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Mit dem EU-Vorstoß kommt faktisch die Einheitsschachtel.
Mit dem EU-Vorstoß kommt faktisch die Einheitsschachtel.(Foto: dpa)

"Nicht der Tabaklobby beugen": Grüne begrüßen Brüsseler Pläne

Zigarettenhersteller sollen nach dem Willen der EU-Kommission deutlich größer und drastischer vor den Gefahren des Rauchens warnen. Die Grünen begrüßen den Schritt und fordern die Bundesregierung auf, nicht vor Tabaklobby einzuknicken.

Im Zuge der Diskussion um ein verschärftes Tabakgesetz in der EU hat die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn die Bundesregierung aufgefordert, sich "nicht den Lobbyinteressen zu beugen". Gesundheitsschutz müsse "Vorrang vor Wirtschaftsinteressen haben", sagte die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die am Mittwoch vorgestellten Pläne der EU-Kommission bezeichnete Höhn als "notwendig, um die Suchtprävention voran zu bringen". Nur wenige Chancen räumte sie dabei möglichen Klagen der Tabakindustrie ein.

Nach den Vorstellungen der EU-Kommission sollen Bilder von Gesundheitsschäden durch das Rauchen künftig EU-weit auf den Zigarettenpackungen abgebildet werden. Zudem will die EU-Kommission Slim-Zigaretten und Menthol-Zigaretten verbieten und eine ganze Reihe weiterer Regeln für Tabakprodukte verschärfen.

Durch die Folgen des Rauchens sterben nach Angaben von EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg pro Jahr in Europa fast 700.000 Menschen.

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Quelle: n-tv.de

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