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"Flüchtlinge nicht willkommen": Görlitzer Investor schockt mit Rassismus

Winfried Stöcker gilt als einer der Hoffnungsträger der Stadt Görlitz - Millionen will er in die Renovierung eines legendären Kaufhauses investieren. Nun schockiert der Mann mit rassistischen Äußerungen. "Reisefreudige Afrikaner" will er übers Meer nach Hause schicken.

Der Görlitzer Kaufhaus-Investor Winfried Stöcker nimmt in einem Interview mit der Sächsischen Zeitung eine klare Position gegen Flüchtlinge in Deutschland ein und schockiert mit einer offen dargebrachten Fremdenfeindlichkeit. Stöcker, der das legendäre Görlitzer Kaufhaus wiederbeleben will und als einer der Hoffnungsträger der Stadt gilt, bläst ein Benefiz-Konzert für Flüchtlinge ab, spricht von "reisefreudigen Afrikanern" und sagt, dass ihm so viele Flüchtlinge nicht willkommen sind.

Stöcker will das Kaufhaus renovieren. Es diente als Kulisse für den Film "Grand Budapest Hotel".
Stöcker will das Kaufhaus renovieren. Es diente als Kulisse für den Film "Grand Budapest Hotel".(Foto: picture alliance / dpa)

Der Investor, der dem Prachtbau im Herzen der Stadt wieder neues Leben einhauchen will, sagte: "Vor zwanzig Jahren haben sich in Ruanda die Neger millionenfach abgeschlachtet. Hätten wir die alle bei uns aufnehmen sollen?" Als der Redakteur der Sächsischen Zeitung mit der Nächstenliebe, gerade in der Vorweihnachtszeit, für das Konzert argumentiert, fordert Stöcker ihn auf, mit dem "Firlefanz" aufzuhören.

"So viele Flüchtlinge nicht willkommen"

Bezüglich des abgesagten Benefiz-Konzertes merkte er an, er wolle mit einem solchen Konzert den Missbrauch des deutschen Asylrechts nicht unterstützen und ihm seien "so viele ausländische Flüchtlinge nicht willkommen". Nach Auffassung Stöckers solle man die Afrikaner, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, sofort wieder nach Hause schicken. "Die reisefreudigen Afrikaner sollen sich dafür einsetzen, dass der Lebensstandard in ihrem Afrika gehoben wird, anstelle bei uns betteln zu gehen."

Stöcker leitet die Euroimmun, ein Unternehmen, das Labordiagnostika herstellt und nach Angaben Stöckers Angestellte aus etwa 50 Ländern beschäftigt. Die würden, so sagt er es in dem Interview, auch eine gute Arbeit machen. Dennoch würden sie - und dabei spricht er von seinen eigenen Angestellten - sich in Deutschland festsetzen und die Deutschen verdrängen. "Die Moslems haben längst begonnen, einen Staat im Staate zu bilden."

Stöcker hatte das Görlitzer Kaufhaus, das schon für den Kinofilm "Grand Budapest Hotel" diente, 2013 gekauft und will den 1913 errichteten Bau für rund 20 Millionen Euro renovieren.

Quelle: n-tv.de

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