Politik
Dieses Werk wurde dem einstmals beliebtesten Politiker Deutschlands zum Verhängnis.
Dieses Werk wurde dem einstmals beliebtesten Politiker Deutschlands zum Verhängnis.(Foto: picture alliance / dpa)

Neue Doktorarbeit für die Ehre: Guttenberg macht's noch einmal

Ein gefallener Polit-Star sitzt nach: Karl-Theodor Guttenberg arbeitet offenbar an einer neuen Doktorarbeit. Wie es in einem Zeitungsbericht heißt, habe Vater Enoch zu Guttenberg seinen Sprössling aufgefordert, so die Familienehre wiederherzustellen. Die Dissertation könnte auch ein Baustein für das politische Comeback sein.

Karl-Theodor zu Guttenberg unternimmt offenbar einen neuen Anlauf für seine Doktorarbeit. Das berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung" unter Berufung auf Kreise aus der Union. Nachdem die Universität Bayreuth die Dissertation in der Plagiatsaffäre nachträglich aberkannte, war der im März zurückgetretene Ex-Verteidigungsminister in die USA ausgewandert.

Guttenberg bei einem Vortrag in Halifax im Jahr 2009.
Guttenberg bei einem Vortrag in Halifax im Jahr 2009.(Foto: picture alliance / dpa)

Seine Stelle im Think Tank "Center for Strategic and International" sei allerdings nur ehrenamtlicher Art und lasse deswegen einen neuerlichen Versuch zu, sagten Vertreter der Union der Zeitung. Angeblich soll Guttenbergs Vater Enoch Druck auf seinen Sohn ausgeübt haben, die Familienehre wiederherzustellen.

"Wir wollen ja alle, dass er sich rehabilitiert", zitiert die "Mitteldeutsche Zeitung" einen ungenannten CSU-Abgeordneten. Angeblich hält der CSU-Kreisverband Kulmbach dem einstigen Hoffnungsträger der Partei einen Platz auf der Kandidatenliste für die Bundestagswahl 2013 offen.

Rede bei Sicherheitsforum

Am Wochenende will Theodor zu Guttenberg auf die internationale Bühne zurückkehren. Für eine Sicherheitstagung in Kanada an diesem Wochenende hat er laut "Spiegel" seinen ersten öffentlichen Auftritt seit seinem Rückzug zugesagt. Auf der Rednerliste des "Halifax International Security Forum" steht der Ex-Minister, der mit seiner Familie in die USA gezogen war, als "Distinguished Statesman" (Angesehener Staatsmann). Laut "Spiegel" will der CSU-Mann in einer 75-Minuten-Runde mit einem prominenten Menschenrechtler von Human Rights Watch über die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise sprechen.

Zu Guttenberg war am 1. März wegen der Plagiatsaffäre zurückgetreten. Die Universität Bayreuth hatte ihm den Doktortitel aberkannt, weil er in seiner juristischen Arbeit zahlreiche fremde Texte ohne ausreichende Kennung übernommen hatte. Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt gegen ihn nach zahlreichen Anzeigen wegen des Verdachts auf Urheberrechtsverstoß.

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Quelle: n-tv.de

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