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in Deutschland wird dringend neuer Wohnraum gebraucht.
in Deutschland wird dringend neuer Wohnraum gebraucht.(Foto: picture alliance / dpa)

Zuschuss für Wohnungsbau: Hendricks fordert weitere Milliarden

In Deutschland ist der Wohnraum knapp. Besonders preiswerte Wohnungen in Großstädten wie Hamburg und München sind hart umkämpft. Bauministerin Hendricks möchte nun vor allem den sozialen Wohnungsbau fördern.

Wegen der Flüchtlingskrise will Bundesbauministerin Barbara Hendricks den sozialen Wohnungsbau in Deutschland massiv ankurbeln. Die SPD-Politikerin forderte, den Zuschuss des Bundes an die Länder um weitere fünf Milliarden Euro zu erhöhen.

Der soziale Wohnungsbau liegt seit 2007 in der Zuständigkeit der Bundesländer, wird aber vom Bund finanziell unterstützt. Die Bundesregierung hat ihren Zuschuss bereits für die Jahre 2016 bis 2019 auf eine Milliarde Euro im Jahr verdoppelt. Hendricks will nun erreichen, dass dieser Betrag auf zwei Milliarden Euro erhöht und ein Jahr länger gezahlt wird. In der Frage gebe es noch keinen Konsens mit Finanzminister Wolfgang Schäuble, sagte Hendricks.

Es handele sich um eine sozialdemokratische Forderung. Zuletzt hatten auch Kommunalverbände gefordert, den sozialen Wohnungsbau mit deutlich mehr Geld auszustatten. Hendricks betonte, dass dieser nicht nur für Flüchtlinge angekurbelt werden müsse, sondern für alle in Deutschland lebenden Menschen.

30 Prozent der Deutschen brauchen eine Sozialwohnung

Nach ihren Worten hätten etwa 30 Prozent der Bevölkerung wegen ihres geringen Einkommens eigentlich Anspruch auf eine Sozialwohnung, es stünden aber nur für acht Prozent Sozialwohnungen bereit. Hendricks forderte außerdem, über eigene Kompetenzen des Bundes im sozialen Wohnungsbau nachzudenken. Dazu wäre aber eine Grundgesetzänderung notwendig, der die Länder zustimmen müssten.

2015 wurden in Deutschland insgesamt etwa 275.000 Wohnungen fertiggestellt worden. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes hatte bereits gefordert, es seien 400.000 neue Wohnungen jährlich notwendig. Insbesondere in den Ballungsräumen Berlin, Hamburg und München ist preiswerter Wohnraum knapp.

Quelle: n-tv.de

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