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Anschlag in Schwäbisch Gmünd: Geplante Flüchtlingsunterkunft brennt

Auch an den Weihnachtstagen steht in Deutschland eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Flammen. Und die Polizei vermutet: Mit hoher Wahrscheinlichkeit war es erneut ein Brandanschlag.

Im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd hat es offensichtlich einen neuen Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft gegeben. Wie das zuständige Polizeipräsidium in Aalen mitteilte, wurde in einem von drei im Rohbau fertiggestellten Gebäuden in den frühen Morgenstunden des ersten Weihnachtstages ein Feuer entdeckt. Dieses sei mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Brandstiftung entstanden, hieß es.

"Es gibt entsprechende Spuren, die im Moment den Schluss zulassen, dass wir von Brandstiftung ausgehen müssen", sagte der Leiter der Kriminalpolizei Aalen, Reiner Möller. Ob es sich um eine politisch motivierte Tat handelt, sei noch unklar.

Eine zufällig vorbeikommende Streife der Bosch-Werksfeuerwehr hatte das Feuer gegen 3.30 Uhr gesehen und sofort mit dem Löschen begonnen, wie Möller weiter sagte. Menschen wurden nicht verletzt.Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 20.000 Euro. Die Unterkunft soll vom Frühjahr an bis zu 120 Flüchtlingen eine Bleibe bieten.

Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) verurteilte die "geistige Brandstiftung" scharf. "Dass selbst an Weihnachten eine solche Tat verübt wird, ist erbärmlich".

In den vergangenen Monaten hatte es bundesweit immer wieder Anschläge auf geplante und teilweise auch schon bewohnte Flüchtlingsunterkünfte gegeben. In dieser Woche erst waren bei Bränden in zwei benachbarten Mehrfamilienhäusern im bayerischen Wallerstein zwölf Menschen verletzt worden. Auch hier geht die Polizei von Brandstiftung und einem ausländerfeindlichen Hintergrund aus. In beiden Häusern wohnten "Personen mit Migrationshintergrund", wie die Polizei mitteilte.

Quelle: n-tv.de

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