Montag, 11. Februar 2008
Israel plant mehr Tötungen: Hanija geht in Untergrund
Der Führer der radikal-islamischen Hamas-Organisation, Ismail Hanija, ist nach palästinensischen Angaben wegen israelischer Anschlagspläne in den Untergrund gegangen. Eine Mitarbeiterin des entlassenen Ministerpräsidenten in Gaza teilte am Montag mit, man habe Anweisungen erhalten, das Bürogebäude zu räumen. Anrufe wurden am Vormittag nicht mehr beantwortet. Nach israelischen Medienberichten will die israelische Luftwaffe die gezielte Tötung militanter Palästinenser im Gazastreifen verstärken. Dies habe die Regierung angesichts des andauernden Beschusses israelischer Grenzorte mit Kassam-Raketen beschlossen.
Der israelische Infrastrukturminister Benjamin Ben-Elieser sprach sich im israelischen Rundfunk für die gezielte Tötung von Hamas-Führern aus. Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hatte seinem Kabinett am Sonntag gesagt, man werde weiter gegen die für den Raketenbeschuss Israels Verantwortlichen vorgehen und man werde dabei "keine Ausnahmen" machen. Er schloss jedoch eine Großoffensive im Gazastreifen zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus.
Am Samstag waren bei einem Raketenangriff auf die Grenzstadt Sderot zwei israelische Brüder schwer verletzt worden. Einer der beiden, ein achtjähriger Junge, verlor dabei ein Bein.
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