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Die Organisatoren distanzierten sich von jedweder Fremdenfeindlichkeit - es ginge ihnen nur um die Art der Unterbringung, so die Organisatoren.
Die Organisatoren distanzierten sich von jedweder Fremdenfeindlichkeit - es ginge ihnen nur um die Art der Unterbringung, so die Organisatoren.(Foto: dpa)

Flüchtlings-Anlagen zu groß?: Hamburger protestieren gegen Unterkünfte

Hunderte Menschen protestieren in Hamburg gegen Flüchtlingunterkünfte - aber nicht aus fremdenfeindlichen Motiven, wie sie betonen. Es ginge ihnen um etwas anderes.

Mehrere hundert Menschen haben in Hamburg gegen ihrer Ansicht nach zu große Flüchtlingsunterkünfte protestiert. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten am Donnerstag auf gut 500, Teilnehmer sprachen von rund 750. Zu dem Protestzug unter dem Motto "Integration JA, Olaf-Scholz-Ghettos NEIN" hatte ein Dachverband von sieben Bürgerinitiativen aufgerufen.

Die Menge zog zum Kongresszentrum CCH, wo der Stadtentwicklungsausschuss der Bürgerschaft über das Thema beraten wollte. Der Hamburger Senat will in diesem Jahr knapp 40.000 weitere Plätze für Flüchtlinge schaffen. Zum Teil sollen mehrere hundert Wohnungen an einem Ort entstehen. Ein Sprecher des Dachverbandes sagte: "Es geht uns um Integration, nicht um Unterbringung." Die Initiativen wollten eine dezentrale Unterbringung und eine faire Verteilung. Der Dachverband distanzierte sich von jeder Art der Fremdenfeindlichkeit.

Auch in Berlin gibt es Streit um die Unterbringung der Flüchtlinge. Der Senat hat mit seinen Plänen große Proteste der Bezirke ausgelöst. Dort sollen 45.000 Menschen in modularen Bauten und Containern untergebracht werden, berichtet der "Tagesspiegel". Dafür wurden 100 Grundstücke benannt, von denen die meisten außerhalb des Zentrums der Hauptstadt liegen. Dort sollen allerdings maximal 500 Flüchtlinge in einer Unterkunft leben. Trotzdem ballen sich die Neuankömmlinge in manchen Bezirken - in Spandau etwa sollen den Plänen zufolge 18.000 Menschen unterkommen. Die CDU spricht schon von einer "Giftliste" des Senats.

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Quelle: n-tv.de

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