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Helfer des IKRK warten auf das Signal zur Abfahrt. Erst lange Verhandlungen machten die Hilfslieferung möglich.
Helfer des IKRK warten auf das Signal zur Abfahrt. Erst lange Verhandlungen machten die Hilfslieferung möglich.(Foto: ICRC/Pawel Krzysiek/dpa)

Hungernde Stadt in Syrien: Hilfslieferung erreicht Madaja

Nach Monaten der Belagerung sind etliche Bewohner der syrischen Stadt Madaja gestorben. Lastwagen mit rettender Ladung stehen nun an der Stadtgrenze. Zwischen ihnen und den Hungernden befinden sich noch etliche Checkpoints.

Die Hilfslieferung für Tausende vom Hungertod bedrohte Menschen ist vor der belagerten syrischen Stadt Madaja eingetroffen. Der Konvoi aus etwa 40 Lastwagen mit Nahrung und Medikamenten erreichte nach Angaben eines Sprechers des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) die Zufahrt zu der Stadt im Westen Syriens. Sie ist seit einem halben Jahr eingeschlossen.

Helfer erwarten den Konvoi erst am Nachmittag in der Stadt. Zuvor müssten die Laster noch mindestens 20 Kontrollpunkte der Regimetruppen passieren. In Madaja warten insgesamt etwa 40.000 Menschen auf die lange herbeigesehnte Lieferung. In dem Ort starben seit Dezember nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mindestens 23 Menschen wegen Mangelernährung.

Auch für zwei weitere Städte wurden Lieferungen auf den Weg gebracht. 21 Lastwagen mit Hilfsgütern sind laut IKRK auf dem Weg in die Städte Fua und Kafraja. Hilfsorganisationen konnten die drei Städte über Monate nicht erreichen. Am Donnerstag willigte die Regierung in Damaskus dann ein, Hilfskonvois durchzulassen.

In den schiitischen Orten Fua und Kafraja, die wiederum von Rebellen belagert werden, sind etwa 20.000 Bewohner eingeschlossen. An diesem Montag befasst sich auch der UN-Sicherheitsrat mit der humanitären Lage in Madaja, Fua und Kafraja. Die Sitzung hinter verschlossenen Türen findet auf Antrag Spaniens und Neuseelands statt. Beschlüsse werden nicht erwartet.

Quelle: n-tv.de

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