Düstere Bilanz Gewalt in Afghanistan nimmt zu

Trotz der Anwesenheit von 150.000 Soldaten unter NATO-Kommando: Die Gewalt in Afghanistan ist so hoch wie noch nie seit dem Sturz der Taliban. Fast 10.000 Menschen sterben im vergangenen Jahr durch Gewaltakte.
In Afghanistan sind im vergangenen Jahr fast 10.000 Menschen durch Gewalttaten getötet worden. Unter den Opfern seien mehr als 5200 Aufständische, teilte das Innenministerium in Kabul mit. Auch seien knapp 1300 afghanische Polizisten sowie mehr als 2000 Zivilisten bei Anschlägen und anderen Gewalttaten ums Leben gekommen. Insgesamt seien etwa 6700 Sicherheitsvorfälle registriert worden.
Die Gewalt am Hindukusch befindet sich fast zehn Jahre nach dem Sturz der radikal-islamischen Taliban auf einem Rekordhoch. Noch nie kamen bei Gewalttaten so viele Menschen ums Leben wie 2010, trotz der Präsenz von rund 150.000 Soldaten unter NATO-Kommando.
Die NATO will in diesem Jahr mit der schrittweisen Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen beginnen, die bis 2014 abgeschlossen sein soll. Der Bundestag stimmt Ende Januar über die der Bundeswehr ab.