Dienstag, 03. November 2009
Rakete mit Reichweite bis Tel Aviv: Hamas erhöht den Radius
Kämpfer des Islamischen Dschihad feuern selbstgebaute Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel (Archivbild vom 13. Oktober 2009).
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Die im Gazastreifen herrschende Palästinenserorganisation Hamas hat nach israelischen Informationen erfolgreich eine Rakete getestet, die eine Reichweite bis Tel Aviv hat. Der Chef des israelischen Militärgeheimdienstes, Amos Jadlin, sagte vor einem parlamentarischen Ausschuss in Jerusalem, die Rakete mit einer Reichweite von 60 Kilometern sei in den vergangenen Tagen vom Gazastreifen aus in Richtung Meer abgefeuert worden. Es handele sich offenbar um eine im Iran hergestellte Rakete.
Der Test zeige, dass auch der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv inzwischen in Reichweite von Raketen-Angriffen aus dem Gazastreifen sei, schrieben israelische Medien. Vor der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen zur Jahreswende hatten militante Palästinenser tausende von Raketen auf Israel abgefeuert. Seit dem Gaza-Krieg wurden nach israelischen Angaben mehr als 260 Raketen auf Israel abgefeuert.
Jadlin sagte, die Hamas habe gegenwärtig kein Interesse an gewaltsamen Konfrontationen mit Israel. Die radikal-islamische Organisation wolle zunächst ihre Kontrolle im Gazastreifen vertiefen. Gleichzeitig gehe allerdings der Waffenschmuggel in den Gazastreifen über das ägyptische Grenzgebiet weiter. Hamas-Mitglieder bemühten sich dabei, Raketen mit größeren Reichweiten zu bekommen.
dpa/AFP
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