Politik
Interpol reagierte zunächst nicht auf den Hinweis.
Interpol reagierte zunächst nicht auf den Hinweis.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 06. Juli 2016

Sicherheitslücke bei Interpol: Hacker setzt Minister auf Fahndungsliste

Ein Computerexperte entdeckt eine Sicherheitslücke auf der Website von Interpol. Er informiert die Organisation darüber, ohne dass diese reagiert. Erst als er Sachsens Innenminister Ulbig "zur Fahndung" ausschreibt, wird Interpol nervös.

Ein Computerexperte aus Sachsen hat eine Sicherheitslücke auf der Website von Interpol entdeckt. Über einen manipulierten verlängerten Link konnte der Hacker Matthias Ungethüm den sächsischen Innenminister Markus Ulbig auf der öffentlichen Fahndungsliste von Interpol platzieren.

Nach Angaben von Ungethüm ist die Lücke inzwischen geschlossen, nachdem der MDR und die "Morgenpost Dresden" über den Fall berichteten.

Ungethüm nutzte den Umstand aus, dass der Webserver von Interpol das Ausführen von Programmbefehlen, die von außen kommen, nicht komplett unterbinden konnte. Das so genannte Cross Site Scripting kann dazu verwendet werden, unerwünschte Inhalte auf einer Homepage erscheinen zu lassen. Außerdem wird diese Sicherheitslücke dazu verwendet, Verbindungen zwischen einem Anwender und dem Server zu kapern.

Bei dem Hack fand kein Einbruch in den Webserver des weltweiten Zusammenschlusses der Polizeiorganisationen statt. Durch den verlängerten Link wurden allerdings andere Inhalte angezeigt.

Quelle: n-tv.de

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