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Dienstag, 11. Juli 2017

Im Schnitt 629 Tage arbeitslos: Hartz-IV-Bezieher sind immer länger ohne Job

Unter Hartz-IV-Empfängern macht sich Perspektivlosigkeit breit: Diejenigen unter ihnen, die nach Einschätzung der Bundesagentur arbeiten können, brauchen deutlich länger als noch vor einigen Jahren, um einen Job zu finden.

Hartz-IV-Empfänger in Deutschland sind immer länger arbeitslos. In der Gruppe der Arbeitsfähigen, die im vergangenen Jahr auf entsprechende staatliche Leistungen angewiesen waren, habe die Dauer der Arbeitslosigkeit im Schnitt bei 629 Tagen gelegen, meldet die "Passauer Neuen Presse". Dies sind demnach 74 Tage oder 13,3 Prozent mehr als im Jahr 2011. Das geht dem Bericht zufolge aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf eine Anfrage von Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann hervor.

"Die Perspektivlosigkeit für Hartz-IV-Beziehende hat in den letzten Jahren zugenommen", erklärte Zimmermann. Dass die Erwerbslosigkeit im Hartz-IV-System steige, sei ein "blamables Ergebnis für die Bundesregierung und leider logische Konsequenz des arbeitsmarktpolitischen Stillstands". Seit 2010 seien die Leistungen zur Eingliederung in Arbeit drastisch gekürzt worden, kritisierte Zimmermann. Die Bundesregierung überlasse damit Millionen Menschen ihrem Schicksal.

Aktuellen Zahlen der BA zufolge sind 2,473 Millionen Menschen in Deutschland ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote liegt demnach bei 5,5 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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