittel des in Deutschland verbrauchten Erdgases, von dem einige Teile über Pipelines in der Ukraine fließen. In der Vergangenheit war es im Streit zwischen Russland und der Ukraine über Gaslieferungen auch in Europa zu Lieferausfällen gekommen.
Unterdessen lieferten sich bei der Stimmenauszählung der ukrainischen Parlamentswahl die prowestlichen Kräfte ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Regierungsbündnis von Ministerpräsident Viktor Janukowitsch, der vom russischsprachigen Osten des Landes unterstützt wird. Der russische Botschafter in der Ukraine, Viktor Tschernomyrdin, hatte bereits deutlich höhere Gaspreise für den Fall angekündigt, dass die prowestliche Oppositionspolitikern Julia Timoschenko Regierungschefin wird. "Alles hängt davon ab, wer die neue Regierung bildet, und wie diese die Verhandlungen führt", so Tschernomyrdin. Er war zu Sowjetzeiten Minister für die Gasindustrie und von 1989 bis 1992 Gazprom-Chef.
Der "Kommersant" berichtete unter Berufung auf Gazprom, der Preis werde zwischen 145 bis 175 Dollar pro 1.000 Kubikmeter liegen, sollte Regierungschef Viktor Janukowitsch nach der Wahl an der Macht bleiben. Im Falle einer Amtsübernahme durch Oppositionsführerin Timoschenko könne er auf bis zu 230 Dollar steigen.
Hintergründe zur Nachricht
Politik
-
Schlag gegen Terror-Organisation
Eta-Anführer geht ins Netz
-
Noch mehr Tote bei Massaker in Hula
UN-Sicherheitsrat verurteilt Syrien scharf
-
Parade in Moskau geplant
Polizei nimmt Homosexuelle fest
-
Entschädigung der Zwangsarbeiter
Seehofer macht Druck
-
Neue Lyrik über Griechenland
Spott ergießt sich über Grass
-
Wieder tote Zivilisten in Afghanistan
Nato-Bomben töten Familie
-
Umstrittenes Atomprogramm
Iran baut zweites AKW
-
Mehr als 30 tote Kinder
Massaker sorgt für Empörung
-
Rückbau der Atomruine dauert 30 Jahre
Abklingbecken sicher vor Beben
-
Anerkennung von Gesundheitsschäden
SED-Opfer warten jahrelang
-
Idealer SS-Mann und blonde Bestie
Aufstieg und Tod des Reinhard Heydrich
-
Deutsche Interessen vernachlässigt?
Steinbrück: Kanzlerin vereinsamt