Politik
Im Frühjahr 2011 trat Guttenberg als Verteidigungsminister zurück.
Im Frühjahr 2011 trat Guttenberg als Verteidigungsminister zurück.(Foto: dapd)

"Zu glücklich in den Staaten": Guttenberg kehrt nicht zurück

Im Bundestagswahlkampf 2013 muss die CSU wohl definitiv auf Karl-Theodor zu Guttenberg verzichten. Der frühere Verteidigungsminister weist alle anderslautenden Gerüchte zurück und bekräftigt, er plane keine Rückkehr nach Deutschland. Er und seine Familie seien glücklich in den USA.

Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg plant derzeit keine Rückkehr in die deutsche Politik. "Meine Familie und ich sind dafür zu glücklich in den Staaten", sagte er am Rande einer Konferenz des Analyseinstituts Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington.

Bei der Konferenz in der US-Hauptstadt legte Guttenberg in einem Vortrag seine Vorstellungen von der "Zukunft der transatlantischen Geschichte" dar. Dabei forderte der ehemalige Politiker unter anderem, Deutschland müsse seine Führungsrolle innerhalb der EU mehr akzeptieren. "Nur Deutschland kann die Strukturprobleme Europas in den Griff kriegen", sagte er.

Nicht nur Beifall fand der Ex-Minister bei einem jüngsten Vortrag über internationale Beziehungen an der Elite-Universität Yale (Connecticut). Wie die Campuszeitung "Yale Daily News" berichtete, verließen etwa 15 deutsche Doktoranden unter lautem Protest den Vorlesungssaal, als Guttenberg zu sprechen begann.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte im Oktober erklärt, er wolle sich um eine Rückkehr Guttenbergs nach der Bundestags- und Landtagswahl im kommenden Jahr bemühen. Einem Artikel des "Spiegel" zufolge waren mehrere CSU-Politiker in den vergangenen Monaten damit gescheitert, Guttenberg dazu zu bewegen, 2013 erneut für den Bundestag zu kandidieren.

Guttenberg galt lange als größter Hoffnungsträger der Union, stürzte im Frühjahr 2011 aber über die Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit. Nach seinem Rücktritt zog er mit seiner Familie in die USA.

Quelle: n-tv.de

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